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Reinigung von Vinyl einfach gemacht: So geht's!

Fast wie neu: Wer Vinyl richtig pflegt, wird mit tollem Klang belohnt.
Fast wie neu: Wer Vinyl richtig pflegt, wird mit tollem Klang belohnt. (©pexels/unsplash 2016)

Weg mit dem Dreck! Glänzendes Vinyl sieht nicht nur schick aus, sondern macht meist auch klanglich viel mehr her. Wenn die Nadel des Plattenspielers weniger Schmutz abkriegt, springt sie nicht über jedes Staubkorn und belohnt den fleißigen Putzteufel mit sattem Sound. 

Professionelle Geräte für die Reinigung von Vinyl gibt es zwar wie Sand am Meer, aber auch einfache Haushaltsmittel können dabei helfen, das schwarze Gold in Schuss zu halten. Einfach und schnell soll die Reinigung ablaufen. Dabei vergiss bitte nicht, die Platte so wenig wie möglich mit den Händen zu berühren. Unbedingt verzichten solltest Du auch auf Leitungswasser. Das hinterlässt lediglich Kalkflecken auf der Schallplatte und macht sie damit über kurz oder lang unbrauchbar. Los gehts!

Schritt 1: Trockenreinigung von Vinyl

Bevor es so richtig losgeht, solltest Du eine Kohlefaserbürste zur Hand nehmen und die Schallplatte einmal damit abstauben. Das geht am Besten, indem Du mit langsamen Kreisbewegungen über das Vinyl gehst, denn so erreichst Du die Rillen im Material am Besten. Dabei ist es ganz wichtig Vorsicht walten zu lassen und nicht zu fest aufzudrücken.

Diesen Schritt kannst Du immer wiederholen, bevor Du eine Schallplatte abspielen möchtest. Dann hast Du auch Ruhe vor lästigem Hintergrundrauschen. Noch einfacher geht es, wenn sich die Platte auf dem Plattenteller ohnehin schon dreht. Dann musst Du die Bürste einfach nur vorsichtig darüber halten und der Plattenspieler erledigt für Dich den Rest der Arbeit.

Schritt 2: Schallplatte mit Reinigungsflüssigkeit säubern

Nach der Trockenreinigung sollte bereits der gröbste Dreck verschwunden sein. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen, insbesondere von älteren Exemplaren, hilft aber nur eine Spezialbehandlung.

Dafür brauchst Du zunächst eine geeignete Reinigungsflüssigkeit, die Du ganz einfach selbst zusammenmischen kannst: Sie besteht aus zwei Dritteln destilliertem Wasser und einem Drittel Isopropanol. Das Wasser ist in jedem Drogeriemarkt erhältlich, Isopropanol gibt es in jeder Apotheke. Alternativ ist es aber auch möglich, an Stelle von Isopropanol einen Tropfen Spülmittel in den Mix zu geben. Dann solltest Du aber darauf achten, dass in diesem keine Hautpflegesubstanzen wie Öl oder Lanolin zu finden sind.

Als nächstes kannst Du nun die Platten in die Flüssigkeit eintauchen oder mit Hilfe einer Sprühflasche damit anfeuchten. Bei beiden Methoden solltest Du darauf achten das Label in der Mitte der Schallplatte auszusparen. Schließlich soll es sich ja nicht durch die Feuchtigkeit ablösen oder wellen.

Das Gemisch kann dann einige Minuten auf dem Vinyl einwirken und anschließend mit einem einfachen Küchentuch aufgesaugt werden. Wenn Du die Schallplatten anschließend noch mit einem Mikrofasertuch behandelst – natürlich auch hier wieder die kreisende Bewegungen nicht vergessen – ist die Reinigungszeremonie fast schon abgeschlossen. Die Geschirrablage eignet sich übrigens mit etwas Vorsicht hervorragend dazu, die Schallplatten abtropfen und trocknen zu lassen.

Maschinelle Reinigung

Klar, jede Schallplatte einzeln zu putzen nimmt viel Zeit in Anspruch. Gerade bei großen Sammlungen kann das ganz schön umfangreich werden. Da lohnt sich oft eine sogenannte Plattenwaschmaschine. In diese musst Du dann die Schallplatten nur noch einlegen und die Maschine erledigt den Rest. Das ist auf jeden Fall einfacher und schneller als die Reinigung per Hand, aber eben auch deutlich kostspieliger. Die Maschinen gehen nämlich ganz schön ins Geld und fangen preislich bei rund 400 Euro an. Mehr dafür auszugeben, ist aber – wie so oft – auch kein Problem: Dabei im vierstelligen Bereich zu enden, geht ganz schnell.

 

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