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10 gute Comicverfilmungen, in denen es mal nicht um Superhelden geht!

Eggsy (rechts im Bild) aus den "Kingsman"-Filmen ist kein übermenschlicher Superheld – und deshalb umso cooler!
Eggsy (rechts im Bild) aus den "Kingsman"-Filmen ist kein übermenschlicher Superheld – und deshalb umso cooler!

Mit "The Kitchen – Queens of Crime" landet im September 2019 endlich wieder eine der seltenen Comicverfilmungen in den Kinos, in denen es einmal nicht um übermenschliche Superhelden geht. Die ersten Kritiken zur Neuerscheinung fallen allerdings durchwachsen aus. Dass es durchaus gute Comicverfilmungen gibt, die ganze ohne Superkräfte und wehende Capes auskommen, beweist die folgende Liste.

"Addams Family"

Die so gar nicht heldenhafte Anti-Bilderbuchfamilie von Gomez und Morticia Addams feierte mit ihrer Cartoonreihe schon Ende der 1930er-Jahre erste Erfolge und kann somit altersmäßig sogar mit DC-Urgestein Superman mithalten. Die kurzen Sketche waren allerdings nur ein erster Schritt zum Kultstatus, den der Außenseiter-Clan mit seiner TV-Serie in den 60er-Jahren erlangte. 1991 und 1993 folgten zwei Live-Action-Kinofilme. Und "Die Addams Family" ist noch lange nicht am Ende: Pünktlich zu Halloween startet am 31. Oktober 2019 der gleichnamige Animationsfilm in den deutschen Kinos!

  • Erscheinungsjahr: 1991
  • Comicvorlage: Cartoonreihe im Magazin "The New Yorker" von Charles Addams

"Ghost World"

Lange bevor sie in diversen Marvel-Comicverfilmungen als Superheldin Black Widow zu sehen war, mischte Scarlett Johansson in dem Indie-Drama "Ghost World" mit, das ebenfalls auf einem Comic basiert. In der Tragikomödie von Regisseur Terry Zwigoff spielt Johansson Rebecca, die beste Freundin von Thora Birchs Außenseiterin Enid. Die beiden Freundinnen haben gerade die Highschool abgeschlossen und sind auf der Suche nach einer Wohnung und sich selbst – als Enid den "Loser" Seymour kennenlernt: eine Bekanntschaft mit Folgen.

  • Erscheinungsjahr: 2001
  • Comicvorlage: Comic von Daniel Clowes

"Road to Perdition"

Kein Witz: Selbst Hollywoodikone Tom Hanks war schon in einer Comicverfilmung zu sehen! In Sam Mendes' Crime-Drama "Road to Perdition" verkörpert der Filmstar den Handlanger und Killer eines irischen Gangsterbosses. Der Film war bei den Oscars 2006 gleich in sechs Kategorien für einen Award nominiert und wurde letztlich für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet.

  • Erscheinungsjahr: 2002
  • Comicvorlage: Comics von Max Allan Collins und Richard Piers Rayner

"A History Of Violence"

Eine Bilderbuchfamilie. Ein liebevoller, angesehener Familienvater. Die perfekte, amerikanische Kleinstadt-Idylle. Dann hält plötzlich die Gewalt Einzug, als zwei brutale Killer in die Stadt kommen und der scheinbar so durchschnittliche Familienvater ein unerwartetes Talent zum Töten an den Tag legt.

Kultregisseur David Cronenberg inszeniert seine ungewöhnliche Comicverfilmung mit "Herr der Ringe"-Star Viggo Mortensen in der Hauptrolle ebenso albtraumhaft wie clever. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes gab's dafür satte 87 Prozent positive Kritikerstimmen.

  • Erscheinungsjahr: 2005
  • Comicvorlage: Graphic Novel von John Wagner und Vince Locke

"Sin City"

Comic-Autor und -Zeichner Frank Miller gilt als Altmeister des Genres. Er ist vor allem für seine düsteren Außenseiter-Geschichten, oft in Schwarz-Weiß gehalten, bekannt. Die "Sin City"-Reihe ist eine seiner bekanntesten Arbeiten – und gemeinsam mit Regisseur Robert Rodriguez bannte Miller die finstere Story über eine Stadt voller Krimineller, Prostituierter und verlorener Seelen auf die Leinwand. Wie die Comics selbst ist auch der Film bis auf wenige farbige Elemente in Schwarz-Weiß gehalten, was die Comicverfilmung visuell zu einem absoluten Highlight macht. Mit "Sin City: A Dame to Kill For" folgte 2014 das Sequel.

