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Studie belegt: "Harry Potter"-Fans sind die besseren Menschen

Wer Harry Potter mag, kann kein schlechter Mensch sein, oder?
Wer Harry Potter mag, kann kein schlechter Mensch sein, oder? (©Warner Bros. 2017)

Geahnt haben wir es schon lange und jetzt kommt endlich die offizielle Bestätigung: Fans von Harry Potter sind die besseren Menschen. Eine aktuelle Studie beweist tatsächlich, dass begeisterte Anhänger der Fantasyreihe um den zauberhaften Waisen, weniger Vorurteile haben als andere Zeitgenossen.

Die Studie, die im Journal of Applied Social Psychology veröffentlicht wurde, kam zum Schluss, dass Menschen, die sich der "Harry Potter"-Reihe verbunden fühlen, eine bessere Haltung gegenüber Randgruppen wie Immigranten, Homosexuellen und Flüchtlingen haben.

Identifikation mit Harry Potter baut Vorurteile ab

Dazu wurden Studien mit Grundschülern, Schülern der High School und Studenten in Italien und Großbritannien durchgeführt. Das Ergebnis bestätigte die Hypothese der Forscher: Durch die Identifikation mit dem Hauptcharakter Harry Potter und die gleichzeitige Nichtidentifizierung mit dem Protagonisten Voldemort wurden Vorurteile abgebaut. Die Studie wird passend zum Thema mit Worten von Albus Dumbledore höchstpersönlich eingeleitet: "Unterschiede in Lebensweise und Sprache werden uns nicht im Geringsten stören, wenn unsere Ziele die gleichen sind und wir den anderen mit offenen Herzen begegnen."

Toleranz und Güte sind Thema in den Romanen

Das Ergebnis dürfte eingefleischte "Harry Potter"-Fans nicht verwundern, werden doch unter dem Deckmantel einer Fantasygeschichte Themen wie Toleranz und die Wichtigkeit von Güte wiederholt thematisiert. So zeigt J.K. Rowling am Beispiel der von Blutreinheit besessenen Todesser, was Radikalisierung mit seinen Mitmenschen macht. Durch die positive Darstellung der begabten Hexe Hermine, die von magielosen Muggeln abstammt, kehrt sie die Vorurteile von Malfoy und Konsorten um.

Genauso ist Güte ein Schlüsselelement der Reihe. Dadurch, dass Harry beispielsweise den Hauselfen Dobby als wertvolles Wesen anerkennt, kann dieser die Freunde im letzten Band der Reihe aus dem Malfoyschen Kerker retten. Auch spielt Rowling mit dem äußeren Anschein: Während sich der bärige Wildhüter Hagrid als weichherziger Freund herausstellt, erweist sich der attraktive Professor Gilderoy als Blender und Betrüger.

Wenn das kein guter Grund ist, um erneut in die  "Harry Potter"-Welt einzutauchen ...

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