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Beamer-Leinwand selber bauen: DIY-Projekt für Hobbyhandwerker

Beamer Leinwand DIY
Beamer Leinwand DIY (©Thinkstock 2017)

Wer sich schon einmal eine Beamer-Leinwand zulegen wollte, dem ist bestimmt aufgefallen, dass dies ganz schön kostspielig sein kann. Solltest Du aber ein Händchen für DIY-Projekte haben, kannst Du Dir eine Leinwand auch einfach selber bauen. Und wir verraten Dir wie!

Zuallererst solltest Du Dir über die Maße Deiner zukünftigen Beamer-Leinwand Gedanken machen. Im folgenden Beispiel gehen wir von einer Leinwand aus, die vom Format her 16:9-tauglich ist und 200 x 102,5 Zentimeter misst.

Die Einkaufsliste für Dein DIY-Projekt

Dein erster Weg sollte Dich also in einen Baumarkt Deines Vertrauens führen. Auf der Einkaufsliste – falls Du davon nicht schon etwas zu Hause hast – stehen die folgenden Utensilien:

  • 2 Holzleisten à 200 x 5 x 3 cm
  • 2 Holzleisten à 102,5 x 5 x 3 cm
  • 1 Holzleiste à 102,5 x 5 x 2 cm
  • Moltontuch oder Segeltuchstoff, alternativ Naturstoff aus Baumwolle o.ä.
  • 6 Flachwinkel
  • 4 herkömmliche Metallwinkel
  • Holzschrauben
  • Tacker
  • Akkuschrauber oder Schraubendreher

Im Anschluss kann das DIY-Projekt auch direkt angegangen werden. Dazu den Fußboden idealerweise mit einer Plane oder Vergleichbarem auslegen, um eventuelle Schrammen im Boden zu vermeiden.

Das richtige Tuch kaufen

Wenn Du Dir eine Beamer-Leinwand selber bauen möchtest, ist die Wahl des Tuchs von Bedeutung. Einfach nur ein weißes Laken reicht nämlich nicht aus. Ein weißes Segeltuch hat den Vorteil, dass es sehr stabil und reißfest ist, allerdings ist es aber auch lichtdurchlässig. Um genau das zu verhindern, kannst Du davor noch eine Lage Moltontuch befestigen. Alternativ eignet sich auch ein Baumwolllaken, das anschließend mit weißer und schwarzer Acrylfarbe gestrichen wird. Es reichen bereits wenige Tropfen der schwarzen Farbe aus, um das reine Weiß in ein sehr helles Grau zu verwandeln. Das ist wichtig, um die Schwarzwerte zu erzielen. Schließlich sollen schwarze Bilder im Film auch als solche auf der Leinwand zu erkennen sein.

Wofür auch immer Du Dich entscheidest: In jedem Fall muss das Stück Stoff größer als die Grundfläche des Rahmens sein, damit es problemlos auf der Rückseite gespannt und befestigt werden kann. Bei den hier vorgegebenen Maßen sollte der Stoff also mindestens eine Größe von 212 x 114 Zentimetern haben.

 Bei der Beamer-Leinwand ist der richtige Stoff entscheidend. fullscreen
Bei der Beamer-Leinwand ist der richtige Stoff entscheidend. (©thinkstock.com/poplasen 2015)

Den Rahmen selber bauen

Du beginnst mit den vier Holzleisten, die jeweils drei Zentimeter dick sind. Die beiden Streben mit einer Länge von 200 Zentimetern legst Du parallel übereinander. Die zwei kürzeren Leisten verbinden die längeren, sodass ein Rechteck entsteht. Mit vier Flachwinkeln und Holzschrauben fixierst Du die Holzleisten an den Ecken, damit ein stabiler Rahmen entsteht. Zusätzlich werden in den Innenseiten der Ecken die vier schmalen Metallwinkel befestigt.

Die etwas dünnere Leiste verbindet ebenfalls die langen Streben vertikal, allerdings mittig und wird mit den verbleibenden zwei Winkeln befestigt. Dabei solltest Du sicherstellen, dass die Leiste bündig mit dem Rahmen abschließt und sich die Flachwinkel alle auf der gleichen Seite befinden.

Wenn Du den Rahmen nun mit den Winkeln nach hinten drehst, solltest Du auf der Vorderseite sehen, dass die mittlere Strebe wie nach hinten versetzt wirkt. Das jedoch ist wichtig, damit sich die Beamer-Leinwand später bewegen kann.

Leinwand-Beamer in Eigenregie

Nun geht es darum, den Stoff auf den Rahmen zu spannen. Bei diesem Schritt Deines DIY-Projekts bietet es sich an, eine zweite Person um Hilfe zu bitten. Zuallererst breitest Du den Stoff faltenfrei auf dem Fußboden aus und legst anschließend den Rahmen mit den Flachwinkeln nach oben blickend darauf. Beginne mit der oberen Seite und klappe den überlappenden Stoff um. Mithilfe der Tacker wird der Stoff nun fixiert. Lass zwischen den Tackerklammern am besten nicht allzu viel Platz, damit der Stoff nicht verrutschen kann.

Diese Prozedur wiederholst Du noch drei weitere Male: Als Zweites wird der Stoff an der unteren Rahmenseite befestigt und dann an der linken sowie rechten Seite.

Hang on!

Nun ist Deine DIY-Beamer-Leinwand schon fast bereit für ihren ersten Einsatz. Wie Du sie an der Wand befestigst, hängt von den räumlichen Gegebenheiten ab. Entweder hängst Du sie wie ein Bild an die Wand oder Du lässt sie mit zwei Haken von der Decke hängen, damit Du sie problemlos jederzeit wieder abnehmen kannst.

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