  • Erscheinungsjahr: 2005
  • Comicvorlage: Comicreihe von Frank Miller

"V wie Vendetta"

"Hinter dieser Maske ist nicht nur Fleisch, hinter dieser Maske steckt eine Idee! Und Ideen, Mister Creedy, sind kugelsicher!" Mit dieser und ähnlichen Aussagen begibt sich ein maskierter Revolutionär in der Verfilmung von Alan Moores Kultcomic auf seinen Feldzug, der nichts Geringeres als einen gesellschaftlichen Aufstand gegen die Regierung zum Ziel hat. Die Wachowski-Geschwister lieferten das Drehbuch, das sich vor allem mit der Frage auseinandersetzt, wie weit man im Kampf gegen ein Schreckensregime gehen darf.

  • Erscheinungsjahr: 2005
  • Comicvorlage: Comics von Alan Moore und David Lloyd

"300"

Nach "Sin City" schaffte ein weiteres Werk von Frank Miller den Sprung auf die große Leinwand – und wieder standen Underdogs statt Superhelden im Fokus. Zack Snyders "300" erzählt die Geschichte des Königs Leonidas (Gerard Butler), dem Anführer der Spartaner, einem ebenso tapferen wie gnadenlosen Kriegervolk. Als der Großkönig von Persien Leonidas kampflose Unterwerfung fordert, lehnt der ab. Lieber stellt er sich mit nur 300 Spartanern der übermächtigen persischen Streitmacht entgegen.

2014 folgte mit "300: Rise of an Empire" die obligatorische Fortsetzung.

  • Erscheinungsjahr: 2006
  • Comicvorlage: Graphic Novel von Frank Miller und Lynn Varley

"Oblivion"

Die Entstehungsgeschichte zum Film von "Tron: Legacy"-Macher Joseph Kosinski ist kurios. Die "Comicvorlage" lieferte nämlich der Regisseur selbst: Weil er während eines Streiks der Writers Guild of America keinen Drehbuchautor für seine Idee auftreiben konnte, wurde Kosinski selbst kreativ. Fertiggestellt wurde die Graphic Novel nie – den "Mission: Impossible"-Star Tom Cruise konnte Kosinski dennoch von seiner Idee überzeugen.

Der Schauspieler gibt in dem Sci-Fi-Blockbuster einen Mechaniker für Kampfdrohnen, der auf der verwüsteten Erde der Zukunft wichtige Ressourcen vor außerirdischen Plünderern schützen soll. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass nichts so ist, wie es scheint.

  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Comicvorlage: unvollendete Graphic Novel von Joseph Kosinski und Arvid Nelson

"Snowpiercer"

95 Prozent positive Expertenkritiken auf Rotten Tomatoes deuten daraufhin, dass der Film des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho mehr als nur einen Blick wert ist. Die Hauptrolle spielt Chris Evans, der als Captain America auch in den Superhelden-Filmen von Marvel Studios zu sehen ist.

Im Sci-Fi-Epos "Snowpiercer", der Adaption eines französischen Comics, spielt er allerdings keinen Supersoldaten im patriotischen Look. Stattdessen ist Evans als einer der wenigen überlebenden Menschen zu sehen, die sich aufgrund einer neuen Eiszeit in einen nie stillstehenden Zug geflüchtet haben. Darin herrscht ein strenges Klassensystem. Evans Charakter Curtis gehört zur Unterschicht, die unter miserablen Bedingungen leben und arbeiten muss. Umstände, die Curtis bald nicht mehr hinnehmen will.

  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Comicvorlage: Graphic Novel von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette

"Kingsman: The Secret Service"

Wie die "James Bond"-Filme, nur witziger und schräger. So in etwa könnte eine Beschreibung der "Kingsman"-Filme lauten. Regisseur Matthew Vaughn schickte den Nachwuchs-Agenten Eggsy (Taron Egerton) und dessen Mentor Harry Hart (Colin Firth) bereits zweimal auf actionreiche Mission gegen fiese Bösewichte – im schicken Anzug statt mit wehendem Heldenumhang!

Ein Ende des Franchise ist noch lange nicht in Sicht: Mit dem Prequel "The King's Man – The Beginning" startet im Februar 2020 ein neuer Ableger ohne Eggsy in den Kinos. Zudem ist "Kingsman 3" in Arbeit, eine TV-Serie ebenfalls in Planung.

  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Comicvorlage: Comics von Mark Millar und Dave Gibbons
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