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"Kong: Skull Island": Das imposante Remake in unserer Filmkritik

Bei Eindringlingen auf seiner Insel versteht King Kong keinen Spaß!
Bei Eindringlingen auf seiner Insel versteht King Kong keinen Spaß!

"Kong: Skull Island" ist nach "Godzilla" (2014) der zweite Film aus der "MonsterVerse"-Reihe von Warner Bros. und Legendary Entertainment. Ob die Neuverfilmung dem kultigen Affenmonster neuen Glanz verleihen kann, liest Du in unserer Filmkritik.

Expedition ins Ungewisse: Die Story

Wir schreiben das Jahr 1973. Mitten in den Wirren des endenden Vietnamkriegs wittert Forscher Bill Randa (John Goodman) seine Chance und boxt bei einem Freund im Senat eine riskante Kartografieexpedition durch, um eines der letzten unerforschten Fleckchen Erde auf unserem Planeten zu erkunden: Skull Island. Die von einem rätselhaften Wetterphänomen abgeschirmte Insel ist vollkommen von der Zivilisation abgeschnitten. Schnell stellt Randa ein buntes Team zusammen: Vietnamveteran Lieutenant Colonel Packard (Samuel L. Jackson), Jäger und Spurenleser James Conrad (Tom Hiddleston) und Journalistin Mason Weaver (Brie Larson) sollen ihm bei der Erkundung der Insel helfen. Doch schon kurz nach der Ankunft müssen sie erkennen, dass Randa bezüglich seiner Motive nicht ganz ehrlich zu ihnen war ...

Imposanter Realismus

"Verdammt, ist das ein garstiges Riesenmonster von einem Affen!", möchte man kreischen, wenn man den wohl berühmtesten Gorilla aller Zeiten in "Kong: Skull Island" erblickt. Natürlich weiß jedes Kind, dass King Kong riesig ist. Aber was Regisseur Jordan Vogt-Roberts da für eine Kreatur auf die Leinwand gebracht hat, ist schon ziemlich imposant. Immerhin durfte er bei seinem erst dritten Film mit einem Budget von 185 Millionen US-Dollar auch gleich voll in den Special-Effects-Honigtopf greifen. Und es sind gut investierte Dollars: Noch nie in der Geschichte des "King Kong"-Franchise wirkte König Kong so real und Furcht einflößend.

Groß, größer, King Kong: So groß wie in "Kong: Skull Island" war der Riesengorilla noch nie. fullscreen
Groß, größer, King Kong: So groß wie in "Kong: Skull Island" war der Riesengorilla noch nie.

"Jurassic World" trifft "Apocalypse Now"

Die Story hingegen ist erwartungsgemäß eher dünn. Das Drehbuch krankt an zu vielen Protagonisten, die sich gegenseitig den Raum nehmen, sodass man als Zuschauer zu keinem eine wirklich emotionale Bindung aufbauen kann. Aber das ist ein Manko, mit dem man durchaus leben kann: "Kong: Skull Island" ist lupenreines Blockbusterkino und entschädigt seine Zuschauer mit ordentlich "Bumm-Bumm", viel "Wow" und einer Prise "Was zur Hölle?!". Neben Kong sorgen jede Menge andere Megakreaturen für echte Überraschungsmomente. Die Welt von Skull Island wirkt bedrohlich und doch wunderschön. Das Setting erinnert dabei an eine Mischung aus "Jurassic World" (2015) und Vietnam-Kriegsfilmen. Insbesondere auf letzteres Element haben die Macher offensichtlich besonders viel Wert gelegt – nicht umsonst erinnert das Filmplakat an den Kultfilm "Apocalypse Now" (1979) von Francis Ford Coppola.

Der perfekte Entertainment-Snack für zwischendurch

Die durch die Bank hochkarätige Starbesetzung bleibt zwar unter ihren schauspielerischen Möglichkeiten, bietet aber mit ihrer ganzen Routine dennoch eine überzeugende Darstellung, die dem Genre vollkommen angemessen ist. Die Dialoge sind knackig geschrieben, versuchen aber vergeblich, hier und da überraschend tiefschürfende Themen anzureißen. Angesichts des hohen Erzähltempos und der auf Krawall gebürsteten Monsterkreaturen hinter jeder Ecke bleibt für tiefgründige Gedankenspiele schlicht keine Zeit. So bleibt "Kong: Skull Island" ein extrem kurzweiliges und spannendes Vergnügen für den schnellen Filmsnack zwischendurch – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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"Kong: Skull Island": Fazit

"Kong: Skull Island" schafft es tatsächlich, König Kong zu neuem Leben zu erwecken. Die Special Effects sind atemberaubend realistisch und machen Skull Island samt seiner Kreaturen zu einer überzeugenden Fantasiewelt, die gleichermaßen an "Jurassic World" und "Apocalypse Now" erinnert. Dank des hohen Unterhaltungswerts verzeiht man dem Film auch seine offensichtlichen Schwächen in puncto Story.

TURN ON-Filmwertung: 3,5/5

Kong: Skull Island
Kong: Skull Island
  • Datenblatt
  • Originaltitel
    Kong: Skull Island
  • Produktionsland/-jahr
    USA 2017
  • Genre
    Action, Abenteuer, Fantasy
  • Besetzung
    Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson
  • Regie
    Jordan Vogt-Roberts
  • Kinostart (D)
    09.03.2017
TURN ON Score:
3,5von 5
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