News

Sony Pictures: Hacker stellen vertrauliche Daten ins Netz

Der Hackerangriff hat Sony Pictures schwer getroffen: Die Gruppe hinter der Attacke veröffentlichte jetzt Tausende vertrauliche Mitarbeiterdaten.
Die Hacker gelangten auch an die Sozialversicherungsnummer von Sylvester Stallone.
Die Hacker gelangten auch an die Sozialversicherungsnummer von Sylvester Stallone. (©CC: Flickr/Gage Skidmore 2014)

Der jüngste Hackerangriff hat Sony Pictures schwer getroffen: Die Gruppe hinter der Attacke veröffentlichte jetzt Tausende vertrauliche Mitarbeiterdaten – darunter auch die von Prominenten wie Sylvester Stallone. Derweil verdichten sich die Hinweise, dass die Attacke von Nordkorea ausgehen könnte.

Die Auswirkungen des Hackerangriffs auf den US-amerikanischen Film- und Fernsehvertrieb Sony Pictures sind noch schlimmer, als zunächst angenommen. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind die Hacker, die sich selbst #GOP (Guardians of Peace) nennen, unter anderem an 47.000 Sozialversicherungsnummern von aktuellen und ehemaligen Angestellten der Sony-Tochter gekommen. Darunter befinden sich auch Freelancer und Schauspieler, beispielsweise Sylvester Stallone, Rebel Wilson oder Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Judd Apatow.

Hacker fanden ungesicherte Microsoft Excel-Dateien vor

Einem Bericht von Buzzfeed zufolge wurde es den Hackern vergleichsweise einfach gemacht, an die vertraulichen Daten heranzukommen. Persönliche Login-Daten zu Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, YouTube und MySpace waren beispielsweise in ungeschützten Microsoft Excel-Dateien mit eindeutiger Dateibezeichnung zu finden – etwa "YouTube login passwords.xlsx".

Ebenfalls in den Besitz der Hacker und damit ins Internet gelangen Server-Passwörter, Logins für Dienste wie Amazon und FedEx sowie Zugänge zu Recherche-Diensten, die Sony Pictures nutzt. Für die aktuellen und ehemaligen Angestellten ist aber vor allem die Veröffentlichung von Gehaltsinformationen, Verträgen und Privatadressen ein Schock.

Sicherheitsfirmen und FBI sehen Verbindungen nach Nordkorea

Schon als die ersten bisher unveröffentlichten Sony Pictures-Filme auf Torrent-Seiten auftauchten, vermutete das Unternehmen einen möglicherweise nordkoreanischen Hintergrund der Hacker. Laut Wall Street Journal sehen auch das FBI sowie die Computer-Sicherheitsfirma FireEye eine mögliche Verbindung nach Nordkorea. So wurde der Angriff von PCs mit koreanischen Spracheinstellungen gestartet – und während der regulären Arbeitszeiten in Nordkorea. Die Cybersecurity-Firma Kaspersky weist außerdem auf Ähnlichkeiten zu einem Hackerangriff auf Südkorea im vergangenen Jahr hin.

Ein Sprecher der nordkoreanischen Regierung hatte Sony Pictures zuvor mit "erbarmungsloser Rache" gedroht, sollte die Veröffentlichung des Films "The Interview" nicht gestoppt werden. In der Komödie versuchen Seth Rogen und James Franco, den nordkoreanischen Machthaber Kimg Jong Un zu töten.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben