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"Haus des Geldes": In Staffel 3 sind die paradiesischen Zeiten vorbei

Banknotendruckerei war gestern: In der neuen "Haus des Geldes"-Staffel nimmt die Truppe die spanische Zentralbank ins Visier.
Banknotendruckerei war gestern: In der neuen "Haus des Geldes"-Staffel nimmt die Truppe die spanische Zentralbank ins Visier.

Im Finale der zweiten "Haus des Geldes"-Staffel ist es den Protagonisten gerade so gelungen, mit ihrer millionenschweren Beute das Weite zu suchen. Wie geht es für den Professor, Tokio, Río und Co. weiter? Das soll Staffel 3 klären. Aber braucht es überhaupt eine weitere Season?

Bereits vor dem offiziellen Netflix-Start habe ich die ersten vier Episoden von Staffel 3 gesehen und mir einen Eindruck verschafft, was uns in den neuen "Haus des Geldes"-Folgen erwartet.

Die Story von Staffel 3

Zweieinhalb Jahre sind seit dem Überfall auf die spanische Banknotendruckerei vergangen. Die kriminelle Gruppe hat sich auf verschiedene Kontinente verteilt und genießt ein Leben in grenzenloser Freiheit. Kein Mitglied der Gang weiß, wo sich die anderen befinden.

Mit dem friedlichen Leben ist es schlagartig vorbei, als Europol ein Satellitengespräch zwischen Río (Miguel Herrán) und Tokio (Úrsula Corberó) abfängt und die Aufenthaltsorte der beiden ermittelt. Innerhalb kürzester Zeit bekommt Río auf seiner einsamen Insel Besuch von schwer bewaffneten Cops. Tokio, inzwischen in Panama angekommen, kann in letzter Sekunde vor den Ermittlern fliehen und die Beamten auf eine falsche Fährte locken.

Während Río gefangen genommen und in einem Kellerloch gefoltert wird, nutzt Tokio ihre einzige Chance: Sie ruft die Notfallnummer an und lässt sich zu einem sicheren Ort bringen. Der ist in Thailand – beim Professor (Álvaro Morte).

Dort schmieden die beiden einen Plan: Río befreien, koste es, was es wolle. Doch dafür benötigen sie die übrige Truppe. Nairobi (Alba Flores), Helsinki (Darko Peric), Denver (Jaime Lorente) und Mónica (Esther Acebo) folgen dem Ruf des Professors, denn die Familie hält immer zusammen.

Der Professor hat bereits einen Plan in petto ...

Starker Beginn, aber dann ...

Haus des Geldes
Haus des Geldes

Nach den ersten vier "Haus des Geldes"-Folgen kann ich zumindest so viel sagen: Staffel 3 fängt stark an, lässt aber leider schnell nach. Die ersten beiden Episoden bieten eine willkommene Abwechslung zu den ersten zwei Seasons und zeigen immer wieder, wie die Gruppe rund um den Professor lebt. In Rückblenden wird außerdem erzählt, wie die Gang es geschafft hat, der Polizei zu entwischen und unterzutauchen.

Staffel 3 bietet dann aber vor allem das, was wir in den beiden Seasons zuvor ausgiebig mitverfolgt haben: wie der Professor seinen Schützlingen seinen Plan näherbringt und die Umsetzung beginnt. Zudem gibt es erneut eine sehr motivierte Polizistin, die alles daransetzt, die Kriminellen dieses Mal hinter Gitter zu bringen.

Think big!

Nairobi kann die Goldbarren schon sehen ... fullscreen
Nairobi kann die Goldbarren schon sehen ...
Auch in Staffel 3 gibt es eine Polizistin, die extrem motiviert ist. fullscreen
Auch in Staffel 3 gibt es eine Polizistin, die extrem motiviert ist.
Neue Gesichter stoßen zu der kriminellen Gang. fullscreen
Neue Gesichter stoßen zu der kriminellen Gang.
Nairobi kann die Goldbarren schon sehen ...
Auch in Staffel 3 gibt es eine Polizistin, die extrem motiviert ist.
Neue Gesichter stoßen zu der kriminellen Gang.

Immerhin legt der Professor beim neuen Plan eine Schippe drauf. In Staffel 3 hat es die Gruppe nicht nur auf eine Bankdruckerei abgesehen, sondern nimmt die Zentralbank von Spanien ins Visier!

Einige Gruppenmitglieder aus der zweiten Staffel sind in den neuen Folgen jedoch nicht mehr am Leben, allen voran Berlín (Pedro Alonso), der Bruder vom Professor. Und von genau ihm stammt der Plan, die Zentralbank auszurauben. Jahre lang hat Berlín das Vorhaben durchdacht und ausgetüftelt. Das bedeutet aber auch: Der Professor hat ein großes Problem damit, dem Plan zu vertrauen. Das äußerst er mehrfach in den ersten vier "Haus des Geldes"-Episoden von Staffel 3.

Der große Coup der ersten beiden Staffeln hat in den Augen des Professors nur deshalb so wunderbar funktioniert, weil er ihn bis ins letzte Detail geplant und alle Eventualitäten mitgedacht hat. In der dritten Staffel sieht es anders aus: Er führt den Plan eines anderen aus – und hat zudem weitaus weniger Zeit für die Vorbereitung.

Fazit: Braucht es wirklich Staffel 3?

Haus des Geldes Staffel 3 fullscreen
Die Gang ruft: Mónica tauscht das Dasein als Mutter gegen einen kriminellen Ausflug ein.

Bereits nach der zweiten Staffel habe ich mich gefragt, warum "Haus des Geldes" weitergeführt wird. Eigentlich war die Story von Showrunner Álex Pina eine runde Sache und auserzählt. Bei Netflix ging die spanische Serie allerdings so durch die Decke, dass eine weitere Staffel vermutlich unausweichlich war – auch oder vor allem aus finanzieller Sicht. Wie so oft kommuniziert Netflix keine offiziellen Zahlen, doch die Zuschauerresonanz dürfte enorm gewesen sein. Im vergangenen Jahr landete "Haus des Geldes" sogar im Google-Ranking der am meisten gesuchten Serien auf Platz vier!

In meinen Augen hätte es keine weitere Staffel von "Haus des Geldes" gebraucht. Die ersten vier Episoden reichen mir aus, um zu behaupten: Die neue Season bietet nicht viel Neues, wärmt lediglich Bekanntes auf und garniert es mit einigen neuen Zutaten. Aber wer weiß, noch habe ich sechs Episoden nicht gesehen. Vielleicht erwartet mich ja ein überraschender Twist, der mich Staffel 3 mit ganz anderen Augen sehen lässt ...

Mehr als 2 von 5 Sternen vergebe ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.

Sendehinweis
Die dritte "Haus des Geldes"-Staffel steht ab dem 19. Juli auf Netflix zum Abruf bereit.

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