The Walking Dead Staffel 8 Episode 12 Review: Unverhofft kommt oft

Damit hätte Negan wohl nicht gerechnet.
Damit hätte Negan wohl nicht gerechnet. (©Gene Page/AMC 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Nachdem sich die Handlung von Folge 11 quasi nur auf der Flucht abgespielt hat, werden in Episode 12 der aktuellen "The Walking Dead"-Staffel endlich wieder die Messer gewetzt. Dabei kommt es auf beiden Seiten allerdings auch zu internen Meinungsverschiedenheiten, die große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Handlung von Staffel 8 haben könnten. Was genau in dieser Folge los war, liest Du in unserem Review.

Achtung, Spoiler!
Der folgende Artikel ist voller Spoiler zur zwölften "The Walking Dead"-Folge von Staffel 8. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Saviors vs Hilltop

In Episode 12 sind endlich wieder alle Fronten vereint – wenn man so will. Rick und Michonne sind als Letzte auf dem Hilltop angekommen, Dwight ist wieder zurück unter Negans Fuchtel. Nur auf Aaron mussten die Zuschauer in dieser Folge verzichten, aber wer weiß, was der Alexandrianer in der Zwischenzeit so in Oceanside getrieben hat? Vielleicht erfahren wir das ja in Episode 13?

Doch obwohl (quasi) alle Beteiligten wieder an ihrem Platz zu sein scheinen, kann von Einheit zumindest bei den Saviors keine Rede sein. Der Aufstand, den ich bereits in Episode 10 gewittert habe? Der scheint in der aktuellen Folge kurz vor seinem Ausbruch zu stehen.

"The Walking Dead"-Szenenbild. fullscreen
"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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Im Sanctuary brodelt es

Während Negan sich mit Drohgebärde der "Treue" von Dwight versichert, ist es nämlich wiedermal Simon, auf den der Anführer der Saviors besser ein Auge haben sollte. Vom Beginn der Folge an scheint der es darauf abgesehen zu haben, Dwight für eine Rebellion gegen Negan auf seine Seite zu holen. Zwar fügt er sich anfangs noch in Negans Befehle, doch der kleine Zwischenfall mit Rick kommt dem Savior gerade wie gerufen.

Es wundert mich gar nicht, dass er es nicht eilig damit hat, seinem Big Boss zu Hilfe zu eilen. Er versperrt die Straße wegen der Hilltop-Bewohner? Ich glaube eher, er will dafür sorgen, dass nicht allzu viele Saviors Negan schnell folgen können, nachdem der von Rick mit dem Auto abgedrängt wurde. Aber immerhin macht er sich mit Dwight alibihalber selbst auf den Weg.

Allerdings beschleicht mich der starke Verdacht, dass er seinen Boss im Zweifelsfall gerade auch selbst abknallen würde, wenn er eine gute Gelegenheit dazu bekäme. Doch der hat in der aktuellen Folge vorerst genug mit Rick zu tun. Während Simon auf seinen Umsturzversuch hinarbeitet, muss sich Negan mit dem Anführer von Alexandria herumschlagen. Sprichwörtlich.

Simon versucht von Anfang an, Dwight auf seine Seite zu ziehen. fullscreen
Simon versucht von Anfang an, Dwight auf seine Seite zu ziehen. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
Noch führt Simon die Saviors in Negans Namen. fullscreen
Noch führt Simon die Saviors in Negans Namen. (©Gene Page/AMC 2018)
Simon versucht von Anfang an, Dwight auf seine Seite zu ziehen.
"The Walking Dead"-Szenenbild.
"The Walking Dead"-Szenenbild.
Noch führt Simon die Saviors in Negans Namen.

In Episode 12 wird es knapp für Negan

Von der "Meine Gnade ..."-Mentalität ist bei Rick in Episode 12 nämlich noch weit und breit nichts zu sehen. Anstatt Hilltop wegen der anrückenden Saviors zu warnen, macht sich der Ex-Sheriff auf zum persönlichen Rachefeldzug gegen Negan. Und es sieht tatsächlich zunächst so aus, als könnte er den Oberbösewicht von Staffel 8 dieses Mal endlich erwischen.

Zumindest bekommt es Negan deutlich mit der Angst zu tun und verlegt sich mal wieder auf das, was er scheinbar am besten kann: reden und Psychospielchen spielen. Er bietet Rick – in Andenken und aus Respekt vor Carl (!) – sogar an, ihm zu "vergeben", wenn die vereinten Communitys sich wieder in die alte Vereinbarung fügen. Hallo? Irgendwie ist die Botschaft bei ihm doch noch nicht angekommen. Ich frage mich ernsthaft, auf welchem Stern Negan eigentlich lebt, dass er so einen Vorschlag angesichts des offenen Krieges ernsthaft noch macht?

Allerdings freut es mich schon ein bisschen, zu sehen, wie dem Anführer der Saviors die Gesichtszüge entgleisen, als Rick ihm von den Scavengers erzählt. Mit so einer offenen Befehlsverweigerung durch Simon hätte er wohl nicht gerechnet und auch die Sprüche mit "niemand sucht nach dir", scheinen eine gewisse Wirkung nicht zu verfehlen. Das dürfte noch interessant werden.

