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Recap

"The Mandalorian": Recap zu Folge 1 – Der Mando legt endlich los!

Mandalorian
Willkommen! "The Mandalorian" und Disney+ starten in Deutschland.

Die erste "Star Wars"-Realserie "The Mandalorian" ist in Deutschland gestartet. In unserem Recap zu Folge 1 bekommst Du alle Hintergründe und Details zum großartigen Sci-Fi-Western bei Disney+.

"The Mandalorian", Staffel 1, Episode 1: Das ist passiert

TL;DR: Die Folge in einem Satz

Ein exzellenter Kopfgeldjäger aus der Spezies der Mandalorianer kämpft sich durch die Galaxis, um ein besonders wertvolles Ziel zu finden – ein Kind aus der Spezies von Jedi-Meister Yoda.

"The Mandalorian" spielt fünf Jahre nach den Ereignissen von "Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Das galaktische Imperium ist besiegt, der Neuaufbau der Republik hat begonnen.

Der Mandalorianer (Pablo Pascal, "Triple Frontier"), intergalaktischer Kopfgeldjäger und Protagonist der Serie, bekommt von seinem Auftraggeber Greef Karga (Action-Ikone Carl Weathers!) seinen bisher härtesten Job: Ein geheimnisvoller älterer Mann (Werner Herzog), der Verbindungen zum früheren Imperium hat, ist auf der Suche nach einem anscheinend extrem wertvollen Ziel.

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Werner Herzog spielt Werner Herzog ... Pardon, den mysteriösen Auftraggeber.

Der Kopfgeldjäger reist mit seinem Raumschiff, der Razor Crest, zum Wüstenplaneten Arvala-7. Dort ist das Zielobjekt zu finden. Der Mandalorianer trifft auf Kuiil (im englischen Original gesprochen von Kultschauspieler Nick Nolte aus "Warrior"), einen Einsiedler aus der Spezies der schweineähnlichen Humanoiden Ugnaught. Auf einem Blurrg-Riesenreptil reiten der Mandalorianer und Kuiil zum Feldlager, in dem sich das Zielobjekt befinden soll.

Das Lager wird von unzähligen Wachen der reptilartigen Nikto-Spezies bewacht. Der Mandalorianer beobachtet, wie ein weiterer Kopfgeldjäger, ein Droide namens IG-11, zahlreiche Wachen aus dem Weg räumt – IG-11 ist ganz offensichtlich auf der Jagd nach demselben Zielobjekt. Der Mandalorianer gibt sich IG-11 gegenüber als Kollege zu erkennen, als Mitglied der intergalaktischen Kopfgeldjäger-Gilde.

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Starkes Team: IG-11 und der Mandalorianer.

Zusammen bahnen sich der Mandalorianer und IG-11 ihren Weg zum Zielobjekt. Dieses stellt sich als Kind der Spezies des früheren Jedi-Großmeisters Yoda heraus. Als IG-11 das Kind töten will, schreitet der Mandalorianer ein und erschießt den Droiden.

Das ist wirklich passiert

Das oben Beschriebene war die oberflächliche Handlung der ersten Folge von "The Mandalorian". Aber die Exklusivserie von Disney+ ist mehr: ein Hinweis auf die Zukunft von "Star Wars". "The Mandalorian" zeigt in dieser ersten Folge, dass das Franchise noch immer voller großartiger Geschichten steckt. Insbesondere nach der chaotischen Sequel-Trilogie um Rey und Kylo ist das ein tolles Zeichen an Fans wie mich. Wer hätte gedacht, dass die größte Marke der Popkultur nicht von epochalen Blockbustern, sondern von einer vergleichsweise kleinen Streamingserie in die neue Dekade geführt werden würde?

Die Serie von Jon Favreau ("Iron Man") kehrt zu den Wurzeln von "Star Wars" zurück. Sie spielt nach dem Untergang des Imperiums von Darth Vader und dem Imperator. Die siegreiche Allianz der Rebellen kämpft damit, eine funktionierende Republik aufzubauen. Viele Welten sind noch in Nachkriegswirren verhaftet, speziell die abgelegenen, die der Mandalorianer in der ersten Folge bereist.

