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10 sehenswerte Luc-Besson-Filme: Von "Nikita" bis "Valerian"

Luc Besson ist schon drei Jahrzehnte im Filmgeschäft.
Luc Besson ist schon drei Jahrzehnte im Filmgeschäft. (©picture alliance/AAPimages 2017)

Der französische Regisseur, Autor und Produzent Luc Besson kann auf eine beachtliche Filmkarriere zurückblicken, die inzwischen über 30 Jahre andauert. Pünktlich zum Release seines neuesten Werks "Valerian – Die Stadt der tausend Planeten" werfen wir einen Blick zurück. Hier kommen zehn bemerkenswerte des großen europäischen Filmemachers.

1. "Subway" (1985)

Seinen Anfang nahm alles mit dem französischen Thriller "Subway", der fast ausschließlich im Tunnelsystem der Pariser Metro spielt. Dort wartet der Punkganove Fred (Christopher Lambert) darauf, dass die Geschäftsfrau Helena (Isabelle Adjani) ihren gestohlenen Schmuck auslöst – und träumt an der Seite von anderen skurrilen Gestalten davon, eine eigene Rockband zu gründen.

Besonderheit: Besson entschied sich wegen ihres surrealen Charakters bewusst für die Pariser Metro als Drehort. Die 1980er-Perle "Subway" wurde als "Film Noir" gefeiert und markierte Bessons Durchbruch.

In Bessons Hand: Drehbuch, Regie und Produktion

2. "Im Rausch der Tiefe" (1988)

Drei Jahre darauf folgte das inzwischen zum Kultfilm avancierte Unterwasserepos "Im Rausch der Tiefe". In dem Werk lotet der von der Meereswelt schon immer faszinierte Besson die Beziehung zwischen zwei Jugendfreunden aus: Jacques und Enzo (Jean Reno) treten im Apnoetauchen gegeneinander an. Da bei diesem gerätelosen Tauchen nur ein Atemzug für den Tauchgang ausreichen muss, gilt er als besonders gefährlich – was Jacques und Enzo am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Besonderheit: Die damals beeindruckenden Wasseraufnahmen gepaart mit einem märchenhaften Plot beschieden dem Film großen Erfolg. Jean Reno gelang damit der internationale Durchbruch.

In Bessons Hand: Drehbuch, Regie und Produktion

3. "Nikita" (1990)

Während "Im Rausch der Tiefe" nur in Europa ein Erfolg war, gelang es Besson, mit "Nikita" auch Amerika auf sich aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt des Filmes steht die drogensüchtige Nikita (Anne Parillaud), die nach dem Mord an einem Polizisten vor der Wahl gestellt wird, lebenslang in den Knast zu gehen oder zur Auftragskillerin der französischen Regierung ausgebildet zu werden. Sie entscheidet sich für Letzteres. Als sie einen Freund findet, zerbricht sie jedoch fast an ihrer Doppelrolle.

Besonderheit: "Nikita" war in den 1990er-Jahren einer der international erfolgreichsten französischen Filme. In den USA wurde das Actiondrama mit Bridget Fonda in der Hauptrolle neu verfilmt.

In Bessons Hand: Drehbuch und Regie

4. "Léon – Der Profi" (1994)

Auch in "Léon – Der Profi" geht es um einen Auftragskiller. Der Schauplatz verlagert sich von Frankreich in die USA, genauer gesagt New York. Hier nimmt der Auftragsmörder Léon (Jean Reno) die zwölfjährige Mathilda (Durchbruch für Natalie Portman) unter seine Fittiche, nachdem ihre ganze Familie von einem korrupten Polizisten (Gary Oldman) hingerichtet wurde. Er soll sie lehren zu morden, damit sie ihre Familie rächen kann, während sie dem ruhigen Einzelgänger im Gegenzug das Lesen beibringt.

Besonderheit: Die Gratwanderung zwischen zelebrierter Gewalt und der zarten Beziehung zwischen den Hauptcharakteren gelingt Besson spielend und macht "Léon – Der Profi" zum zeitlosen Klassiker.

