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Lautsprecherkabel clever verlegen: So sieht's keiner

Das perfekte Heimkino: Schön symmetrisch – und ohne jede Spur von hässlichen Kabeln.
Das perfekte Heimkino: Schön symmetrisch – und ohne jede Spur von hässlichen Kabeln. (©thinkstock.com/archideaphoto 2015)

Selbst das schickste 5.1-Surround-Heimkino und die stylishste Stereoanlage wirken chaotisch, wenn links und rechts Kabelsalat zu sehen ist. Hier sind vier Ideen, wie Du störende Kabel clever verstecken kannst.

1. Lautsprecherkabel unter den Teppich kehren

Ein großer, schwerer Teppich im Raum ist ein gutes Versteck für lange Kabel. Wenn der Teppich den Großteil des Bodens bedeckt, können Kabel darunter sogar unbemerkt quer durchs Zimmer verlegt werden. Für Lautsprecher gibt es spezielle Flachkabel, die – der Name sagt es – extra flach sind und daher unterm Teppich überhaupt nicht auffallen. Aber Vorsicht: An Stellen ohne Teppich werden die so verlegten Kabel zur gefährlichen Stolperfalle. Hier können flache Kabelkanäle Abhilfe schaffen, die Du am Boden festklebst. Auch lassen sich mehrere Kabel so geordnet bündeln.

2. Möbel zum Verbergen

Ähnlich wie ein Teppich verdecken auch Möbelstücke relativ unkompliziert an der Wand verlegte Kabel. Am besten fixierst Du sie hier mit Kabelbinder, Klebeband oder sogenannten Schellen, die einfach mit Hammer und Nagel in die Wand geschlagen werden.

3. Kabel hinter der Fußleiste verlegen

Fußleisten sind das ideale Versteck für Kabel, die an der Wand entlang durch den Raum verlegt werden sollen. Viele Fußleisten verfügen über einen Kabelkanal, in dem schmale und flache Lautsprecherkabel oder Netzwerkkabel oft problemlos Platz finden. Für dickere Kabel oder Kabelstränge reicht diese Lösung aber möglicherweise nicht aus.

4. Kabelkanäle bieten Designmöglichkeiten

Kabelkanäle sind aufklappbare Kunststoffrohre, die an die Wände geklebt oder geschraubt werden und den Kabelsalat in geordnete Bahnen lenken. Vorteil: Was sich normalerweise querbeet durch den Raum schlängeln würde, läuft im Idealfall hübsch geordnet in rechten Winkeln an der Wand entlang. Nachteil: Je nach Anzahl und Anbringung sind auch wandfarbene Kunststoffrohre nicht unbedingt schöner als Kabel und sehen schnell sehr technisch aus. Allerdings kann man die Kanäle auch als Gestaltungselement nutzen und sie zum Beispiel mit LED-Streifen zur stimmigen indirekten Ambient-Beleuchtung aufpeppen.

5. Für Profis: Kabel unter Putz verlegen

Eine dauerhafte und saubere Lösung ist das Verlegen der Lautsprecherkabel unter Putz und Tapete. Die Kabel verschwinden hier völlig, allerdings solltest Du Dir vorher ausführlich Gedanken darüber machen, welche Kabel wohin verlegt werden sollen, denn hinterher lässt sich daran wenig verändern. Generell ist diese Methode ungleich aufwendiger als die oben genannten Tipps und erfordert fortgeschrittene Handwerkerkenntnisse.

Beim Kabelverlegen unter Putz fräst der Handwerker zuerst einen Kanal, in dem die Kabel verlegt werden. Anschließend wird alles mit Putz verschlossen und überstrichen oder tapeziert. Extraflache Lautsprecherkabel passen manchmal auch hinter die Tapete, ohne dass dafür der Putz aufgebrochen werden muss. Wenn Du planst, neu zu tapezieren, dann kannst Du dieses Projekt damit wunderbar verbinden. Weniger staubig, aber im Bau ähnlich aufwendig: eine Vorsatzwand, die vor die eigentliche Wand gesetzt wird und hinter der alle Kabel verschwinden.

Zusammenfassung

  1. Eine der simpelsten Methoden, um Lautsprecherkabel geschickt zu verbergen, ist das Verlegen unter dem Teppich. Hier empfehlen sich besondere Flachkabel. An der Wand verschwinden Kabel leicht hinter Möbeln, sollten dabei aber ordentlich fixiert werden.
  2. Lautsprecherkabel bis zu einer bestimmten Dicke finden leicht Platz in Fußleisten.
  3. Kabelkanäle organisieren größere Kabelstränge. Sie bieten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für Hobby-Raumdesigner.
  4. Handwerkerprofis und fest Entschlossene verlegen ihre Hi-Fi-Kabel direkt in der Wand, hinter dem Putz, unter der Tapete oder hinter einer vor die eigentliche Wand gesetzten Vorsatzwand.

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