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10 grauenvolle Filmfortsetzungen, die niemand kennt

Der zweite Teil von "Die Maske" sorgte nicht gerade für Begeisterung bei den Kritikern.
Der zweite Teil von "Die Maske" sorgte nicht gerade für Begeisterung bei den Kritikern. (©YouTube / Movieclips Trailer Vault 2016)

Es gibt viele klasse Filme und auch ebenso viele tolle Fortsetzungen. Wir präsentieren dieses Mal aber Sequels, die besser niemals das Tageslicht erblickt hätten – und wahrscheinlich wären die meisten davon ohne diese Liste auch niemandem je aufgefallen.

1. "American Psycho 2: Der Horror geht weiter" (2002)

War das Original mit Christian Bale in der Rolle des psychopathischen Serienkillers Patrick Bateman ein Meisterwerk, ist das Sequel dazu das komplette Gegenteil. Der zweite Teil mit dem recht plumpen Titel "American Psycho II: Der Horror geht weiter" (Originaltitel: "American Psycho II: All American Girl") hat bis auf diesen recht wenig mit dem populären Vorgänger gemeinsam. Mila Kunis spielt Rachel Newman, eine brutale Serienmörderin. Allerdings beschränkt sich der Film auf die platte Darstellung der Morde, zusammengehalten von einer äußerst dünnen Storyline. Ihren ersten Mord im Film begeht Newman übrigens als 12-Jährige an niemand Geringerem als Patrick Bateman, der gerade ihre Babysitterin umbringt. Flach, uninspiriert und eine Wertung bei Rotten Tomatoes von elf Prozent sprechen für sich.

2. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels"(2008)

Es muss gar nicht immer der zweite Teil sein, der eine Spielfilmreihe in den Abgrund zieht: Bei den Abenteuern von Indy Jones kam das Ende unerwartet, aber dafür umso heftiger. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" ist der vierte Teil der Filmreihe um den Archäologen Dr. Henry Walton Jones Jr. Aber im Gegensatz zu den anderen Teilen fehlt dem Film so ziemlich alles, was seine Vorgänger auszeichnet: Es fängt damit an, dass "Indy" eine Atomexplosion überlebt, weil er sich in einem Kühlschrank versteckt. Der, rein technisch gesehen, ein Modell ist, das sich nicht von innen öffnen lässt. Aber der Start macht schon klar, worauf sich der Zuschauer eingelassen hat. Das Ende, bei dem Aliens zum Leben erwachen und dann mit einem schlecht animierten UFO gen Weltraum düsen, bildet immerhin einen passend schlechten Schlusspunkt.

3. "Die Maske 2: Die nächste Generation" (2005)

Komödien sind eher bekannt dafür, keine Fortsetzungen zu haben – in den meisten Fällen ist das auch berechtigt. Nach dem Erfolg von "Die Maske", in der Jim Carrey sein komplettes Repertoire an komischen Grimassen und Verrenkungen einbringen konnte, dachten sich die Produzenten elf Jahre später, dass ein Nachfolger sicherlich nicht schaden könnte. Was sie dabei nicht bedachten, waren gleich mehrere Punkte. Zum einen war die dürftige Hintergrundgeschichte nicht gerade für eine Fortsetzung prädestiniert. Zudem konnte Jim Carrey, der als Hauptgarant des Erfolgs des ersten Teils gilt, nicht einfach durch jemand anderes ersetzt werden. Und zu guter Letzt: Die Computer-Effekte hatten sich weiterentwickelt und die Verwendung ähnlich aussehender Effekte entsprach weder dem Stand der Technik noch dem Zeitgeist von 2005. Der Film bekam immerhin sechs Prozent bei Rotten Tomatoes und eine Goldene Himbeere für die "Schlechteste Neuverfilmung oder Fortsetzung". Wir finden: Absolut verdient!

4. "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions" (2003)

Hierbei handelt es sich um zwei Filme, die wir der Gerechtigkeit halber auf einen Platz stellen. Der erste "Matrix"-Teil, der 1999 in die Kinos kam, begeisterte die Massen: Eine philosophisch angehauchte Story, atemberaubende Bullet-Time-Slow-Motion-Effekte gepaart mit einem düsteren Zukunftsszenario. Nach dem Erfolg des ersten Teils gaben die Wachowski-Geschwister überraschend bekannt, dass die Serie von jeher als Trilogie geplant war. Daher mussten die Fans zwei weitere Teile erdulden, die storytechnisch die Grundidee nicht wirklich weiterbrachten. Stattdessen wurden nur viele weitere obskure Figuren wie der "Trainman" (dessen Aufgabe der "Transport" von Programmen in und aus der Matrix heraus war) oder der "Schlüsselmacher" (der Zugänge für geheime Orte der Matrix erstellen kann) eingeführt. Zurück blieben verwirrte Zuschauer, die von dem "noch mehr, noch schneller, noch explosiver"-Erlebnis, das auf zwei Filme mit jeweils über 130 Minuten gestreckt wurde, einfach nur baff waren. Glaubt man Gerüchten, leugnen viele enttäuschte Fans des ersten Teils, dass die beiden Fortsetzungen überhaupt jemals produziert wurden.

5. "Der blutige Pfad Gottes 2" (2009)

Der erste Teil dreht sich um zwei Brüder, die einen Feldzug gegen das Verbrechen antreten und kaltblütig Banditen umlegen. Auf der Gegenseite spielt Willem Dafoe den exzentrischen FBI-Agenten Paul Smecker, der es schafft, den beiden auf die Schliche zu kommen. Allerdings ist er angetan von der Idee der Brüder, ausschließlich Kriminelle umzubringen. So steckt er im Zwiespalt, ob er sie weiter verfolgen soll, oder sich nicht ihnen anschließt. Der zweite Teil dagegen entpuppte sich als eine wenig durchdachte Fortsetzung, die im Endeffekt einfach die Handlung von Irland nach Amerika verlegt. Eine weitere Fortsetzung, die die Welt nicht braucht.

