Infinity Steine: Herkunft, Macht & Bedeutung im Marvel-Universum

In "Guardians of the Galaxy" erklärte der Collector die Entstehung der Infinity Steine.
In "Guardians of the Galaxy" erklärte der Collector die Entstehung der Infinity Steine. (©YouTube / Nerdist 2017)
Jutta Peters Wartet noch immer auf ihren Brief aus Hogwarts. Erwägt alternativ eine Laufbahn bei den Avengers.

Ob Avengers, Guardians of the Galaxy oder Doctor Strange – alle Marvel-Helden stießen früher oder später auf die Infinity Steine und in "Avengers: Infinty War" dreht sich schließlich alles um die legendären Klunker. Doch was hat es mit damit eigentlich auf sich? Welche Macht besitzen sie und warum nehmen sie im Marvel Cinematic Universe eine so zentrale Rolle ein?

Wie viele Infinity Steine gibt es und wer sucht nach ihnen?

Bereits in "Iron Man 2" konnten aufmerksame Zuschauer eine Skizze des Tesserakts in Howard Starks Unterlagen ausmachen. In dem Würfel befand sich der sogenannte Raumstein, einer der insgesamt sechs mächtigen Infinity Steine, die das Marvel Cinematic Universe (MCU) bis heute in Aufruhr versetzen.

In "The Avengers" streckte erstmals der Superschurke Thanos seine Finger nach dem Tesserakt aus und auch die "Guardians" stellten schon in ihrem ersten Abenteuer fest, dass der Anführer der außerirdischen Chitauri und der "Vater" der Black Order die Steine unbedingt in seinen Besitz bringen möchte. In "Avengers: Infinity War" kam es schließlich zum Showdown mit Thanos.

Doch warum will Letzterer die Steine eigentlich unbedingt haben? Die schlichte Antwort: Wer alle sechs Infinity Steine im Infinity Gauntlet (eine Art Handschuh) vereinen kann, wird zum mächtigsten Wesen im Universum – unbesiegbar und mit unbegrenzten Kräften ausgestattet.

Josh Brolin spielt Thanos
Als Thanos will Josh Brolin den mächtigen Infinity Gauntlet vervollständigen.

Was sind Infinity Steine?

Der Grund für diese unermessliche Macht der Steine liegt in ihrer Herkunft. Noch vor der Entstehung des Universums gab es sechs Singularitäten, die jeweils einen Aspekt des sich entwickelnden Universums begründeten und in magischen Steinen Form annahmen: Raum, Zeit, Gedanken, Realität, Macht und die Seelen. Jede der Steine verfügt über eine entsprechende besondere Fähigkeit, die allerdings nur von höheren Lebewesen genutzt werden kann. Nimmt ein schwächeres Wesen einen der Infinity Steine an sich, führt dies häufig zur Vernichtung des unwürdigen Trägers, wie "Guardians of the Galaxy" eindrucksvoll in einer der Schlussszenen bewies.

Wo sind die Infinity Steine und was ist ihre jeweilige Macht?

Lange waren nur die Aufenthaltsorte von fünf der sechs Steine bekannt. Mittlerweile sind sie alle im MCU aufgetaucht. Dazu zählen:

  • Der Raumstein: Er verbirgt sich im Tesserakt, der sich vor in "Infinity War" in Asgard befindet, und kann Portale durch den Raum öffnen. Zudem birgt er eine starke Energie, die auch zur Waffe umfunktioniert werden kann. Zum ersten Mal konnten Kinogänger seine Kraft 2011 in "The Avengers" bewundern.
  • Der Realitätsstein: Dabei handelt es sich eigentlich um eine Flüssigkeit, den sogenannten Äther, der Materie in Dunkle Materie wandeln kann. Diesen "Stein" kennen Marvel-Fans aus dem Sequel "Thor: The Dark Kingdom", in dem der Äther letztlich dem Collector zur Aufbewahrung übergeben wird.
  • Der Zeitstein: Er befindet sich lange im Auge von Agamotto, der Halskette, die Doctor Strange in seinem Solofilm anlegt. Mit seiner Hilfe kann der Träger in der Zeit sowohl vor, als auch zurückreisen, diese anhalten oder eine Zeitschleife entstehen lassen.
  • Der Stein der Macht: Dieser wird zunächst vom Orb, einer Art Schutzhülle, umschlossen. Die Energie des legendären Kerns kann ganze Völker auslöschen und Superkräfte enorm verstärken. Diese Macht gaben Star-Lord und seine Kumpane in "Guardians of the Galaxy" in die Obhut des Nova Corps.
  • Der Gedankenstein: Er war zunächst Teil von Lokis Zepter, das dieser in "The Avengers" von Thanos höchstpersönlich erhielt. In "Avengers: Age of Ultron" nahm der Stein dann seinen Platz auf Visions Stirn ein. Mit seiner Hilfe konnte der neue Held den Geist von Lebewesen kontrollieren und mittels Visionen in die Zukunft blicken.
Collector mit Orb in Guardians of the Galaxy
Im Orb verbarg sich der Powerstone, auch bekannt als Stein der Macht.

Einzig der Seelenstein hatte vor "Avengers: Infinity War" noch keinen Auftritt in den Marvel-Filmen. Eine beliebte Fan-Theorie vermutete diesen in der Rüstung Heimdalls, dem Wächter von Asgard. Dessen auffällig orangefarbene Augen schienen auf den gleichfarbigen Stein hinzudeuten. Zudem besaß der Bewacher der Regenbogenbrücke zu Odins Reich die Kraft, jede Seele im Universum zu beobachten. Als ebenfalls möglicher Besitzer des Steins kam für die Anhänger allerdings auch Thor-Rivalin Hela infrage. Wie sonst hätte die rachsüchtige Göttin die Kraft haben sollen, Thors Hammer zu zerstören?

Allerdings stellten sich letztlich beide dieser Theorien als falsch heraus. In "Avengers: Infinity War" enthüllte Guardians-Mitglied Gamora, dass ihr der Aufenthaltsort des Seelensteins längst bekannt war. Er befand sich auf dem Planeten Vormir, wo Thanos ein großes persönliches Opfer bringen musste, um an den bislang verschollenen Infinity Stein zu gelangen ...

Leider kein Easter-Egg: Die Aufenthaltsorte der Infinity Steine

Dabei hätte sowohl die Heimdall- als auch die Hela-Theorie so schön gepasst: Aufmerksame Fans entdeckten nämlich, dass die Anfangsbuchstaben der bisherigen Aufenthaltsorte bzw. alternativen Formen der Infinity Steine zusammen das Wort "Thanos" zu formen schienen. Einzig das "H" fehlte ihnen noch. Die restlichen Buchstaben ergeben sich im Englischen aus den Worten: Tesseract, Aether, Necklace, Orb, Scepter. Mit nur einem Fingerschnipsen wurden diese Hoffnungen der Fans auf ein Easter Egg jedoch enttäuscht: Das Wortspiel fiel dem größeren Plan von Marvel-Produzent Kevin Feige zum Opfer.

Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Primetime

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben