Ratgeber

Audacity: So funktioniert das praktische Audio-Tool

Mit "Audacity" lassen sich schnell professionelle Aufnahmen erstellen.
Mit "Audacity" lassen sich schnell professionelle Aufnahmen erstellen. (©CC: Flickr/Nickolai Kashirin 2015)

Wer auf der Suche nach einem praktischen Programm zum Aufnehmen und Editieren von Audiodateien ist, liegt mit Audacity genau richtig. Das Tool ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern zudem kostenlos. Wir verraten nützliche Tipps für den Start mit dem Programm.

1. Vorbereitung

Vor der Aufnahme gilt es ein paar Punkte zu beachten. Für Audioaufnahmen empfiehlt es sich, ein externes Mikrofon anzuschließen und nicht auf das teilweise in Geräten integrierte Mikrofon zurückzugreifen. Weiterhin ist es besser, Kopfhörer an den PC anzuschließen: Sonst riskierst Du, dass die Aufnahme durch Audiosignale aus dem Lautsprecher gestört wird. Was ebenso wichtig ist: Für eine gute Aufnahme solltest Du auf eine ruhige Umgebung achten. Etwaige Störquellen sollten eliminiert werden. Als nächsten Schritt muss dann Audacity heruntergeladen und installiert werden, falls das noch nicht geschehen ist. Das Tool gibt es kostenlos für alle gängigen Betriebssysteme: Windows, Mac OS oder Linux.

2. Der Programmstart

Nach dem Start der Software kann es mit der Aufnahme sofort losgehen. Am linken oberen Bildschirmrand befindet sich eine Leiste mit Buttons, die an die Wiedergabetasten eines Kassettenspielers erinnern: Der wichtigste Knopf ist wohl der Button mit dem roten Punkt: Hiermit startest Du die Aufnahme. Doch vor der Aufnahme wirfst Du besser noch einen Blick in die Einstellungen: Hier legst Du Wiedergabe- und Aufnahmegeräte festlegen und konfigurierst sie dementsprechend. Besonders wichtig ist, die Audioqualität einzustellen: In dem Menü regulierst Du beispielsweise die Abtastrate sowie Bitrate der Aufnahme. Je höher die hier gewählten Werte sind, umso hochwertiger ist die Aufnahme. Damit steigt dann jedoch auch die Größe der Audio-Datei. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick in das Einstellungen-Menü, dass Du unter dem Überpunkt "Bearbeiten" findest.

3. Aufnahmen richtig schneiden

Jetzt geht die Arbeit erst richtig los: Die Aufnahme muss nun von Aussetzern, Störgeräuschen oder zu lange Pausen befreit werden. Dies lässt sich ganz einfach mit dem Schneide-Tool erledigen. Dazu markierst Du die betroffene Stelle mit der Maus. Anschließend lässt sich der gewählte Clip über die Tastenkombination "Strg+X" ausschneiden. Wahlweise kopierst Du ihn mit "Strg+C" in die Zwischenablage. Dann lässt sich der Audioschnipsel an anderen Stellen oder Tonspuren einsetzen, dafür muss einfach "Strg+V" gedrückt werden.

5. Neue Tonspuren anlegen

 Mit mehreren Tonspuren lassen sich tolle Kompositionen zusammenstellen. fullscreen
Mit mehreren Tonspuren lassen sich tolle Kompositionen zusammenstellen. (©pixabay / cmallard 2016)

Aufnahmen werden interessanter, wenn mehrere Spuren verwendet werden. Ein weiterer Vorteil von multiplen Tonspuren liegt darin, dass zum Beispiel ein einzelnes Instrument mit einer separaten Tonspur aufgenommen werden kann. Diese ist dann leichter editierbar als wenn mehrere Tonquellen in einer Tonspur gemeinsam aufgenommen wurden. Dafür musst Du einfach unter dem Menüpunkt "Spuren" auf "Neue Spur erzeugen" klicken. Ebenso einfach lassen sich in diesem Menü Spuren zusammenführen, stumm stellen oder von der Samplefrequenz her ändern.

4. Aufnahmen abspeichern

Wenn das Projekt fertig ist, lässt es sich in allen gängigen Audioformaten abspeichern. Dazu klickst Du einfach auf das "Datei"-Menü links oben, und anschließend auf "Ton exportieren". Anschließend öffnet sich ein Pop-Up-Fenster, in dem sich sowohl der Speicherort, als auch die Qualität der Audiodatei anpassen lässt. Falls Du an dem Projekt noch weiter arbeiten möchtest, lässt es sich unter "Projekt speichern" auf der Festplatte ablegen. Dann kannst Du zu gegebener Zeit das Projekt einfach wieder aufnehmen und später fertigstellen.

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