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10 kultige Serien, die leider viel zu lang im Fernsehen liefen

Die Krankenhaus-Comedy "Scrubs" strapazierte Jahre lang die Lachmuskeln der Zuschauer.
Die Krankenhaus-Comedy "Scrubs" strapazierte Jahre lang die Lachmuskeln der Zuschauer. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2017)

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist! Das gilt auch für TV-Serien. Bei manchen Produktionen ließen die Verantwortlichen den bestmöglichen Zeitpunkt für ein Ende der Show aber leider verstreichen und drehten weitere, teils völlig unnötige Staffeln. Wir zeigen zehn Kultserien, die eigentlich viel zu lang über die Fernsehbildschirme flimmerten.

Es gibt sie, diese Serien, die zum perfekten Zeitpunkt endeten, da es keine weitere Geschichte mehr zu erzählen gab. "Breaking Bad" (2008 – 2013) gehörte dazu und die Sitcom "Friends" (1994 – 2004). Auf der anderen Seite verpassten es die Verantwortlichen vieler Kult-Shows – getrieben vom Erfolg, den gleichbleibend hohen Zuschauerquoten und den damit verbundenen Werbeeinnahmen –, einen angemessenen Schlussstrich zu ziehen. Bei den folgenden zehn Serien hätten wir lieber auf die eine oder andere Staffel verzichtet.

1. "Emergency Room – Die Notaufnahme" (1994 – 2009)

Ganze 15 Staffeln lang erzählte "Emergency Room" aus dem turbulenten Arbeits- und Privatleben der Notärzte vom County General Hospital in Chicago. Viel zu lang: Denn nach all den Jahren blieb am Schluss bis auf den Darsteller Noah Wyle (John Carter) niemand von der ursprünglichen Besetzung übrig. Kult-Charaktere wie Dr. Doug Ross (George Clooney) und Dr. Mark Greene (Anthony Edwards) verschwanden allesamt von der Bildfläche.

2. "Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI" (1993 – 2002)

Ist vielleicht schon in Vergessenheit geraten: David Duchovny verließ nach der siebten Staffel die Kultserie "Akte X". Doch statt Schluss zu machen, weil das Dreamteam Mulder (David Duchovny) und Scully (Gillian Anderson) passé war, engagierten die Produzenten den Schauspieler Robert Patrick ("Terminator 2"), um zwei weitere Staffeln drehen zu können. Die Show war danach nicht mehr dieselbe. Zum Glück folgte 2016 eine Fortsetzung in Form einer zehnten Staffel – diesmal mit der Originalbesetzung.

3. "LOST" (2004 – 2010)

"LOST" von J. J. Abrams ist ein Serienmeisterwerk, das Mitte der 2000er-Jahre das Erzählen im Fernsehen neu erfand. Einige Fans mögen vielleicht widersprechen, aber: Der Mystery-Hit um die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes auf einer einsamen Insel wurde immer komplizierter und abstruser. Man konnte der Story teilweise kaum noch folgen, was aber auch den Reiz dieser Show ausmachte. Statt sechs Staffeln hätten allerdings auch vier oder fünf vollkommen ausgereicht.

4. "Heroes" (2006 – 2010)

Ähnlich verhält es sich mit der Mystery-Superhelden-Serie "Heroes", in der verschiedene Figuren Superkräfte entwickeln und gemeinsam das Ende der Welt abwenden müssen. Anfangs drehte sich noch alles um eine unverwundbare Cheerleaderin ("Rette die Cheerleaderin, rette die Welt") – der Durchbruch für die Schauspielerin Hayden Panettiere. Dann wurden die Handlungsstränge ab Staffel drei (von insgesamt vier) verworrener und die Story driftete immer mehr von der eigentlichen Geschichte ab. Auch hier hätte die Würze in der Kürze gelegen.

5. "Californication" (2007 – 2014)

Es war ein Fest, dem Autor, Lebemann und Sprücheklopfer Hank Moody (David Duchovny) in "Californication" über die Schulter zu schauen – zumindest fünf Staffeln lang. Dann hatte sich die Serie mit wiederkehrenden (schmutzigen) Witzen und Dramen überholt. Besonders anstrengend mit fortlaufender Dauer: die On-off-Beziehung von Moody zu seiner Ex-Frau.

6. "True Blood" (2008 – 2014)

"True Blood" galt als die erwachsene Serienantwort auf die "Twilight"-Reihe und machte sich den Hype um Vampire zunutze. Die Kombination aus Drama-, Horror- und Fantasy-Elementen funktionierte lange Zeit ganz wunderbar. Die sechste und siebte Staffel hätte man sich jedoch sparen können, denn die Geschichte um die weibliche Hauptfigur Sookie Stackhouse (Anna Paquin), eine Telepathin, die sich in einen Blutsauger verliebt, war da schon längst zu Ende erzählt.

7. "Glee" (2009 – 2015)

Die Musical-Comedy-Show "Glee" um talentierte Highschool-Schüler belebte ab 2009 die Fernsehlandschaft. Das Konzept nutzte sich allerdings schnell ab – sechs Staffeln waren definitiv zu viel des Guten.

8. "How I Met Your Mother" (2005 – 2014)

Wann gibt der Erzähler, der gleichzeitig die Hauptfigur ist, nun endlich preis, wer die Mutter seiner Kinder ist? Diese Frage stellten sich Zuschauer der kultigen romantischen Comedy-Sendung im "Friends"-Stil fast zehn Jahre und neun Staffeln lang – viel zu lang.

9. "Scrubs – Die Anfänger" (2001 – 2010)

Selten war eine TV-Serie so lustig wie "Scrubs". Die Sendung um den teilweise skurrilen Alltag der Nachwuchsärzte JD (Zach Braff) und Turk (Donald Faison) wurde dank viel Humor, gelegentlicher Herz-Schmerz-Momente und einer tollen Besetzung schnell Kult. Irgendwann gingen den Machern allerdings die Ideen aus. Das galt speziell für die neunte und letzte Staffel, in der nur noch wenige Originalfiguren zu sehen waren und das Setting vom Krankenhaus an eine Uni verlegt wurde – absolut überflüssig!

10. "Dexter" (2006 – 2013)

Auch bei der Thrillerserie "Dexter" haben die Produzenten den rechtzeitigen Absprung verpasst. Acht Staffeln lang erzählte Michael C. Hall alias Dexter Morgan im Voice-over-Kommentar von seinen Erlebnissen als Polizei-Forensiker bei Tag und als Serienkiller bei Nacht. Die anfangs geniale Show verlor zunehmend an Spannung und wirkte gegen Ende mehr und mehr konstruiert.

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