"Star Trek: Discovery" erklärt: Alles Wichtige über die Klingonen

Nicht nur das Aussehen der Klingonen ist in "Star Trek: Discovery" (mal wieder) anders.
Nicht nur das Aussehen der Klingonen ist in "Star Trek: Discovery" (mal wieder) anders. (©Jan Thijs/Netflix 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

In "Star Trek: Discovery" dreht sich alles um den Krieg gegen die Klingonen. Die kampflustige Rasse sorgt für schwere Verluste in den Reihen der Sternenflotte und auch im restlichen "Star Trek"-Kanon verursachen die Klingonen seit Jahrzehnten regelmäßig Ärger.

Spannend für viele Fans: Das Aussehen der Klingonen hat sich nach einem Redesign in "Discovery" einmal mehr stark verändert. Alle wichtigen Infos zum neuen Look und der Besetzung sowie zu den Schiffen der Klingonen in "Star Trek: Discovery" findest Du hier.

Achtung, Spoiler!
Um Dir alle wichtigen Infos zu den Klingonen in "Star Trek: Discovery" bieten zu können, kommen wir um einige Spoiler zu Staffel 1 leider nicht herum. Du liest also auf eigene Gefahr weiter.

Das Aussehen der Klingonen: "Star Trek: Discovery" vs. "Star Trek"-Kanon

Das Aussehen der Klingonen hat sich in über 50 Jahren Franchise-Geschichte gleich mehrfach verändert – angefangen bei einem relativ menschenähnlichen Äußeren mit bronzefarbener Haut. Es folgte die Einführung des lange charakteristischen Stirnkamms mit wilder Haarpracht bis hin zur ersten Rundumerneuerung in J.J. Abrams "Star Trek"-Film, "Into Darkness" (2013). Dort mussten die Aliens ihre wilde Haartracht endgültig lassen und kamen ab sofort quasi ohne jede Kopfbehaarung daher.

Noch krasser waren allerdings die Änderungen, die die Macher der neuen Netflix-Serie "Star Trek: Discovery" am Aussehen der Klingonen vornahmen. Noch vor der Ausstrahlung der ersten Folge sorgte das Redesign bereits für heftige Debatten unter den Fans des Franchise. Die früher bekannte, eher bronzefarben Hautfarbe, wurde beispielsweise durch einen sehr dunklen Lilaton ersetzt. Auch Rosaabstufungen finden sich jetzt unter den Vertretern der Spezies.

Der relativ hohe knochige Stirnkamm ist ebenfalls mehr oder weniger verschwunden. Stattdessen zeichnen sich die Schädel der Klingonen jetzt meist durch eher breite und um den gesamten Kopf laufende Verknöcherungen aus. Insgesamt wirkt das Aussehen der "neuen" "Star Trek"-Klingonen in "Discovery" durch das Redesign deutlich reptilienartiger. Selbst die Kleidung wurde völlig neu entworfen, mit mehr Zacken ausgestattet und alles in allem rüstungsartiger gestaltet.

Diese Schauspieler sind in "Star Trek: Discovery" als Klingonen zu sehen

Trotz großartigem Make-up sind die Klingonen in "Star Trek: Discovery" natürlich nur so gut, wie die Schauspieler, die sich hinter den Masken verbergen. Dass es dafür nicht unbedingt nur große Namen braucht, hat Netflix mit der Besetzung der folgenden "Star Trek"-Klingonen bewiesen.

T'Kuvma: Chris Obi

Obwohl es in "Star Trek: Discovery" durchaus einige Klingonen zu bewundern gibt, sind nur wenige von ihnen namentlich bekannt. Allen voran natürlich Anführer T'Kuvma, der die Wiedervereinigung der 24 klingonischen Häuser herbeiführen will – indem er einen Krieg gegen die Föderation anzettelt. Der britisch-nigerianische Schauspieler Chris Obi ist unter anderem aus "American Gods" und "Ghost in the Shell" bekannt.

Kol: Kenneth Mitchell

Kol stellt stellt sich in Staffel 1 der neuen "Star Trek"-Serie gegen T'Kuvma. Der Klingone aus dem Haus Kor hält nichts von den Plänen des von seinen Anhängern gefeierten Oberhauptes des gleichnamigen Hauses. Sein Darsteller, der Kanadier Kenneth Mitchell, war zuvor bereits unter anderem in "Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits" zu sehen.

Voq: Shazad Latif

Ganz anders sieht das mit Voq aus. Der Albino-Klingone gehört – einst ein Ausgestoßener – zu den glühendsten Anhängern T'Kuvmas und tut nach dessen Tod alles dafür, die Lehren und Ziele seines Meisters aufrechtzuerhalten. Dafür schreckt die Figur nicht mal davor zurück, sich sprichwörtlich die Haut abziehen zu lassen.