Rick hat es auf Negan abgesehen. fullscreen
Rick hat es auf Negan abgesehen. (©Gene Page/AMC 2018)
Damit hätte der Oberbösewicht wohl nicht gerechnet. fullscreen
Damit hätte der Oberbösewicht wohl nicht gerechnet. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
Sogar Lucille konnte Rick sich schnappen. fullscreen
Sogar Lucille konnte Rick sich schnappen. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
Das gefällt Negan gar nicht. fullscreen
Das gefällt Negan gar nicht. (©Gene Page/AMC 2018)
Rick hat es auf Negan abgesehen.
Damit hätte der Oberbösewicht wohl nicht gerechnet.
"The Walking Dead"-Szenenbild.
Sogar Lucille konnte Rick sich schnappen.
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Das gefällt Negan gar nicht.

Natürlich entkommt Negan am Ende dann aber doch noch mal knapp und kann sich vor Rick retten. Immerhin müssen noch ein paar Folgen mit Handlung gefüllt werden, bevor das Finale von Staffel 8 ins Haus steht. Doch dass er stattdessen von Jadis aufgesammelt wird, dürfte angesichts der Aktion aus Folge 10 derzeit auch nicht viel besser für Negan sein.

Überraschenderweise erwische ich mich tatsächlich dabei, dass ich mir den angeschlagenen Savior lieber zu seinen Leuten zurückwünsche. Dass Simon – noch in Negans Namen – die Führung über die Saviors übernommen hat, verheißt nämlich nichts Gutes.

Vertrauen oder nicht vertrauen, das ist hier die Frage ...

Während bei Rick und Negan in Episode 12 endlich ein wenig die Fetzen fliegen, geht es auf dem Hilltop um ganz andere Fragen. Allerdings ist nicht etwa die Vorbereitung auf den Kampf oder die sich verschlimmernde Lebensmittelknappheit das, was mich hier in dieser Folge wirklich interessiert. Viel spannender finde ich die überraschende Einführung einer potenziellen neuen Verbündeten für Maggie und Co.

Die mysteriöse Frau und ihre beiden Helfer, die die Macher von "The Walking Dead" da gerade aus dem Hut gezaubert haben, geben mir tatsächlich zu denken. Und Maggie offensichtlich auch, denn unter den Hilltop-Ladies entbrennt eine mehr oder weniger hitzige Debatte darüber, ob man den drei Fremden und ihrem Deal trauen kann, oder nicht? Ehrlich gesagt muss ich Enid hier ein Stück weit Recht geben: Dass die Drei so wie sie aussehen einfach durch die Gegend fahren, anderen Wissen anbieten und auf diese Weise überleben konnten, ist ziemlich merkwürdig. Ob sich da noch ein größerer Twist versteckt?

Oder vielleicht haben die Macher dieses kleine Intermezzo ja auch nur eingebaut, um Maggie noch ein bisschen an ihrer Anführerrolle knabbern zu lassen. Immerhin hatte sie zuletzt mit ihrer eher diskutablen Saviors-Aktion für Aufsehen gesorgt. Mit ihrem Verhalten den Fremden gegenüber konnte sie schlüssig zu ihrer milden Seite zurückfinden. Und wird natürlich mit "dem Schlüssel zur Zukunft" dafür belohnt. Am Ende ist eben offenbar auch in der Zombieapokalypse vor allem Wissen Macht – und nicht nur große Knarren.

Maggie will von einem Deal anfangs nichts wissen. fullscreen
Maggie will von einem Deal anfangs nichts wissen. (©Gene Page/AMC 2018)
Die Fremden sind aber auch ein wenig merkwürdig. fullscreen
Die Fremden sind aber auch ein wenig merkwürdig. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
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"The Walking Dead"-Szenenbild. (©Gene Page/AMC 2018)
Maggie will von einem Deal anfangs nichts wissen.
Die Fremden sind aber auch ein wenig merkwürdig.
"The Walking Dead"-Szenenbild.
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Mein Fazit zur zwölften "The Walking Dead"-Folge von Staffel 8

Wer hätte gedacht, dass der Titel von Episode 12, "Der Schlüssel zur Zukunft", sich auf einen dicken Ordner mit mittelalterlichen Bauplänen bezieht? Also mich hat dieser Twist und das Auftauchen der seltsamen Frau in der aktuellen Folge tatsächlich am meisten überrascht. Ich bin gespannt, was für eine Wendung die Macher von "The Walking Dead" infolgedessen noch aus dem Ärmel schütteln werden. Vorerst scheint das Ganze aber auf jeden Fall schon mal Carls Plädoyer für mehr Nächstenliebe und eine friedliche Zukunft zu stützen.

Abgesehen davon ging es in Folge 12 endlich wieder etwas mehr zur Sache. Sogar einen Showdown zwischen Rick und Negan spendierten uns die Macher – auch wenn von vornherein klar war, dass der Ober-Savior am Ende (erst mal) noch davonkommen muss, wenn auch nur knapp. Doch mit dem Zwergenaufstand von Simon und der damit einhergehenden (bevorstehenden) Zersplitterung der Saviors, dürfte die Grundlage für den finalen Showdown und die – abzusehende – Niederlage der Saviors gelegt sein.

Gedanken, die mir nach Episode 12 noch im Kopf herumschwirren

  • Wer ist die Frau, die Maggie den Deal anbietet, und wo kommt sie her?
  • Was hat Jadis mit Negan vor?
  • Wie lange wird es wohl dauern, bis Simon seine Machtübernahme offiziell zu machen versucht?
  • Und was ist mit dieser Frau, die Maggie einen Deal anbietet?!

TURN ON-Score: 3/5

TV-Ausstrahlung
Die neueste "The Walking Dead"-Episode von Staffel 8 läuft jeden Montag um 21:00 Uhr auf Fox und steht im Anschluss via Sky Ticket zum Abruf bereit.

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