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"Alien: Covenant"-Kritik: Ridley Scott bringt den Horror zurück

In "Alien: Covenant" erfahren die Horror-Fans endlich, wer die Monster erschaffen hat.
In "Alien: Covenant" erfahren die Horror-Fans endlich, wer die Monster erschaffen hat.

Als "Prometheus" 2012 in die Kinos kam, waren viele Fans enttäuscht. Zu weit entfernt war die Story vom ursprünglichen "Alien"-Franchise. Warum "Alien: Covenant", der neueste Teil der Serie, alles wieder mehr als gut macht, liest Du in unserer Filmkritik.

Auch ein Garten Eden kann die Hölle sein: Die Story

Das Kolonisationsraumschiff "Covenant" befindet sich auf einer jahrelangen Reise zum Planeten Origae-6. Wie es Expeditionen durch die Tiefen des Weltraums aber nun mal so an sich haben, verläuft auch diese nicht nach Plan. Nach einem folgenschweren Unfall mit den Kryokapseln ist die Crew der "Covenant" gezwungen, zu improvisieren. Um die mehr als 2000 immer noch im Kälteschlaf befindlichen Kolonisten an Bord zu schützen, beschließt die Besatzung, einem mysteriösen Notruf nachzugehen, der ihnen die Position eines bisher unbekannten, erdähnlichen Planeten offenbart. Im Gegensatz zu Origae-6 befindet sich dieser in unmittelbarer Entfernung. Allerdings wird der Crew schnell klar, dass es sich dabei nicht gerade um den Garten Eden handelt, den sie sich erhofft hatten ...

Szenenbild "Alien: Covenant" fullscreen
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Rückkehr zu den Horrorwurzeln

Da ist es wieder, dieses ganz spezielle "Alien"-Feeling: Schon als sich der leinwandbreite Titelschriftzug eine gefühlte Ewigkeit lang aufbaut, erinnert vieles an den Originalfilm aus dem Jahr 1979. Während "Prometheus" mehr Science-Fiction als Horror war, legt sich über "Alien: Covenant" von Beginn an eine dunkle, bedrohliche Atmosphäre, die sich ohne viele Umwege in beinharten Sci-Fi-Horror verwandelt. Und ja, auch die Oldschool-Xenomorphen sind wieder mit von der Partie – inklusive der allseits beliebten Facehugger.

Das Erstaunliche dabei: Nach mittlerweile insgesamt fünf Vorgängerfilmen (ohne die beiden "Alien vs. Predator Crossovers", die Regisseur Ridley Scott übrigens für keine gute Idee hielt) dürfte jedem das Prinzip der "Alien"-Reihe klar sein: Albtraumhafte Monster nisten sich im menschlichen Körper ein, zerfetzen den Wirt und töten alles, was ihnen vor die Beißerchen kommt. Obwohl man eigentlich genau weiß, was passieren wird, ist "Alien: Covenant" (endlich) wieder einer der Filme, bei dem sich Kinogänger vor Spannung an die Armlehnen ihre Sitze krallen. "Alien: Covenant" bietet einen blutigen Schockmoment nach dem anderen.

Ein wenig "Das kenn ich doch" und viel "Whaaaaaaaat?!?"

Ohne an dieser Stelle Spoiler-Alarm auszulösen: Auch die Story erinnert in wichtigen Eckpunkten an das mittlerweile fast 40 Jahre (!) alte Original. Das zu kritisieren, wäre allerdings mehr als kleinlich, denn "Alien: Covenant" leistet etwas, was Ridley Scott besonders am Herzen lag und viele Fans in Entzückung versetzen wird. Es klärt die wichtigen Fragen, wie die nach dem Ursprung des Monsters – und dem Warum. Auch wenn man sich also stellenweise denkt: "Das kommt mir jetzt irgendwie bekannt vor", überwiegt das Überraschungsmoment der Enthüllungen doch bei Weitem.

Michael Fassbender gleich doppelt gut

Schauspielerisch überzeugt vor allem Michael Fassbender, den wir in einer Doppelrolle zu sehen bekommen. Die beiden Androiden David und Walter gleichen sich äußerlich dementsprechend wie ein Ei dem anderen. Trotzdem schafft es der deutsch-irische Hollywoodstar auf subtile Weise, beiden so viel Persönlichkeit einzuhauchen, dass man sie jederzeit unterscheiden kann – wenn Du den Film siehst, wirst Du wissen, was wir meinen ...

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"Alien: Covenant": Fazit

Regisseur Ridley Scott schafft es tatsächlich, die alte Horrormagie des Originals wiederzubeleben. "Alien: Covenant" bleibt von der ersten bis zur letzten Sekunde unfassbar spannend und kommt mit für das Franchise bahnbrechenden Enthüllungen um die Ecke. Da verzeiht man dem Film sogar, dass er sich bei der Story stellenweise schamlos am Original aus dem Jahr 1979 bedient.

TURN ON-Wertung: 4/5

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