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"Wonder Woman": James Cameron wettert gegen Amazonenprinzessin

James Cameron hat mit dem Frauenbild in "Wonder Woman" offenbar so seine Probleme.
James Cameron hat mit dem Frauenbild in "Wonder Woman" offenbar so seine Probleme. (©20th Century Fox 2017)

 "Wonder Woman" ist einer der erfolgreichsten Filme des Sommers 2017 und erntet von allen Seiten Lob in Hülle und Fülle. Doch ausgerechnet Star-Regisseur James Cameron schießt jetzt gegen die Amazonenprinzessin.

James Cameron ist unter anderem für die starken Frauenrollen in seinen Filmen bekannt. Vor allem mit Figuren wie Rose (Kate Winslet) aus "Titanic", Neytiri (Zoe Saldana) aus der "Avatar"-Reihe und Sarah Conner (Linda Hamilton) aus "Terminator" verschaffte sich der Regisseur den Ruf, vom typischen Weibchen-Schema abzuweichen.

"Wonder Woman": Ein "Rückschritt" für weibliche Filmhelden?

"All das selbstherrliche Schulterklopfen, das in Hollywood wegen 'Wonder Woman' die Runde macht, ist so fehlgeleitet. Sie ist eine zum Objekt degradierte Ikone und es ist nur das männliche Hollywood, das wieder dieselbe alte Masche abzieht!", wetterte Regisseur James Cameron gerade im Interview mit The Guardian. "Ich sage nicht, dass ich den Film nicht gemocht habe, aber für mich ist er ein Schritt zurück. Sarah Conner [aus 'Terminator'] war keine Schönheitsikone. Sie war stark, hatte Probleme, war eine schreckliche Mutter und hat sich den Respekt des Publikums durch pure Charakterstärke verdient." Ein Umstand, der für Cameron auch in Bezug auf das Frauenbild als solches wichtig ist. "Für mich sind die [Vorzüge von Charakteren wie Sarah] so offensichtlich. Ich meine, die Hälfte der Zuschauer ist weiblich!"

Patty Jenkins wehrt sich

Das sind harte Worte, die "Wonder Woman"-Regisseurin Patty Jenkins nicht einfach auf sich sitzen lässt. Via Twitter stellt sie klar: "James Camerons Unfähigkeit zu verstehen, was Wonder Woman ist oder wofür sie für Frauen auf der ganzen Welt steht, überrascht mich nicht, denn, obwohl er ein großartiger Regisseur ist, ist er eben keine Frau." Auch auf Camerons Kommentar zu Film-Heldin Sarah nimmt die Regisseurin Bezug. "Wenn Frauen immer hart, tough und problembehaftet sein müssen, um stark zu sein, und wir nicht frei sind, mehrdimensional zu sein oder eine Ikone zu feiern, weil sie attraktiv und liebevoll ist, dann sind wir nicht allzu weit gekommen."

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