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"The Walking Dead"-Review: Mit Anlauf in Richtung Whisperer-Krieg

Alpha macht in Episode 12 noch mal besonders deutlich, dass mit ihr nicht zu spaßen ist.
Alpha macht in Episode 12 noch mal besonders deutlich, dass mit ihr nicht zu spaßen ist.

Nachdem in der vergangenen Woche für "The Walking Dead"-Verhältnisse eigentlich viel zu viel eitel Sonnenschein geherrscht hat, geht es in Episode 12 endlich mal wieder richtig düster zur Sache. Dafür dürfen wir den Whisperern sogar bis in ihren Unterschlupf folgen. Und auch in Alexandria steht längst nicht alles zum Besten. Wieso, das liest Du in unserem Review.

Achtung, Spoiler!
Der folgende Artikel ist voller Spoiler zur zwölften "The Walking Dead"-Folge von Staffel 9. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Episode 12 zwischen zwei Konfliktherden

Eigentlich ist es nur fair verteilt: Nachdem wir in der vergangenen Woche einen ausgiebigen Blick auf Hilltop und das Königreich werfen durften, verschiebt sich der Fokus in Episode 12 nach Alexandria und in den Unterschlupf der Whisperer.

Dass es an keiner der beiden Fronten besonders friedlich zugeht, scheint dabei nur folgerichtig, denn es braut sich offensichtlich was zusammen in der Welt der Zombieapokalypse. Während Michonne in Alexandria mit sich und der Welt hadert – und dabei noch von Negan geärgert wird – wird es bei den Whisperern schon jetzt blutig.

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"The Walking Dead"-Szenenbild

In der Höhle der Whisperer ...

Man könnte es als eine Art Crash-Kurs in der Lebensweise der Whisperer bezeichnen, was Angela Kang uns in Episode 12 präsentiert. Nicht nur erfahren wir noch mal ausdrücklich, dass Anführerin Alpha ihre eigenen Regeln gebrochen hat, um Lydia zurückzuholen. Sie betont auch extra ein weiteres Mal den tierischen Status der Gruppe.

Vor allem Henry scheint dabei dankenswerterweise als Ersatzpublikum herhalten zu müssen, denn alles, was Alpha dem – Überraschung! – gefangenen Möchtegern-Romeo predigt, ist auch für uns Zuschauer durchaus interessant. So läuft eine Diskussion der beiden zum Beispiel darauf hinaus, dass Alpha verkündet, die Zivilisation sei tot. "Die starken leben, die Schwachen sterben. So will es die Natur," stellt die Anführerin der Whisperer klar – und liefert gleich zwei ihrer Gefolgsleute damit das Stichwort zur Revolte.

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Leg Dich nicht mit Alpha an – wenn Beta in der Nähe ist

Dass Alpha ihre eigenen Regeln zugunsten ihres "Welpen" Lydia gebrochen hat und dabei mehrere Mitglieder ihrer "Meute" dran glauben mussten, kommt nämlich nicht bei allen gut an. Doch der neue Oberbösewicht von Staffel 9 lässt sich von so ein bisschen Geknurre natürlich nicht einschüchtern. Würde ich wohl auch nicht, wenn ich einen Hünen wie Beta als Wachhund zur Seite hätte ... Es wundert mich daher wenig, als am Ende die beiden Rädelsführer als Futter für die Beißer enden.

Um sicherzugehen, dass sich der ganze Ärger wenigstens auch gelohnt hat, fordert Mutti von Lydia dann aber doch noch einen Beweis dafür, dass sie nach wie vor weiß, "wo sie hingehört". Dass sie dafür Henry töten soll, gefällt Lydia allerdings beinahe genauso wenig, wie dem jungen Schmiedelehrling. Zum Glück für die beiden kommen Daryl und Connie gerade rechtzeitig mit einer Herde Beißer im Gepäck um die Ecke. Zu viert wird der Rückzug Richtung Hilltop angetreten – und ich brauche keine Kristallkugel, um beschwören zu können, dass der nächste "Besuch" von Alpha deutlich unfreundlicher ausfallen wird, als ihr Einstand in Episode 11.