6. "Titanic II: Die Rückkehr" (2010)

Dieser Film macht deutlich, dass es storytechnisch immer noch platter geht, als man glauben mag. Zwar ist der Film "Titanic II: Die Rückkehr" ein sogenannter Mockbuster, also eine gewollt schlechte Kopie des Originals, doch das Geld für die Produktion hätte man besser verwenden können. In dem Film geht es um das fiktive Schiff "Titanic 2", das anlässlich des damaligen Schiffsunglücks 100 Jahre später die identische Route befahren soll. Ungeachtet der Unwetterwarnungen macht sich das Schiff auf seine Reise, als auf einmal eine Taifun-Warnung per Funk eingeht. Spoiler: Der männliche Hauptcharakter stirbt ebenso wie Jack bei "Titanic". Dieses Mal, weil er nicht bereit ist, sich die lebensrettende Sauerstoffmaske mit seiner Angebeteten zu teilen.

7. "Die Schöne und das Biest: Weihnachtszauber" (1997)

Disney war sich selten zu schade, aus einem erfolgreichen Film Kapital in Form einer Fortsetzung zu schlagen. Der Titel "Die Schöne und das Biest: Weihnachtszauber" macht schon klar, dass der Anfang Dezember 1998 direkt auf DVD veröffentlichte Film maximal als Spin-off mit wenig bis keiner Hintergrundgeschichte zu werten ist. Für die Interessierten: Der Film erzählt die Geschichte, dass das Biest Weihnachten hasst. Das kann Belle natürlich nicht akzeptieren und schmiedet mit den verzauberten Freunden Unruh, Lumiere, Madame Pottine und dem Weihnachtsengel Angelique den Plan, eine Weihnachtsfeier für das Biest zu veranstalten. Besonders abstrus: die Figur des (schlecht animierten) Filmbösewichts Maestro Forte, eine ... böse Orgel.

8. "Natürlich blond – Jetzt geht's doppelt weiter" (2009)

Auch wenn der Titel in der Hinsicht irreführend sein mag: Hierbei handelt es sich um Teil 3 der "Natürlich blond"-Reihe. Der erste Teil, der zumindest dem einen oder anderen Zuschauer vielleicht ein Begriff ist, bestach durch Reese Witherspoon in der Hauptrolle und einer Story, die man für einen Film gerade noch einmal durchgehen lassen konnte. Teil 2 war immer noch mit Reese Witherspoon, die dort sogar eine Rede vor dem amerikanischen Kongress hält. Teil 3 dagegen bot eine noch dünnere Geschichte, dieses Mal drehte es sich um die Cousinen des Hauptcharakters. Diese müssen sich an einer neuen Schule beweisen. Ansonsten fehlt dem Film leider jeglicher Esprit. Warum Frau Witherspoon bei der Produktion mitwirkte, wissen wir bis heute nicht.

9. "The Crow – Wicked Prayer" (2004)

Bei diesem Titel konnte jeder Fan nur beten, dass er nicht gedreht werden würde. Der Ursprungsfilm "The Crow", bei dem Hauptdarsteller Brandon Lee tragischerweise ums Leben kam, gilt als ein Kultfilm, der keinerlei Fortsetzung gebraucht hätte. Leider sahen das die Produzenten der weiteren drei Teile anders: Sämtliche Filme behandeln eine Person, die auf brutale Weise umgebracht wird und anschließend von der Krähe zurückgebracht wird, damit sie Rache üben kann. Teil 4, "Wicked Prayer" hat immerhin ein paar namhafte Schauspieler wie David Boreanaz ("Angel"), Tara Reid ("Sharknado" 1-4, diverse "American Pie"-Teile) und Edward Furlong ("Terminator 2 – Tag der Abrechnung") an Bord. Dies konnte die Kritiker jedoch trotzdem nicht milde stimmen. Kein Wunder, dass es der Film erst gar nicht in die Kinos schaffte, sondern direkt auf DVD veröffentlicht wurde. Wer sich trotz besseren Wissens einen Eindruck von der flachen Leistung der Schauspieler machen möchte, dem sei der Trailer empfohlen.

10. "Highlander 2: The Quickening" (1991)

"Es kann nur einen geben." Dieser Satz trifft leider bei "Highlander" nicht zu. Der zweite Teil gilt bei der Filmdatenbank "Rotten Tomatoes" als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten, und hat eine Kritikerwertung von null Prozent. Die Story ist derart abstrus, dass sie schon fast wieder unterhaltsam sein würde, wenn sie nicht so schlecht wäre. Connor MacLeod ist mittlerweile gealtert und vermutet sogar, dass er bald aus Altersgründen sterben wird. Doch vorher hat er mit anderen Problemen zu kämpfen: Aufgrund der Umweltverschmutzung war die Erde einer starken ultravioletten Strahlung ausgesetzt. Diese Strahlung hat auch MacLeods Freundin umgebracht, die Connor vor ihrem Tod das Versprechen abnimmt, die Welt zu retten.

Regisseur Russell Mulcahy hatte bei der Produktion permanent mit finanziellen Problemen zu kämpfen, kurz vor Fertigstellung des Films sprangen die Investoren ab. Die Probleme sorgten dafür, dass die meisten visuellen Effekte eher albern wirken, für den finalen Schnitt waren die Investoren verantwortlich. Wie man es dreht und wendet, das Ergebnis bleibt gleich: Einer der wohl schlechtesten Filme aller Zeiten.

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