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Sony sieht wenig Zukunft für seine Smartphones und TVs

Sony strukturiert um: Der japanische Technikriese reduziert seine Smartphone- und TV-Produktsparten.
Herbe Verluste: Sonys Mobile-Chef Hiroki Totoki kündigt Einsparungen an.
Herbe Verluste: Sonys Mobile-Chef Hiroki Totoki kündigt Einsparungen an. (©picture alliance / Kyodo 2014)

Während Sony im Bereich Kameras floriert und mit der PlayStation 4 den aktuellen Konsolen-Marktführer stellt, straucheln die Japaner in Sachen Smartphones und TVs. Daraus zieht der Konzern jetzt Konsequenzen.

Wie der Nachrichtendienst Reuters berichtet, wolle Sony künftig bei den kriselnden Geschäftszweigen Smartphones und TV-Geräte Einsparungen machen und sich in den nächsten drei Jahren verstärkt auf die PlayStation 4 sowie Bildsensoren konzentrieren. Das Ziel sei es, mit Smartphones und TV-Einheiten Profite zu erwirtschaften, so Sonys Mobile-Chef Hiroki Totoki am Dienstag auf einer Investoren-Konferenz. Im Klartext bedeutet das: Drastische Einschnitte, um die Kosten zu senken.

Schwache Xperia-Verkäufe haben den Smartphone-Sektor geschwächt

Sonys Smartphones der Xperia-Reihe hatten sich bei Weitem nicht so gut verkauft wie im Vorfeld angenommen. In der Sparte der Unterhaltungselektronik mussten sich die Japaner zudem den Konkurrenten Apple und Samsung geschlagen geben. Zwar mehren sich die Gerüchte, dass Sony sein neues Smartphone-Flaggschiff, das Xperia Z4, im Januar 2015 offiziell vorstellen wird. Nun steht aber unmissverständlich fest, dass Sonys Kerngeschäft künftig im Videospielbereich und vor allem bei der PS4 liegen wird. Dadurch wolle man den Profit aus dieser Sparte innerhalb von drei Jahren um 25 Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar steigern.

Vertrag mit der FIFA wird nicht verlängert

Die geplanten Kürzungen greifen offenbar auch schon auf andere Geschäftszweige über. So wird Sony seinen Sponsoring-Vertrag mit der FIFA nicht verlängern. Acht Jahre lang war Sony offizieller Partner des Weltfußballverbandes. Vertragswert der Zusammenarbeit waren 280 Millionen Dollar, die der Konzern an die FIFA gezahlt hatte.

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