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Beamer: Kleines Gerät, große Projektion

Film ab! Beamer sind gerade für Heimkinos bestens geeignet.
Film ab! Beamer sind gerade für Heimkinos bestens geeignet. (©picture alliance / Tobias Kleinschmidt 2014)

Beamer sind eine gute Alternative zum Fernseher: Die kompakten Geräte sparen im Gegensatz zu klobigen Fernsehern vor allem jede Menge Platz. Im Gegensatz zu TV-Geräten ist zudem bei Beamern die Bildschirmdiagonale nicht durch das Gerät beschränkt. Wir verraten, worauf beim Kauf eines Beamers zu achten ist.

1. Technologie

Wichtig ist beim Kauf eines Beamers die Wahl der verbauten Technologie: Hierbei wird zwischen LCD. DLP und LED-Projektoren unterschieden. Je nach Technologie ergeben sich hier bestimmte Vor- und Nachteile: LCD-Projektoren verfügen über ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, schwächeln dafür aber bei der Darstellung von Schwarzwerten. DLP-Projektoren dagegen haben ein besseres Kontrastverhältnis, kämpfen dafür vereinzelt mit dem sogenannten Regenbogeneffekt, bei dem ein Flackern im Bild teilweise auftaucht. LED-Projektoren hingegen sind noch nicht lange auf dem Markt und bieten oft eine nicht so große Bildfläche wie die Konkurrenz.

2. Helligkeit

Eine der wichtigsten Kennzahlen für einen Beamer ist die Helligkeit. Die Lichtstärke der Projektoren wird in Lumen angegeben: Je höher der Wert, umso besser das Bild. Wichtig ist die Lumenzahl aber vor allen Dingen im Zusammenhang mit dem Ort, an dem der Beamer installiert wird. Vorzugsweise sollte ein solches Gerät in einem abgedunkelten Zimmer angebracht werden, damit das Bild nicht durch andere Lichtquellen beeinträchtigt wird. Bei einem dunklen Raum reicht ein Beamer mit einem Wert zwischen 600 und 1000 Lumen theoretisch aus. Höhere Werte zahlen sich jedoch aus, wenn der Raum nicht optimal ausgeleuchtet ist, oder um eine bessere Farbintensität zu erreichen.

3. Kontrastwert

Der Kontrast gibt an, wie gut helle von dunklen Bildteilen getrennt werden können. Der Umfang des Kontrastes wird dabei als Verhältnis von der maximalen Helligkeit eines weißen Punktes zur minimalen Helligkeit eines Schwarztons dargestellt. Falls der Kontrast also mit "4.000:1" angegeben wird, bedeutet dies, das Weiß 4.000 Mal so hell dargestellt wird wie das Schwarz.

Im Gegensatz zur Helligkeit ist die Angabe des Kontrastes wichtig für die Schwarzwerte: Bei niedrigen Kontrastwerten unter 1.000:1 wird Schwarz in dunklen Szenen eher als Grau dargestellt, was dem Filmgenuss in einem angedunkelten raum natürlich eher abträglich ist. Ab einem Kontrast von 4.000:1 kann der Nutzer von einer guten Schwarzdarstellung ausgehen.

4. Auflösung

Wie auch beim Fernseher ist beim Beamer die Auflösung wichtig. Standard ist dabei das FullHD-Format, was einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln entspricht. Wer es gerne noch etwas schärfer hat: Es gibt auch 4K-Beamer, die sind jedoch noch in Preisklassen angesiedelt, die für die meisten nicht erreichbar sind: Ab 3000 Euro finden sich hier die ersten Modelle. Nicht ganz so teuer sind dagegen Beamer, welche die Wiedergabe von 3D-Filmen unterstützt. Hier werden Nutzer bereits ab knapp 500 Euro fündig.

5. Features

Hersteller von Beamern sind ständig auf der Suche nach Funktionen, die den Nutzern ein Plus bieten. Welche davon für Dich relevant sind, musst je nach Anwendungsfall entschieden werden.

  • Anschlüsse: Anders als Fernseher besitzen Beamer keine integrierten TV-Tuner. Sie brauchen also immer ein Gerät, welches das notwendige Bild- oder Videomaterial liefert. Daher ist es wichtig, zu überprüfen, über welche Anschlüsse der Beamer mitbringt. Die meisten Modelle verfügen allerdings über eine breite Auswahl an Anschlüssen. Wer Kabelsalat vermeiden möchte, sollte sich sogenannte WLAN-Beamer anschauen. Diese Modelle verbinden sich mit dem heimischen Netzwerk und werden dann über Smartphone, Laptop oder Tablet angesteuert.
  • Akku: Wer einen Beamer nicht fürs Heimkino, sondern für Präsentationen nutzen möchte, sollte darauf achten, ob das jeweilige Modell einen integrierten Akku hat. Diese Geräte sind für den mobilen Einsatz gedacht und kompakter gebaut als die klassischen Beamer fürs Heimkino. Dafür hält die integrierte Batterie natürlich nicht endlos lange. Für einen Outdoor-Filmabend ist ein solches Modell auch aufgrund der niedrigeren Leuchtkraft nur bedingt geeignet.
  • Lebensdauer der Lampe: Zu guter Letzt ist es wichtig, wie lange eine Beamer-Lampe durchhält. Die Betriebsdauer wird meist in Stunden angegeben. Hierbei sollte vor dem Kauf bedacht werden, ob der Beamer häufiger oder eher selten im Einsatz wird: Eine Ersatzlampe für den Beamer kann teilweise über deutlich über 100 Euro kosten.

Zusammenfassung

  • Vor dem Beamerkauf sollte sich zuerst für die Technologie entschieden werden. Dabei haben LED, LCD und DLP-Projektoren verschiedene Vor- und Nachteile, die je nach Anwendung des Beamers unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
  • Wichtige Werte bei Beamern sind sowohl Helligkeit als auch der Kontrastwert. Diese sollten allerdings im Zusammenhang mit dem Aufstellungsort des Gerätes beachtet werden: Bei einem perfekt abgedunkelten Raum reicht beispielsweise eine Helligkeit von knapp 600 Lumen.
  • Zuletzt sollte vor dem Kauf noch mal bedacht werden, für welche Zwecke das Gerät gebraucht wird. Features wie WLAN-Verbindung oder ein interner Akku für die Nutzung bei Präsentationen können dann die Kaufentscheidung vereinfachen.
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