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"Game of Thrones"-Wissen: Wer oder was ist die Goldene Kompanie?

Die Goldene Kompanie soll die Lannisters im Kampf unterstützen.
Die Goldene Kompanie soll die Lannisters im Kampf unterstützen. (©Macall B. Polay/HBO 2017)

Am Ende von Staffel 7 von "Game of Thrones" schickt Cersei Lannister ihren Verbündeten Euron Graufreud nach Essos, um dort die Goldene Kompanie anzuheuern. Du fragst Dich auch, wer das überhaupt sein soll? Wir klären auf!

Achtung, Spoiler!
Im folgenden Text gehen wir auf Ereignisse aus der Serie und aus den Büchern ein. Du liest also auf eigene Gefahr weiter!

In der Welt von "Game of Thrones" ist die Goldene Kompanie eine der größten und bekanntesten Söldnertruppen. Sie genießt einen hervorragenden militärischen Ruf und hat angeblich noch nie einen Vertrag gebrochen. Ihr Motto lautet daher auch "Unser Wort ist so gut wie Gold". Andere Söldnerarmeen sind unter anderem die Zweitgeborenen oder die Sturmkrähen.

Welche Rolle spielt die Goldene Kompanie in der Serie?

Die Goldene Kompanie wurde in "Game of Thrones" erstmals in Episode 3 "Sprengerin der Ketten/Breaker of Chains" von Staffel 4 erwähnt. Ser Davos Seewert erklärt dabei, dass die Söldnertruppe aus 10.000 Mann bestehe, und schlägt Stannis Baratheon vor, sie anzuheuern, um den Eisernen Thron zu erobern. Stannis lehnt die Goldene Kompanie jedoch als unehrenhaft ab.

In Staffel 4 Folge 7 "Die Spottdrossel/Mockingbird" wird die Goldene Kompanie erneut erwähnt. Als Ser Jorah Mormont seine Königin Daenerys Targaryen davor warnt, dem Söldner Daario Naharis von den Zweitgeborenen nicht zu vertrauen, entgegnet Dany, dass Mormont früher selbst Söldner und ein Teil der Goldenen Kompanie gewesen sei.

Erst in Staffel 7 tauchte die ominöse Goldene Kompanie dann wieder in "Game of Thrones" auf. In Folge 4 "Kriegsbeute/Spoils of War" verrät Cersei Lannister im Gespräch mit Tycho Nestoris von der Eisernen Bank, dass sie mit einem neuen Kredit die Goldene Kompanie anwerben wolle.

In der finalen Folge 7 von Staffel 7 "Der Drache und der Wolf/The Dragon and the Wolf" enthüllt Cersei ihren finsteren Plan schließlich auch noch im Gespräch mit Bruder/Liebhaber Jaime: Euron Graufreud ist nicht wirklich geflüchtet, sondern wurde mit einem geheimen Auftrag nach Essos geschickt: Er soll dort die Goldene Kompanie anheuern, sie zurück nach Westeros bringen und mit den Söldnern den "Verbündeten" Daenerys Targaryen und Jon Snow dann in den Rücken fallen.

In Staffel 8 dürfte die Goldene Kompanie also eine wichtige Rolle spielen. Und tatsächlich: Im Oktober 2017 gab es erste Gerüchte, dass der deutsche Schauspieler Marc Rissmann ("The Last Kingdom", "SOKO Stuttgart") die Rolle des Anführers der Goldenen Kompanie, Harry Strickland, übernehmen und in mindestens zwei Folgen zu sehen sein soll.

Was ist die Goldene Kompanie in den Büchern?

In der Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" von Autor George R.R. Martin, welche die Basis für die Serie "Game of Thrones" bildet, spielt die Goldene Kompanie eine deutlich wichtigere Rolle als bislang in der HBO-Show.

Die Hintergrundgeschichte

In "Das Lied von Eis und Feuer" wird erklärt, dass die Goldene Kompanie 100 Jahre vor dem Krieg der Fünf Könige von "Bitterstahl" Aegor Strom gegründet wurde, Bastard von König Aegon IV. Targaryen ("Der Unwerte"). Aegor Strom musste nach einem Krieg mit Daeron II. Targaryen aus Westeros fliehen, diente dort zunächst bei den Zweitgeborenen und gründete schließlich die Goldene Kompanie. Sein Ziel: Mit der Armee die Targaryens stürzen. Seitdem versuchte die Söldnerarmee mehrfach, Westeros zurückzuerobern, scheiterte aber jedes Mal.

Das Militärische

In der Goldenen Kompanie heuern vor allem verbannte Ritter und Auswanderer aus Westeros an. Während des Krieges der Fünf Könige ist die Truppe die größte Söldnerkompanie in den Freien Städten und besteht aus 1000 Kavalleristen, 1000 Bogenschützen und 8000 Fußsoldaten. Sogar Kriegselefanten nennt die Goldene Kompanie ihr Eigen.

Euron Graufreud soll die Goldene Kompanie nach Westeros holen. (© 2017 Macall B. Polay/HBO)

Was sind die Unterschiede zwischen Serie und Büchern?

In den Büchern von George R.R. Martin wird nie erwähnt, dass Ser Jorah Mormont ein Teil der Goldenen Kompanie gewesen sei. Auch wird nie geschrieben, dass die Söldnerarmee für die Eiserne Bank Schulden eintreiben würde.

In "Das Lied von Eis und Feuer" wird die Stärke der Goldenen Kompanie mit 10.000 Mann angeben, was Ser Davos Seewert auch in Staffel 4 Episode 3 erwähnt. Im Finale von Staffel 7 sagt Cersei Lannister hingegen, dass die Söldnertruppe 20.000 Mann umfasse. Das kann allerdings auch ein Fehler der Serienmacher gewesen sein.

Der wichtigste Unterschied besteht jedoch bei den Figuren Jon Connington und Junger Greif/Aegon Targaryen – beides Charaktere, die in der Serie "Game of Thrones" gar nicht auftauchen (und vermutlich auch nie eingeführt werden). Bei Prinz Aegon Targaryen aus dem Buch handelt es sich verwirrenderweise nicht um den Aegon Targaryen alias Jon Snow aus der Serie. Vielmehr ist der Junge Greif im Buch angeblich das zweite Kind und der einzige Sohn von Prinz Rhaegar Targaryen und Elia Martell. Das Kind wurde vermeintlich bei der Einnahme von Königsmund durch Ser Gregor Clegane ermordet – dabei soll es sich jedoch um einen zuvor ausgetauschten Säugling gehandelt haben. Aegon Targaryen wäre in den Büchern also auch ein legitimer Anwärter auf den Eisernen Thron – den er mit der Goldenen Kompanie erobern will.

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