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Alle magischen Details zum Patronus-Zauber in "Harry Potter"

Harrys Patronus kann es mit ganzen Scharen an Dementoren aufnehmen.
Harrys Patronus kann es mit ganzen Scharen an Dementoren aufnehmen. (©Warner via picture alliance / Mary Evans Picture Library 2018)

Denk glückliche Gedanken. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für das Fliegen in "Peter Pan", sondern auch in "Harry Potter". Ein Patronus erscheint nämlich nicht allein durch den Spruch "Expecto Patronum". Die herbeigezauberte Schutz-Gestalt zieht ihre Kraft aus einer besonders glücklichen Erinnerung. Was es sonst noch über diesen mächtigen Zauber zu wissen gibt, erfährst Du hier.

Was ist ein Patronus?

Wörtlich übersetzt bedeutet der Zauberspruch "Expecto Patronum": "Ich erwarte meinen Schutzherrn." Und der Name ist Programm, denn mit dieser sehr alten Form der Magie rufen Hexen und Zauberer ihren persönlichen Schutz gegen bösartige Wesen wie Dementoren herbei, die ansonsten jegliches Glück aus Menschen heraussaugen können. Bei dem erscheinenden Patronus handelt es sich um eine Art magischen Nebel, der aus der Spitze des Zauberstabs hervorbricht und bei einem stark ausgeführten Zauber eine individuelle Tiergestalt annehmen kann. Diese Gestalt verrät mitunter viel über die Persönlichkeit des Zauberers. Durch einschneidende, emotionale Erfahrungen kann sich die Gestalt des Patronus jedoch im Laufe des Lebens ändern.

In den "Harry Potter"-Filmen lehrt Remus Lupin Harry den Patronus-Zauber in "Der Gefangene von Askaban". Dabei wird auch deutlich, wie schwer die Anwendung dieses Zauberspruchs ist. Der Grund: Ein Patronus kann nur mit glücklichen Erinnerungen beschworen werden, doch beim Zusammentreffen mit einem Dementor fühlen sich die Angegriffenen in der Regel hoffnungslos und elend. Später schafft es Harry Hunderte der fiesen Wächter Askabans abzuwehren und beweist damit sein Talent für die Verteidigung gegen die dunklen Künste.

Erscheinungsformen in "Harry Potter": Welcher Patronus zeigt sich bei Harry und Co.?

Während der geheimen Trainingsstunden von "Dumbledores Armee" erklärt sich Harry deshalb dazu bereit, auch seinen Mitschülern den schwierigen Schutz-Zauber beizubringen. Dabei schaffen es viele seiner Mitstreiter letztlich, einen gestaltlichen Patronus herbeizurufen – allerdings ohne sich einer direkten Bedrohung gegenüberzusehen, die dies deutlich erschweren würde.

Einige bekannte Charaktere samt ihrem jeweiligen gestaltlichen Patronus:

  • Harry Potter, Patronus: Hirsch (in Anlehnung an die Animagusgestalt seines Vaters James Potter)
  • Hermine Granger, Patronus: Otter (das Lieblingstier von "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling)
  • Ron Weasley, Patronus: Jack Russell Terrier (Rowling selbst hatte einst einen solchen Hund)
  • Luna Lovegood, Patronus: Hase
  • Ginny Weasley, Patronus: Pferd
  • Seamus Finnigan, Patronus: Fuchs
  • Minerva McGonagall, Patronus: Katze (kann sogar drei Schutz-Gestalten auf einmal beschwören)
  • Arthur Weasley, Patronus: Wiesel
  • Albus Dumbledore, Patronus: Phönix

Magische Wesen wie Phoenixe, Thestrale und Drachen zählen laut Pottermore zu den seltensten Erscheinungsformen eines Patronus. Aber auch Eulen seien keine häufig auftretende Gestalt für diesen Zauber.

Der Hirschkuh-Patronus und seine zentrale Bedeutung

Eine zauberhafte Nebelgestalt spielt jedoch eine ganz besondere Rolle in den Filmen und Büchern rund um Harry Potter: der Hirschkuh-Patronus von Severus Snape. Die gleiche Gestalt hatte laut Pottermore einst auch der Patronus von Harrys Mutter Lilly Potter, als weibliches Gegenstück zu dem ihres Gatten James. Da Snape sein ganzes Leben lang insgeheim in Lilly verliebt war, passte sich sein Patronus gestaltlich an den ihren an. Für Dumbledore war dies Grund genug, um nie daran zu zweifeln, dass der Professor für Zaubertränke und Todesser-Doppel-Agent auf seiner Seite steht. Schließlich hatte Voldemort Snapes große Liebe getötet.

Wir sagen nur: "After all this time?" – "Always."

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