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10 Filme, die zu Smartphone-Zeiten nicht funktioniert hätten

Diese Film-Stories hätten im Smartphone-Zeitalter nicht funktioniert.
Diese Film-Stories hätten im Smartphone-Zeitalter nicht funktioniert. (©Twitter / GamirAlex 2016)

Ständig erreichbar, das Internet in der Hosentasche: So ausgestattet hätten viele Filmfiguren die Handlung ihrer Abenteuer extrem abkürzen können. Wir zeigen 10 Filme, die im Smartphone-Zeitalter definitiv nicht funktionieren würden.

1. "Romeo + Julia" (1996)

Der große Klassiker von William Shakespeare wurde von Regisseur Baz Luhrmann ("Der Große Gatsby") 1996 in die Moderne versetzt und mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes neu verfilmt. Am Ende des Films trinkt Julia Gift, mit dem sie ihren Tod vortäuscht. So will sie einer Zwangsehe entgehen. Romeo erfährt viel zu spät von Trick 17 und wählt vor Trauer den Freitod aus Liebe.  1996 waren Smartphones zwar noch kein Thema, ansonsten hätte eine kurze WhatsApp-Nachricht an Romeo genügt, um diesen von Julias "genialem" Plan in Kenntnis zu setzen.

2. "Lola rennt" (1998)

Eigentlich sollte Lola ihren Freund Manni nach einem krummen Ding mit 100.000 Mark in der Tasche mit dem Moped abholen. Leider schafft sie es nicht zum Treffpunkt. Und da Manni keine Telefonzelle findet, um sich ein Taxi zu rufen, verliert er den Geldsack in der U-Bahn. Wer diese Zusammenfassung von Tom Tykwers preisgekröntem, internationalen Durchbruch liest, muss sich fragen, wie wir die 1990er überhaupt ohne Smartphones überleben konnten. Mit Handy, Uber und Google Maps hätte man wohl gut 85 Prozent der Handlung einsparen können.

3. "Stirb langsam" (1988)

Bruce Willis' ist vor allem durch dieses Action-Meisterwerk aus den spätern 1980ern bekannt geworden. Darin will er als John McClane eigentlich nur seine Frau auf der Weihnachtsfeier ihrer Firma besuchen. Dann jedoch riegeln Kriminelle das gesamte Gebäude ab. Als stahlharter Cop schlägt sich McClane dann ganz alleine gegen die schwer bewaffnete Bande durch, da alle Telefonleitungen natürlich abgeschaltet wurden. Mit Smartphones ausgerüstet hätte eine der vielen Geiseln wahrscheinlich bereits in den ersten Minuten des Überfalls die Polizei gerufen und danach vielleicht noch eine Live-Übertragung per Periscope gestartet.

4. "Memento" (2000)

Die Hauptfigur Leonard tätowiert sich in "Memento" wichtige Hinweise in die Haut, da er die Fähigkeit verloren hat, neue Erinnerungen zu behalten. Infolge dessen ist sein kompletter Körper bedeckt mit Notizen von Ereignissen, wichtige Situationen hält er zusätzlich mit einer Polaroid-Kamera (!) fest. In einer aktuellen Version des rückwärts erzählten Films von "Inception"-Regisseur Christopher Nolan hätte wahrscheinlich ein einziges Tattoo genügt: "Leonard, wirf einen Blick in die Notizbuch-App Deines Smartphones. Schöne Grüße, Dein Leonard."

5. "The Rocky Horror Picture Show" (1975)

In diesem Musical-Kultfilm wollen Janet und Brad nach ihrer Verlobung einen gemeinsamen Freund besuchen. Mitten in einer verregneten Nacht bleiben sie mit dem Auto in der Nähe eines Gruselschlosses liegen und benötigen dringend Hilfe. Nachdem die beiden ihrer Verwandtschaft per Facebook-Messenger mitteilen, was los ist, genügt ein kurzer Anruf beim Pannendienst und sie können ihre Reise bald fortsetzen. So oder so ähnlich wäre es zumindest heutzutage gelaufen – stattdessen landen sie auf der Suche nach einem Festnetztelefon in den Fängen eines singenden Transvestiten.

6. "Fight Club" (1999)

In David Finchers Romanverfilmung leidet die Hauptfigur an einer gespaltenen Persönlichkeit. Achtung, Mega-Spoiler: Am Ende des Films wird klar, dass der namenlose Protagonist sich die ganze Zeit über mit sich selbst geprügelt hat. Ein schnelles Selfie nach einer erfolgreichen Aktion des gegründeten Fight Clubs hätte wohl genügt, um das Missverständnis zügig aufzuklären.

7. "Wie ein einziger Tag" (2004)

Rachel McAdams und Ryan Gosling kämpfen in dieser Romanze ein Leben lang um ihre gemeinsame Liebe. Die jahrzehntelange Trennung des Paares kann nur geschehen, da die Eltern des einst jungen Mädchens sämtliche Liebesbriefe vor ihr verstecken, in die ihr Freund so viel Herzblut gesteckt hat. Hätte er seine romantischen Botschaften stattdessen per Facebook, Instagram oder Snapchat verschickt, wäre die herzzerreißende Liebesgeschichte wohl deutlich verkürzt worden.

8. "Breakfast Club" (1985)

Fünf unterschiedliche Teenies werden zum Nachsitzen an einem Samstag verdonnert. In langen Gesprächen entdecken sie ihre Gemeinsamkeiten. Man stelle sich das Szenario mit Jugendlichen einer durchschnittlichen Realschule im Jahr 2016 vor: Nach spätestens 45 Sekunden hätte wohl auch der letzte von ihnen das Smartphone herausgeholt. Soziale Interaktion wäre höchstens entstanden, wenn es um die Eröffnung eines gemeinsamen WLAN-Hotspots gegangen wäre.

9. "Kevin allein zu Haus" (1990)

Zu Weihnachten fliegt Kevins gesamte Familie von Chicago nach Frankreich, im Stress wird der Achtjährige allerdings ganz einfach zuhause vergessen. Wegen schlechtem Wetters sind die Telefone gestört, sodass ein Anruf in die Staaten leider nicht möglich ist. In der Zwischenzeit verteidigt Kevin das Familienheim gegen ein paar dusselige Einbrecher und macht erste Erfahrungen mit dem Aftershave seines Vaters. Gut, selbst wenn das Festnetz streikt – ein Skype-Chat wäre wohl doch zustande gekommen.

10. "Star Wars – Episode IV: Eine neue Hoffnung" (1977)

Der Beginn der "Star Wars"-Saga wird durch eine missglückte Datenübertragung eingeläutet: Nachdem Prinzessin Leia es nicht schafft, die Pläne zum Bau des Todessterns persönlich an die Rebellen zu übergeben, schickt sie den Droiden R2-D2 damit zu Obi-Wan Kenobi. Nun ja, vielleicht war das Datenvolumen ihres Handyvertrages aufgebraucht – trotzdem fällt es schwer zu glauben, dass es zwar so etwas wie Hologramm-Facetime geben soll in der "Star Wars"-Galaxis, aber offenbar keine Möglichkeit besteht, die Baupläne kurz per Dropbox zu sharen.

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