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Die Welt in "The Mandalorian" ist staubig, heruntergekommen, gefährlich.

Setting und Atmosphäre erinnern wegen der Zeit, in der "The Mandalorian" spielt, sehr an die Original-Trilogie. Serienschöpfer Favreau und der Regisseur der ersten Episode, Dave Filoni ("Star Wars: The Clone Wars"), haben die Stimmung perfekt eingefangen, von den düsteren Welten bis zu den verschiedenen Spezies, die auftreten. "The Mandalorian" driftet aber nie in reinen Fanservice und plumpe Nostalgie ab. Alle Referenzen an die Saga, auch die ganz obskuren, ergeben im Kontext der Story Sinn. Schau dazu auch in die unten stehende Liste mit den drei besten Referenzen aus der ersten Folge.

Nur ganz selten schießen die Macher mit ihren Verweisen an die "Star Wars"-Geschichte übers Ziel hinaus. Etwa wenn der "Mando" gleich zu Beginn der Folge seine erste Zielperson in Karbonit einfriert. Und wir dann sehen, dass das anscheinend Standard unter Kopfgeldjägern ist. Die ganze Geschichte mit dem Karbonit war in "Das Imperium schlägt zurück" doch nur eine fixe Idee von Vader und Boba Fett, um Han Solo zu Jabba nach Tatooine zu bekommen.

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In der "Star Wars"-Zeit zwischen "Das Imperium schlägt zurück" bis zu "The Mandalorian" ist das Einfrieren von Zielpersonen in Karbonit anscheinend Standard geworden.

Als Zuschauer kann ich den fragilen Frieden spüren, den "The Mandalorian" darstellt. Die Galaxis befindet sich im Wiederaufbau, es herrscht Misstrauen. Geflohene Schergen des Imperiums haben sich überall verschanzt. Die erste Folge schafft eine großartige Grundstimmung, geprägt von Anspannung und Gefahr. In ihren besten Momenten war die "Star Wars"-Reihe immer schon düster und bedrohlich – man denke an Lukes Kampf mit Vader in der Wolkenstadt Bespin.

Unser Guide durch diese düstere Epoche des "Star Wars"-Zeitstrahls ist der Mandalorianer, Kopfgeldjäger mit einem Herz aus Gold. Ein Archetyp des Western-Genres, das die Macher für die Serie gewählt haben. Genial, denn kein anderes Genre passt besser zu wunderschön kargen Landschaften und grimmigen Gesetzlosen.

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Gleich am Anfang der ersten Folge nutzt "The Mandalorian" eine typische Western-Einstellung.

One-Man-Show: Die ganze Folge über sehen wir nur das Abenteuer des Mandalorianers – Nebencharaktere gibt es viele, eigene Handlungsstränge haben sie nicht. Ungewöhnlich für das Genre der Serie, das von der Überschneidung verschiedener Einzelschicksale lebt. Aber es gibt schlicht zu viel zu lernen über den Mandalorianer: Er kann brutal sein wie in der Eröffnungssequenz, respektvoll und warmherzig wie im Umgang mit seinem kurzzeitigen Gefährten Kuiil – oder beides auf einmal, wenn er am Ende der Folge den Droiden IG-11 ausschaltet, um das Baby zu retten.

Beim Look des Mandalorianers spielen Autor Favreau und Regisseur Filoni wunderbar mit der "Star Wars"-Ikonografie. Unser Protagonist sieht aus wie Boba Fett, ist es aber nicht. Er kann es aufgrund des zeitlichen Abstands zu "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" gar nicht sein. Gleichzeitig ist der "Mando" ein ideales Vehikel für uns als Zuschauer, weil wir uns jedes Gesicht unter dem Helm vorstellen können – auch unser eigenes.

