The Walking Dead Staffel 9 Episode 1 Review: Schöne neue Welt?

In Episode 1 der neunten "The Walking Dead"-Staffel ist (vorerst) heile Welt angesagt.
In Episode 1 der neunten "The Walking Dead"-Staffel ist (vorerst) heile Welt angesagt. (©Jackson Lee Davis/AMC 2018)
Daniela Li Träumt von der "Walker Stalker Cruise" – oder einem Urlaub in Hauros wandelndem Schloss.

Endlich ist es so weit: Die lang ersehnte neunte Staffel von "The Walking Dead" bringt die Zombieapokalypse zurück auf unsere Bildschirme. Episode 1 ist dabei direkt mit dem vielversprechenden Titel "Ein neuer Anfang" versehen. Was genau darunter in Zeiten wandelnder Untoter zu verstehen ist, liest Du in unserem Review.

Achtung, Spoiler!
Der folgende Artikel ist voller Spoiler zur ersten "The Walking Dead"-Folge von Staffel 9. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Heile Welt – oder doch nicht ...?

Tatsächlich sieht in Episode 1 der neuen "The Walking Dead"-Staffel alles nach heiler Welt aus: Michonne und Judith malen auf der Veranda, Töchterchen amüsiert sich über Papa Ricks "dickes Bäuchlein". Sogar Carl ist vertreten – (relativ) originalgetreu mit Augenklappe auf einem von Judiths Bildern.

Auch im Sanctuary scheint unter der Aufsicht von Eugene, Rosita und Daryl alles seinen geregelten Gang zu gehen. Bis wir durch ziemlich dürres Getreide und eine wenig appetitliche Beißer-Vogelscheuche in die Realität der Zombieapokalypse zurückgeholt werden.

Ja, auch in Staffel 9 gibt es (natürlich) nach wie vor die Bedrohung durch die fleischliebenden Untoten. Doch irgendwie hat es zu Beginn dieser neunten Staffel stark den Anschein, als wäre alles absolut unter Kontrolle. Mal sehen, wie lange das so bleibt ...

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Jede Menge Nebenbei-Infos

Zunächst einmal dreht sich in Episode 1 von Staffel 9 aber ganz klar alles darum, die neue Welt nach dem lange angekündigten Zeitsprung von rund 18 Monaten zu etablieren. Dafür streuen die Macher immer wieder Andeutungen am Rande von Konversationen ein: Maggie ist inzwischen durch eine demokratische Wahl offiziell als Anführerin des Hilltop bestätigt worden, Carol lebt mit einem König (subtiler hätte ihre Beziehung mit Ezekiel wohl nicht eingeführt werden können?) – und Jadis/Anne outet sich als ehemalige Lehrerin. Ach ja, und auch von Maggies Baby Hershel erfahren wir eher nebenbei. Da setzt offensichtlich jemand auf dauerhaft mitdenkende Zuschauer ...?

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"The Walking Dead"-Szenenbild (©Victoria Will/AMC 2018)
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Was mir allerdings wirklich sehr gefallen hat, war die nette Anspielung auf die Position der Beißer im evolutionären Gefüge. Als Gabriel im Museum in Washington einen von ihnen erledigt, bleibt der mit dem Kopf genau zwischen dem auf einer Schautafel angebrachten Schädel des modernen Homo sapiens (also uns) – und unseres evolutionären Vorfahren, des Homo erectus, hängen. Noch sinnbildlicher hätte Showrunner Angela Kang die "neue evolutionäre Stufe" wohl kaum veranschaulichen können.

Auf nach Washington?!?

Apropos Museum in Washington: Gefühlt der größte Teil der ersten Folge spielt in oder um Washington DC. Hier sichern sich Rick, Ezekiel, Carol, Maggie und Co. sprichwörtlich altbewährtes Material in Form eines historischen Planwagens, eines Handpfluges und sogar Saatgut ist dabei.

Allerdings drängt sich mir die Frage auf, wie es das Grüppchen hoch zu Ross und im Pferdewagen mal eben von Georgia nach Washington geschafft hat? Immerhin trennen den US-Bundesstaat und die Hauptstadt je nach Standort rund 800 Kilometer (oder mehr). Luftlinie, wohlgemerkt. Für einen Tagesausflug in diesen Zeiten eine etwas weite Strecke, möchte man meinen.

