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Schluss mit Fake-Votings! Rotten Tomatoes ändert sein Bewertungssystem

Hater hatten "Captain Marvel" schon vor dem Kinostart das Leben schwergemacht – nun kassieren sie die Quittung.
Hater hatten "Captain Marvel" schon vor dem Kinostart das Leben schwergemacht – nun kassieren sie die Quittung.

Blockbuster wie "Captain Marvel" oder "Star Wars: Episode IX" sind noch nicht in den Kinos gestartet, da hagelt es auf Rotten Tomatoes bereits schlechte Bewertungen. Die Verfasser: Internet-Trolls, die die betroffenen Filme nicht einmal gesehen haben. Das Bewertungsportal zog nun die Reißleine.

In einem Blog-Post verkündete Rotten Tomatoes nun, Schritte einleiten zu wollen, um "die Stimme der Fans akkurater und authentischer repräsentieren" zu können und den Einfluss von "böswilligen Mitwirkenden" zu reduzieren.

Das Ergebnis: Vor dem offiziellen Kinostart wird es den Usern nicht mehr möglich sein, eine Bewertung für den entsprechenden Film abzugeben (Audience Review Score). Künftig können sowohl User-Ratings als auch Kommentare erst nach dem Release auf der Seite hinterlassen werden.

Rotten Tomatoes reagiert auf Negativ-Trend

Mit diesem radikalen Entschluss reagiert Rotten Tomatoes auf den "Anstieg an kontraproduktivem Input, der manchmal ans 'Trolling' grenzt, was wir als schlechtem Dienst an unserer generellen Leserschaft ansehen."

Erst vor wenigen Tagen wurde das Bewertungsportal mit diversen negativen und teils sexistischen Kommentaren zu "Captain Marvel" geflutet. Dabei startet der neue Marvel-Film rund um die Superheldin Carol Danvers erst am 7. (Deutschland) beziehungsweise 8. März (USA) in den Kinos. Die ersten Reaktionen aus den Pressevorführungen fielen derweil durchweg positiv aus, was die verfrühten User-Bewertungen zusätzlich als Fake entlarvte. Ein Problem, dem sich Rotten Tomatoes nun kurzerhand annahm.

Auch "Want to see"-Rating verschwindet

In einem weiteren Schritt kündigte Rotten Tomatoes an, dass auch der "Want to see"-Wert vor dem Kinostart eines Films nicht mehr zu sehen sein wird. Der Grund: Viele User hielten diesen in der Vergangenheit fälschlicherweise für die durchschnittliche Bewertung der User, die den Film bereits gesehen haben. Eine solche Verwirrung soll künftig vermieden werden.

Weitere Änderungen sollen folgen. Darunter auch "verified reviews from ticket purchasers". Das wiederum bedeutet, dass die User künftig belegen können, dass sie den Film tatsächlich gesehen haben, damit andere Nutzer prüfen können, wer eine qualifizierte Wertung abgibt – und wer nur für Ärger sorgen will.

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