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14 Serien, die viel zu früh abgesetzt wurden

Die TV-Serie "Hannibal" endete bereits nach der dritten Staffel.
Die TV-Serie "Hannibal" endete bereits nach der dritten Staffel. (©picture alliance / AP Photo 2017)

Von den Hardcore-Fans geliebt, aber kommerziell einfach nicht erfolgreich genug: Es gibt sie, diese Serien, die nach ein paar Staffeln leider viel zu früh abgesetzt worden sind. Wir geben einen Überblick über vierzehn herausragende TV-Shows, die definitiv zu früh das Zeitliche gesegnet haben.

1. "Firefly – Der Aufbruch der Serenity" (2002 – 2003)

In "Firefly – Der Aufbruch der Serenity" trifft Science-Fiction auf den Wilden Westen. Ein Begriff umschreibt die Sendung aus der Feder von Joss Whedon ("Buffy") wohl ganz besonders treffend: Kult! Die Abenteuer der genauso sympathischen wie verrückten Raumschiff-Crew von Malcolm Reynolds (Nathan Fillion, "Castle") bestechen durch jede Menge Humor und Sarkasmus, ein sehr interessantes Zukunftsszenario (Chinesisch als eine der gängigsten Sprachen!) und natürlich die interessanten Figuren, deren Reise viele Menschen gern weiter als nur eine Staffel lang verfolgt hätten. Zum Glück für die Fans folgte 2005 nach vielen Protesten zumindest noch der Kinofilm "Serenity – Flucht in neue Welten".

2. "Hannibal" (2013 – 2015)

Künstlerisch äußerst niveauvoll und bisweilen sehr brutal: "Hannibal" ist nichts für 08/15-TV-Konsumenten und zarte Gemüter. Doch gerade die perfekte Inszenierung sowie die schauspielerischen Leistungen von Hugh Dancy als von Visionen geplagter FBI-Profiler Will Graham und Mads Mikkelsen als Dr. Hannibal Lecter machten diese Serie zu etwas ganz Besonderem. Die perfide Grausamkeit, mit der Lecter den FBI-Agent manipuliert, um ihn studieren zu können, lässt dem Zuschauer genauso das Blut in den Adern gefrieren wie die barbarisch-kreative Zurschaustellung der Leichen eines Serienmörders, den Graham jagt. Da ist es für viele Fans wirklich unverständlich, dass "Hannibal" schon nach drei Staffeln abgesetzt wurde.

3. "My Name Is Earl" (2005 – 2009)

Die überaus witzige TV-Show "My Name Is Earl" zählt definitiv zu den Comedy-Serien, die man immer wieder anschauen kann, ganz ähnlich wie "Scrubs – Die Anfänger" oder "Malcolm mittendrin". In der Serie geht es um einen Loser, der nach einem Lotteriegewinn und anschließenden Verlust des Scheins plötzlich an Karma glaubt. Fortan arbeitet er eine Liste ab und will allen Menschen etwas Gutes tun, denen er in der Vergangenheit Leid zugefügt hatte. Die sympathisch-skurrilen Bewohner eines Trailerparks, in dem auch Earl einst lebte, sind dem Zuschauer nach vier Staffeln sehr ans Herz gewachsen. Mehr war bei NBC leider nicht drin.

4. "Deadwood" (2004 – 2006)

"Deadwood" ist eine anspruchsvolle Western-Serie von HBO, die Fans lediglich drei Staffeln lang genießen durften. Für die Geschichte um Goldsucher, Abenteurer, Revolverhelden und Outlaws wurden historische Fakten mit fiktiven Elementen gemischt. Mit der im Neo-Western-Stil inszenierten Show "Justified" gab es zumindest für einen der Hauptdarsteller, Timothy Olyphant, eine würdige Fortsetzung.

5. "Pushing Daisies" (2007 – 2009)

"Pushing Daisies" hat Figuren zum Verlieben, aberwitzige Kriminalfälle und ein sehenswertes, kunterbuntes Setting nach Fantasy-Vorbild zu bieten. In der märchenhaften Show geht es um den Café-Besitzer Ned, der tote Dinge (und für wenige Momente auch Menschen) wieder zum Leben erwecken kann. Mit seiner Gabe unterstützt er einen Detektiv bei seinen Mordermittlungen. Das große Interesse der Zuschauer blieb allerdings aus: Die Serie von Bryan Fuller endete bereits nach der zweiten Staffel.

6. "Dead Like Me – So gut wie tot" (2003 – 2004)

Die unterschätzte Serie "Dead Like Me" stammt ebenfalls von Bryan Fuller und kann vor allem mit schrägem (schwarzen) Humor punkten. Auch hier dreht sich vieles um den Tod: Die eigentlich durch einen kuriosen Unfall getötete 18-jährige Hauptfigur Georgia 'George' Lass muss zwei Staffeln lang Seelen von Verstorbenen einsammeln.