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Die Sache mit der Anführerschaft

Während uns Alpha bei den Whisperern also ihr ganz eigenes Führungskonzept vorstellt, hat in Alexandria Michonne ihrerseits mit den Bürden des Anführerpostens zu hadern. Wobei die Katana-Kämpferin sich selbst offenbar noch immer weiszumachen versucht, dass sie ja "nur" die Sicherheitschefin der "The Walking Dead"-Community ist. Gabriel bringt es im Streit wegen der missglückten Funkrelais-Aktion treffend auf den Punkt, als er feststellt: "Unsere Stimmen zählen nur noch etwas, wenn du es vorher absegnest."

Der folgende Besuch bei Negan macht das Ganze nicht wirklich besser. Immerhin reibt der Ex-Obersavior auf seine ganz eigene unverkennbare Art noch zusätzlich Salz in die Wunde. "Oh bitte, ich weiß, du hast vielleicht diese Konstitution geschrieben, die alle Macht dem Volk gibt", knallt er Michonne gewohnt charmant vor den Kopf. "Und doch triffst du hier alle Entscheidungen, hast alle Macht. Scheiße, du hast sie alle verarscht."

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Was tut man nach so einem bescheidenen Tag? Man geht nach Hause, freut sich über den Anblick der Kinder – und lässt sich vom lieben Nachwuchs die unerwünschte Wahrheit noch mal unter die Nase reiben. Dass selbst Judith ihr erklärt, sie habe sich verändert, und stattdessen Negan in Schutz nimmt, gibt Michonne dann offenbar den Rest. So sehr sogar, dass sie ihren Boykott des Jahrmarktes endlich doch noch aufgibt. Dass sie diese Entscheidung schon bald bereuen könnte, lässt allerdings nicht nur die anstehende Handlung der Comicvorlage vermuten ...

 Da war doch noch was ...

Während sich in Alexandria und bei den Whisperern in Episode 12 somit quasi die gesamte Handlung mehr oder weniger um die Anführerfrage dreht, haben Gabriel und Rosita noch an einem ganz eigenen Problemchen zu knabbern: Der überraschenden Schwangerschaft von Ros, an der Gabriel allerdings keinen ausschlaggebenden Anteil hatte ...

Gabriel, Rosita und Siddiq scheinen dieses kleine "Familienproblem" in Episode 13 allerdings erstaunlich schnell und gut in den Griff bekommen zu haben. Nachdem der Priester zunächst mit seiner Rolle als Vater eines Kuckuckskindes hadert, rückt ihm ausgerechnet Eugene den Kopf zurecht. Natürlich auf seine ganz unnachahmliche Art: mit einer tabellarischen Auflistung der Vor- und Nachteile inklusive Punktesystem und Ableitungsbelegen. Naja, wenns hilft ...

All das Gerede von wegen "Rosita ist das Beste, was dir seit dem Beginn von all dem hier passiert ist" und dem ganzen heile-Patchwork-Familie-spielen sorgt bei mir allerdings vor allem für eines: Die "TWD"-Figur teilt sich auf meiner persönlichen inoffiziellen Abschussliste ab sofort Platz 2 mit Jerry.

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Mein Fazit zur zwölften "The Walking Dead"-Folge von Staffel 9

Insgesamt macht die "Anführer" betitelte zwölfte Episode von Staffel 9 ihrem Namen alle Ehre. Egal, ob bei den Whisperern oder in Alexandria: Im Grunde dreht sich die Handlung im Kern die ganze Zeit um die Frage der Anführerschaft. Beziehungsweise um Alphas und Michonnes so unterschiedliche Herangehensweisen an ebendiese.

Gleichzeitig liefert uns Angela Kang einen weiteren ausführlichen Blick auf die neuen Feinde in der Welt der Zombieapokalypse – und lässt Negan immer mehr in seine Anti-Helden-Rolle hineinwachsen. Schön "subtil" natürlich. In Kombination mit dem ziemlich düsteren Ton der Folge sorgt all das gekonnt dafür, die Spannung auf den anstehenden Whisperer-Krieg hin zu steigern. Und das ist auch höchste Zeit, denn immerhin bleiben uns nur noch vier Folgen, bevor sich "The Walking Dead" schon wieder in die Sommerpause verabschiedet.

Gedanken, die mir nach Episode 12 noch im Kopf herumschwirren

  • Haben Daryl, Connie, Henry und Lydia gerade die Jahrmarkthandlung in Gang gesetzt?
  • Lässt sich Michonne vielleicht doch noch von Negan helfen?
  • Und wenn ja, wird Negan dann jetzt endgültig zum Anti-Helden, den wir aus den Comics kennen?
  • Muss Rosita als Nächstes sterben?

TURN ON-Score: 3/5

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