Schauspieler Shazad Latif aus London ist zu diesem Zweck in Staffel 1 von "Star Trek: Discovery" in einer Doppelrolle zu bewundern: Als Klingone Voq und als Sternenflotten-Offizier Lieutenant Ash Tyler. Ein Engagement, mit dem er bereits Erfahrung hat. In der Horrorserie "Penny Dreadful" ist Latif als Dr. Henry Jekyll zu sehen – der bekanntlich ebenfalls über ein "Alter Ego" verfügt.

L'Rell: Mary Chieffo

Auch eine klingonische Frau hat in "Star Trek: Discovery" für Aufsehen gesorgt: L'Rell aus den Häusern T'Kuvma und Mo'Kai. Die mit Schauspielerin Mary Chieffo besetzte Figur gehört wie Voq zu den ergebendsten Anhängern T'Kuvmas und schwört später auch Voq die Treue. Chieffo war zuvor eher in kleineren Parts, etwa in der Comedyserie "The Mindy Project", zu sehen.

Dennas: Clare McConnell

L'Rell ist aber nicht die einzige Frau in den Reihen der Klingonen, die in Staffel 1 von "Discovery" von Bedeutung ist. Auch Dennas aus dem Haus D'Ghor spielt im Verlauf der Serie eine wichtige Rolle und ist nicht nur an der Rebellion gegen Voq, sondern auch an der Gefangennahme von Admiral Katrina Cornwell (Jayne Brook) maßgeblich beteiligt. Für Schauspielerin Clare McConnell aus Kanada ist der Part in "Star Trek: Discovery" die erste größere Rolle.

Ujilli: Damon Runyan

Unterstützung bei ihrer Verschwörung erhält Dennas von Ujilli aus dem Haus Mo'Kai. Der Klingone wird vom kanadischen Schauspieler Damon Runyan verkörpert, der bisher unter anderem für "Gangland Undercover" vor der Kamera stand.

Die Raumschiffe der Klingonen

Wie die meisten Alien-Rassen in "Star Trek" verfügen natürlich auch die Klingonen über die verschiedensten Raumschiffe. Der Großteil der Schiffe der klingonischen Flotte ist auf den Kampfeinsatz ausgerichtet und zeichnet sich durch erhöhte Schlagkraft aus. Eine besonders wichtige Eigenheit liegt in der Tarnvorrichtung, die die meisten Schiffe der Klingonen in "Star Trek" für andere Raumschiffe unsichtbar macht. Auch die Sensoren anderer Raumkreuzer können ein getarntes klingonisches Schiff nicht orten.

In "Star Trek: Discovery" sorgt die von T'Kuvma wiederentdeckte Tarntechnologie für einen entscheidenden Kriegsvorteil der Klingonen. Erst als es der Besatzung der U.S.S. Discovery mithilfe von Daten aus dem Inneren des Schiffs der Toten gelingt, die eigenen Sensoren an die Tarntechnik des Klingonen-Schiffs anzupassen, ist die Sternenflotte in der Lage, effektiv zum Gegenschlag auszuholen.

Bonus: Woher kommen die Klingonen?

Die kriegerischen Klingonen hatten ihren ersten Auftritt im Jahr 1967, in Folge 26 von Staffel 1 der ursprünglichen "Star Trek"-Serie "Raumschiff Enterprise". Seitdem sorgen sie mit schöner Regelmäßigkeit für Ärger im Föderationsraum. Das dürfte unter anderem an der temperamentvollen und leicht reizbaren Art der Klingonen liegen. Auch kommt es regelmäßig aufgrund von territorialen Streitigkeiten zu Angriffen.

So denn auch in "Star Trek: Discovery", wo T'Kuvma und seine Anhänger (allen voran Voq) den Krieg gegen die Föderation absichtlich auslösen, um die zerstrittenen klingonischen Häuser gegen einen gemeinsamen Feind zu vereinen.

Waren die Klingonen in früheren Versionen von "Star Trek" noch sehr auf Ehre bedacht, wird dieses Prinzip in "Discovery" nicht ganz so streng genommen. So schrecken verschiedene Angehörige angeblich verbündeter Häuser etwa nicht vor gegenseitigem Verrat zurück, wenn es zu ihrem eigenen Vorteil ist.

Zusammenfassung

  • Die Klingonen sind eine kriegerische Alien-Rasse in "Star Trek"
  • Das Aussehen der Klingonen hat sich seit ihrem ersten Auftauchen in "Star Trek" mehrfach verändert und unterscheidet sich in "Discovery" inzwischen deutlich vom ursprünglichen Original-Kanon
  • Die Schiffe der klingonischen Raumflotte sind in "Star Trek" vor allem für kriegerische Zwecke gedacht und verfügen über eine Tarnvorrichtung

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