7. "Lie To Me" (2009 – 2011)

Innovative Krimiserie: In "Lie To Me" geht der Verhaltensexperte und "Lügen-Profi" Cal Lightman, genial gespielt von Tim Roth, mit seinem Team auf Verbrecherjagd. Dem Spezialisten entgeht keine noch so kleine Gesichtsregung der mutmaßlichen Kriminellen, die er befragt. Ein ums andere Mal entlarvt er die wahren Schuldigen allein aufgrund ihrer Mimik. Besonders interessant: Die TV-Show basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des Forschers Paul Ekman im Bereich der Mikro-Mimik. Und trotzdem war nach Staffel 3 schon wieder Schluss mit "Lie To Me".

8. "Jericho" (2006 – 2008)

Das packende Endzeit-Szenario "Jericho" erzählt die Geschichte der recht isoliert lebenden Bewohner der fiktiven US-amerikanischen Kleinstadt Jericho. Die bekommen den Schock ihres Lebens, als sie im nahegelegenen Denver plötzlich einen riesigen Atompilz aufsteigen sehen. Niemand weiß, was passiert ist, sie sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Und trotzdem müssen sie irgendwie überleben... Die Serie schaffte das allerdings nicht sonderlich lange – nach nur zwei Staffeln wurde "Jericho" wieder abgesetzt.

9. "Raumschiff Enterprise" (1966 – 1969)

Unglaublich, aber wahr: Von der Original-"Star Trek"-Serie "Raumschiff Enterprise" gibt es nur drei Staffeln! Damals wussten die Verantwortlichen noch nicht, was für ein kultiges Universum sie da erschaffen hatten. Doch in den 60er-Jahren, als die Serie erstmals ausgestrahlt wurde, hatte sie tatsächlich noch keine so große Anhängerschaft wie heute – die folgte erst später, dank zahlreicher Wiederholungen, die über die TV-Bildschirme flimmerten. Was folgte, waren ganze fünf Serienableger und unzählige Kinofilme. Zum Glück kriegen wir Kirk und Co. in J.J. Abrams "Star Trek"-Filmen – wenn auch in wesentlich jüngeren Versionen –  dann doch noch mal zu Gesicht.

10. "The Bridge" (2013 – 2014)

Fernsehkunst im Stil von "Breaking Bad": Von der Krimiserie "The Bridge" um die mexikanisch-US-amerikanische Grenze hätten wir gern mehr gesehen als nur zwei Staffeln. Sehr überzeugend: die deutsche Hollywood-Schauspielerin Diane Kruger als autistische Ermittlerin und Demián Bichir als ihr mexikanischer Kollege, die einem Serienmörder auf der Spur sind.

11. "Copper – Justice Is Brutal" (2012 – 2013)

Die historische Dramaserie "Copper – Justice Is Brutal" begeistert mit einem tollen Setting im New York der 1860er-Jahre und knallharter Action. Doch die Ermittlungen einer Polizei-Einheit im Problemviertel Five Points waren offenbar nicht jedermanns Sache. Nach nur zwei Staffeln hieß es auch hier: abgesetzt!

12. "Wayward Pines" (2015 – 2016)

"Wayward Pines" basiert auf einer Romanreihe von Blake Crouch. Die Serie ist eine interessante Mischung aus "Twin Peaks", "Lost" und "The 100" – Science-Fiction trifft hier auf Mystery. Zu Beginn ahnt man als Zuschauer noch gar nicht, welche Richtung die Story am Ende einschlägt. Eine Stadt, die niemand lebend verlassen kann, und ein düsteres Zukunftsszenario für die Menschheit gepaart mit einer ziemlich gruseligen Entwicklung in der menschlichen Evolution sorgen dafür, dass man kaum abschalten kann. Doch schon nach der zweiten Staffel hatte man keine andere Wahl, denn die Serie wurde abgesetzt.

13. "Flash Forward" (2009 - 2010)

Diese Mystery-Serie wurde ursprünglich als Nachfolger der Erfolgs-Show "Lost" beworben: Nachdem die gesamte Menschheit während eines kollektiven, zweiminütigen Blackouts einen Blick in die Zukunft werfen durfte, ist das Chaos ausgebrochen: 20 Millionen Menschen sterben durch Unfälle während der Massen-Ohnmacht, die übrige Bevölkerung zerbricht an den psychologischen Folgen des Ereignisses. Die Serie begleitet einen FBI-Agenten, der das Mysterium aufklären will und dabei eine Verschwörung aufdeckt. Allerdings wurde nie aufgeklärt, was des Rätsels Lösung ist, da das Projekt schon nach einer Staffel wegen schwindender Quoten eingestellt wurde – ein bekanntes Problem bei Serien mit durchgehender Story.

14. "V – Die Besucher" (2009 - 2011)

Für ein Remake eignete sich "V – Die außerirdischen Besucher" eigentlich perfekt. Schon 1983 konnte die Serie einen gewissen Kultstatus erreichen. Sie verband eine Science Fiction-Story über eine Alien-Invasion mit gewissen Grusel-Elementen. Mit Morena Baccarin ("Homeland", "Deadpool") in der Hauptrolle sollte eine spannende Neufassung entstehen, in der Außerirdische die Welt unter Vortäuschung guter Absichten unterjochen. Leider waren die Quoten äußerst mäßig und nach einer gekürzten, zweiten Staffel weilten die Besucher schließlich nicht länger unter uns. Leider wurden viele Cliffhanger der düsteren Story nicht aufgeklärt und niemand erfuhr, ob die Aliens am Ende wirklich gewinnen würden.

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