In Bessons Hand: Drehbuch und Regie

5. "Das fünfte Element" (1997)

Einen Jugendtraum erfüllte sich Luc Besson 1997 mit dem Science-Fiction-Film "Das fünfte Element". Die Story dreht sich um den Taxifahrer Korben Dallas (Bruce Willis) und das höhere Wesen Leloo (Milla Jovovich), die im New York des Jahres 2214 gemeinsam gegen böse Mächte ankämpfen. Der Schlüssel für die Rettung der Welt liegt im sogenannten fünften Element, das Leloo in sich trägt.

Besonderheit: Die Zukunftsvision, die uns Besson hier präsentiert, bietet besondere Schauwerte und wurde von den "Valerian und Veronique"-Comics beeinflusst.

In Bessons Hand: Drehbuch und Regie

6. "The Transporter" (2002)

Und auch bei "The Transporter" hat Luc Besson seine Hände im Spiel. Im spannenden Actioner begleitet der Zuschauer den ehemaligen Elitesoldaten Frank Martin (Jason Statham), der sich seinen Ruhestand an der französischen Mittelmeerküste mit gelegentlichen Transportgeschäften aufbessert. Doch sein neuester Auftrag führt ihn in die Bredouille, als er entgegen seiner eigenen Regeln das Transportgut näher untersucht.

Besonderheit: Das Konzept des Filmes erwies sich als so erfolgreich, dass gleich drei Fortsetzungen und eine TV-Serie erschienen.

In Bessons Hand: Drehbuch

7. "96 Hours" (2008)

Dass Besson genau der richtige Drehbuchschreiber für kernige Action ist, bewies er im Überraschungshit "96 Hours". Niemand anderes als Hollywoodstar Liam Neeson ("Star Wars") spielt in dem Rachethriller den ehemaligen Geheimagenten Bryan Mills, der nach der Entführung seiner Tochter Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um sie zu befreien und mit ihren Peinigern abzurechnen.

Besonderheit: Der kompromisslose Thriller bedient zwar Klischees, ist aber dank seines engagiert aufspielenden Hauptdarstellers sehr unterhaltsam.

In Bessons Hand: Drehbuch

8. "The Lady - Ein geteiltes Herz" (2011)

Mit dem Biopic "The Lady - Ein geteiltes Herz" wendete sich Besson 2011 einem Filmgenre zu, dass er bis dato noch nie umgesetzt hatte: der Filmbiografie. Im Mittelpunkt steht die wahre Geschichte der burmesischen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (Michelle Yeoh), die sich beispiellos für die Demokratisierung ihres Landes einsetzte. Als Folge wird sie fern von ihrem Ehemann und ihren Söhnen in England von der burmesischen Regierung unter Hausarrest gestellt – und das über 15 Jahre lang.

Besonderheit: Hauptdarstellerin Yeoh trat mit dem Projekt an Besson heran, da sie ihn für die Darstellung seiner starken Frauenfiguren schätzt.

In Bessons Hand: Drehbuch und Regie

9. "Lucy" (2014)

Die Hauptfigur des Science-Fiction-Films "Lucy" als stark zu bezeichnen, wäre eine bodenlose Untertreibung. Die als Drogenkurier missbrauchte amerikanische Studentin Lucy bekommt durch einen Zufall eine mysteriöse Droge in ihren Organismus, der sie nach und nach die volle Kapazität ihres Gehirns ausschöpfen lässt. Außerdem entwickelt sie übermenschliche Fähigkeiten, die auch für den Wissenschaftler Samuel Norman (Morgan Freeman) von Interesse sind.

Besonderheit: Wer seinen Sinn für Logik kurzzeitig ausschaltet, hat am Actioner mit Science-Fiction-Elementen großen Spaß.

In Bessons Hand: Drehbuch und Regie

10. "Valerian – Die Stadt der tausend Planeten" (2017)

20 Jahre nach seinem Kultfilm "Das fünfte Element" markiert Luc Bessons neuer Film "Valerian – Die Stadt der tausend Planeten" seine Rückkehr in den Weltraum. Das Science-Fiction-Spektakel begleitet die Gesetzeshüter Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne) im 28. Jahrhundert auf ihrer neuesten Mission in die Weltraummetropole Alpha. Als Laureline entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse.

Besonderheit: Das Science-Fiction-Speaktakel schlägt optisch in die Richtung großer US-Blockbuster wie "Guardians of the Galaxy". In unserer TURN ON-Kritik zu "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" liest Du, wie wir den neuesten Streich von Luc Besson fanden.

In Bessons Hand: Drehbuch, Regie und Produktion

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