Highlights in Folge 1: Meine drei Favoriten

Wie es sich für ein "Star Wars"-Produkt gehört, steckt die erste Folge von "The Mandalorian" voller Verweise auf die Saga. Meine drei Lieblinge:

1. Kuiil

Kuiil ist der Einsiedler, den der Mandalorianer auf dem Wüstenplaneten trifft. Er gehört zur Spezies der Ugnaught, technisch hoch begabten Humanoiden. "Star Wars"-Fans haben die Ugnaught schon gesehen – in "Das Imperium schlägt zurück". Sie arbeiten für Lando in den Gasminen von Cloud City.

2. Blurrgs

Die Reittiere auf dem Wüstenplanete Arvala-7, die Blurrgs, entstammen einem wunderbaren "Star Wars"-Artefakt: dem 1985er TV-Film "Ewoks – Kampf um Endor".

3. Soundtrack

Der Score zu "The Mandalorian" fasziniert mich auf mehreren Ebenen. Komponiert hat ihn der Schwede Ludwig Göransson. Zu den zahlreichen weiteren Hollywood-Arbeiten des erst 35-Jährigen zählen das "Rocky"-Reboot/Sequel "Creed" und "Creed 2". Und das merkt man in "The Mandalorian"! Das Hauptthema und dessen Variationen klingen nach einem Mix aus "Rocky"-Epik, Spaghetti-Western und elektronischer Musik.

Und warum ist das jetzt ein Easter Egg? Weil der "Rocky"-Sound sehr nach den Siebzigerjahren klingt und "The Mandalorian" diese Zeit wieder aufleben lässt – durch die Ästhetik der Original-"Star Wars"-Trilogie, die in die gleiche Zeit fällt. Wie gesagt, Faszination auf mehreren Ebenen!

Der coolste Moment in Folge 1

Die erste Folge von "The Mandalorian" bietet zahlreiche tolle Momente – von denen sich viele auch in der genialen Credit-Szene am Ende in gezeichneter Form wiederfinden.

Der für mich coolste Moment ist aber das Treffen des Mandalorianers mit seinem Auftraggeber, gespielt von Werner Herzog. Kurz bevor der Mandalorianer dessen Versteck betritt, sehen wir seinen Helm in Großaufnahme. Zeitlupe. Selbst der Mando ist gespannt, wer ihn hinter der Tür erwartet. Sie öffnet sich. Dahinter: Sturmtruppen. Das ist "Star Wars"!

Das sagt Marc:

Einer meiner Top-3-"Star Wars"-Filme? "Episode I"!


Kürzlich haben wir unter Kollegen unsere Favoriten unter den "Star Wars"-Filmen gelistet.

Meine Nummer eins ist "Das Imperium schlägt zurück" – was bei vielen so sein dürfte!

Überraschung: Auf Platz zwei kommt bei mir tatsächlich "Die dunkle Bedrohung" – der erste neue "Krieg der Sterne"-Film, den ich im Kino sah. Trotz der Schwächen des Abenteuers um Qui-Gon, Obi-Wan und Darth Maul hege ich große Nostalgie für "Episode I". Das war das "Star Wars" unserer Generation.

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Der erste "Star Wars"-Film meiner Generation: "Episode I – Die dunkle Bedrohung" mit Ewan McGregor (l.) als jungem Obi-Wan Kenobi und Liam Neeson als dessen Lehrmeister Qui-Gon Jinn.


Mein Platz drei ist schwierig, hier schwanke ich zwischen dem Original-"Krieg der Sterne" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", tendiere aber zu Letzterem. "Eine neue Hoffnung" ist der Grundstein des Mythos, "Jedi" brilliert vor allem gegen Ende hin, wenn Luke vor den Augen des Imperators  gegen Darth Vader kämpft. Gänsehaut pur. Auch dank des überragenden Soundtracks dieser Sequenz:





Einige Kollegen haben übrigens "Rogue One" als einen ihrer Lieblinge genannt, das erste Film-Spin-off der Reihe aus 2016. Auch eine coole Wahl.




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