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"The Walking Dead"-Szenenbild (©Jackson Lee Davis/AMC 2018)
Pollyanna McIntosh as Jadis/Anne, Andrew Lincoln as Rick Grimes - The Walking Dead _ Season 9, Episode 1 - Photo Credit: Jackson Lee Davis/AMC fullscreen
Pollyanna McIntosh as Jadis/Anne, Andrew Lincoln as Rick Grimes - The Walking Dead _ Season 9, Episode 1 - Photo Credit: Jackson Lee Davis/AMC (©Jackson Lee Davis/AMC 2018)
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Pollyanna McIntosh as Jadis/Anne, Andrew Lincoln as Rick Grimes - The Walking Dead _ Season 9, Episode 1 - Photo Credit: Jackson Lee Davis/AMC
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Da ist Ärger im Anmarsch

Kaum ist der "Ausflug" nach Washington erfolgreich überstanden, dürfen die Beißer endlich auch in Staffel 9 zu ihrem eigentlichen Tagewerk zurückkehren – und besiegeln das Schicksal von Hilltop-Bewohner und Schmied-Sohn Ken. Irgendwie kommt mir hier der starke Verdacht, dass diese Figur nur eingeführt wurde und Sprechtext erhalten hat, um dann direkt den Serien-Tod zu sterben und den benötigten Vorwand für Gregorys folgende Verschwörung zu liefern ... Aber dazu gleich mehr.

Auch im Sanctuary brodelt es. Während Rick von einigen als der große Retter gefeiert wird, machen Graffitis an der Wand ziemlich deutlich, dass sich andere eher zur schönen Negan-Zeit zurücksehnen. Neu-Anführer Daryl will auch nicht mehr und träumt von der guten alten Zeit, als die Gruppe noch klein und nicht auf so viele Communitys verteilt war. Am Ende übernimmt Mama-Carol für ihn, doch statt nach Alexandria zieht es den Armbrustliebhaber nach Hilltop. Ich ahne schon den großen Zerfall für die kommenden Folgen von Staffel 9 voraus ...

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Das war's für Gregory

Auf dem Hilltop nutzt Gregory den Tod von Ken derweil aus, um einen seiner hinterhältigen Pläne anzuleiern – und Maggie loszuwerden. Das geht wie die meisten seiner feigen Vorhaben natürlich mal wieder schief. Und endlich bekommt der Mistkerl das, was ich ihm in der vergangenen Staffel 8 bereits mehrfach an den fiktiven Hals gewünscht habe.

Einen Nebeneffekt hat das Ganze dann allerdings doch noch: Maggie besinnt sich darauf, was es bedeutet, eine "echte" Anführerin zu sein. Sie will nicht länger nur auf Rick hören und die Saviors mit durchfüttern. Vielmehr sollen nun die Interessen von Hilltop Vorrang haben. So war Gregory am Ende doch noch zu etwas gut, indem er den letzten Anstoß geliefert hat, um Maggie zur vollwertigen Anführerin reifen zu lassen. Die Unzufriedenheit, die seit dem Finale von Staffel 8 in ihr gebrodelt hat, scheint endlich ausreichend angefüttert zu sein, um sich in Taten Ausdruck zu verschaffen.

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Mein Fazit zur ersten "The Walking Dead"-Folge von Staffel 9

In Episode 1 von Staffel 9 dreht sich alles um den großen Neuanfang, der uns für "The Walking Dead" versprochen wurde – in der Welt der Zombieapokalypse und für die Serie als Ganzes. Insgesamt kommt die Action in der "Ein neuer Anfang" betitelten Folge neben all den eingestreuten Infos eher etwas kurz. Doch es wäre auch irgendwie ein wenig überstürzt, nach dem gerade überstandenen Krieg gegen Negan direkt in den nächsten Konflikt zu stolpern.

Stattdessen setzt die Serie auf einen langsamen Aufbau, deutet das schwelende Konfliktpotenzial aber durchaus an. Und schürt so die Spannung auf das, was uns in der neuen Staffel als Nächstes erwartet. Insgesamt hat Neu-Showrunner Angela Kang meiner Meinung nach einen ziemlich guten Job gemacht – ich hoffe nur, dass sie die langsame Gangart nicht zu lange beibehält.

Gedanken, die mir nach Episode 1 noch im Kopf herumschwirren

  • Wie zum Geier sind die so schnell nach Washington gekommen?
  • Wie lange die Saviors Rick wohl noch feiern, wenn Hilltop den Sack zumacht?
  • Wenn Daryl wieder mit Maggie vereint ist, steht dann jetzt ihre geheime Revolution gegen Rick an?

TURN ON-Score: 3/5

TV-Ausstrahlung
Die neueste "The Walking Dead"-Episode von Staffel 9 läuft jeden Montag um 21:00 Uhr auf FOX und steht im Anschluss via Sky Ticket zum Abruf bereit.

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