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Waipu.tv macht Dein Smartphone zur TV-Box

Waipu macht das Smartphone zum TV-Empfänger.
Waipu macht das Smartphone zum TV-Empfänger. (©Waipu.tv 2016)

Fernsehen über das Smartphone soll mit Waipu.tv noch einfacher werden. Doch nicht nur das. Dank der neuen TV-App könnten Smartphone oder Tablet in Zukunft sogar Kabelanschluss und Set-Top-Box komplett ersetzen und das Programm direkt auf alle TV-Geräte im Haushalt bringen.

Waipu.tv will das komplette Fernsehprogramm in das Wohnzimmer bringen – soweit nichts Neues. Neu ist vielmehr, dass der Dienst das Fernsehen, wie wir es kennen, ins Smartphone- und Tablet-Zeitalter hieven will. Denn wenn wir Netflix, Maxdome und Clipfish per Smartphone empfangen und via Chromecast auf den Fernseher bringen können, warum sollte das dann mit dem normalen TV-Programm nicht auch möglich sein?

Das Smartphone wird zum TV-Empfänger

Kurz gesagt: Waipu.tv verspricht Fernsehen ganz ohne Kabelgebühr, Antenne und Set-Top-Box. Alles, was der Zuschauer braucht, sind ein Internetanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von 6 Mbit/s, ein Smartphone oder Tablet und ein Google Chromecast. Smartphone beziehungsweise Tablet ersetzen dabei die Set-Top-Box und empfangen das Fernsehprogramm über die Waipu-App. Auf den Fernseher kommt das Ganze dann über den Chromecast oder über einen Smart TV mit Android, der die Google Cast-Technologie bereits integriert hat.

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Das Smartphone empfängt das TV-Signal und schickt es zum Fernseher weiter. (©Waipu.tv 2016)

Die Waipu-App auf dem Smartphone agiert allerdings nicht nur als Empfänger, sondern gleichzeitig auch als Fernbedienung und digitale Programmzeitschrift. Alle Sender kommen als Stream von einem Server des Anbieters zum Zuschauer und dieser kann das Programm sogar pausieren oder aufzeichnen. Die Aufnahme wird dann automatisch auf den Servern gespeichert und lässt sich später vom Nutzer von dort als Stream wieder abrufen.

Chromecast macht das Fernsehen flexibel wie nie

Wenn sich mehrere TVs im Haushalt befinden, wird es übrigens auch möglich sein, alle an ein Smartphone zu binden. Der Nutzer kann dann jederzeit entscheiden, auf welchem Gerät er gerade schauen möchte und das Programm dann via Chromecast dorthin schicken. Wo man normalerweise unzählige Kabel verlegen müsste, schafft die Google Cast-Technologie ein sehr flexibles und günstiges System. Insgesamt lässt sich Waipu.tv über einen Anschluss übrigens auf bis zu vier Geräten gleichzeitig nutzen. Somit kann jeder in der Familie die App auf seinem Smartphone nutzen und sein Wunschprogramm auf einem Fernseher seiner Wahl anschauen.

52 Sender für 5 Euro im Monat

Zum Start sollen über Waipu.tv 52 Sender bereitstehen, darunter alle Kanäle von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1. Ganze 26 Sender lassen sich dabei völlig kostenlos schauen. Darunter sind sämtliche öffentlich-rechtlichen Programme und Sender wie Eurosport, Deluxe Music oder CNN. Das Comfort-Paket mit allen 52 Kanälen umfasst dann so ziemlich alle wichtigen Sender und soll monatlich 4,99 Euro kosten. Außerdem beinhaltet es die Möglichkeit, insgesamt zehn Stunden Programm zum späteren Streaming auf den Servern des Anbieters aufzuzeichnen. Gegen Zusatzgebühren lässt sich der verfügbare Speicherplatz später noch erhöhen und auch ein HD-Paket wird für einen geringen Aufpreis angeboten.

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Insgesamt umfasst das Startangebot 53 Sender. (©Waipu.tv 2016)

Besser als Zattoo und Magine?

Doch Moment mal! Das Alles gibt es doch bereits bei Diensten wie Zattoo oder Magine. Was Waipu.tv allerdings von der Konkurrenz unterscheidet, ist die Tatsache, dass sämtliche Streams über ein eigenes Glasfaser-Netz des Anbieters laufen. Mit dieser Infrastruktur im Rücken möchte das Unternehmen ein verzögerungsfreies Streaming sowie schnelle Umschaltzeiten gewährleisten. So gesehen könnte Waipu.tv tatsächlich der erste reine Online-TV-Dienst sein, der das Potenzial hat, auch bei der Nutzerfreundlichkeit mit dem klassischen Fernsehen mitzuhalten.

Der Startschuss für Waipu.tv fällt bereits am 1. Oktober. Die App für Android und iOS wird dann in Play Store und im App Store bereitstehen. Zum Start können User das komplette Programm im Rahmen einer Gratisphase testen.

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