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5 denkwürdige Filmzitate für besondere Momente und Situationen

"O Captain! Mein Captain!": Dieser Spruch machte Robin Williams unsterblich.
"O Captain! Mein Captain!": Dieser Spruch machte Robin Williams unsterblich. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

Manchmal fehlen einem einfach die Worte. Ein paar berühmte Filmzitate parat zu haben, kann da nicht schaden. Hier sind fünf unvergessliche Zeilen, die Dir im Zweifelsfalls aus der Patsche helfen.

1. Jules Winnfields Bibelmonolog aus "Pulp Fiction" (1994)

Du suchst nach einem passenden Spruch für den Pizzajungen, der schon wieder zu spät kommt? Oder den Paketboten, der mal wieder nicht geklingelt hat? Wen auch immer Du anmeckern willst, mit dem legendären Monolog von Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) aus "Pulp Fiction" kündigst Du Deinen Wutanfall dramatisch an:

"Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und da steht weiter: Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe."
Jules Winnifield

Im Film behauptet Jules, das Zitat stamme aus der Bibel (Hesekiel 25,17). Das ist nicht ganz korrekt: Quentin Tarantino hat hier einiges dazu gedichtet. Die Originalstelle lautet:

"

Ich will große Rache an ihnen üben durch grimmige Züchtigungen; und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich meine Rache über sie bringe!
Hesekiel 25,17
"

2. Rhett Butler pfeift auf Scarlett O'Hara in "Vom Winde verweht" (1939)

Bei einer Umfrage zu den denkwürdigsten Filmzitaten ließ das Fachmagazin Hollywood Reporter Filmbrancheninsider über ihre Lieblingssprüche abstimmen. Auf Platz 1 landete ein absoluter Klassiker, der im Original folgendermaßen lautet:

"Frankly my dear, I don’t give a damn."
Rhett Butler

Der Satz stammt von Rhett Butler (Clark Gable). Nachdem der eine gefühlte Ewigkeit vergeblich um die Gunst von Scarlett O'Hara (Vivien Leigh) gebuhlt hat, erklärt sie ihm schließlich, dass sie jetzt doch ihn auserwählt hat. Mr. Butler hat aber mittlerweile das Interesse verloren und lehnt höflich ab. Als Scarlett ihn fragt, was denn nun aus ihr werden solle, quittiert er Scarletts Wankelmütigkeit in der deutschen Übersetzung folgendermaßen:

"Offen gesagt, pfeif’ ich drauf."
Rhett Butler

Leider ist hier wie so oft das englische Original deutlich stärker. In der Synchronfassung fiel sowohl der sarkastische Einschub "meine Liebe" ("my dear") als auch das Schimpfwörtchen "damn" unter den Tisch. "Offen gesagt, meine Liebe, da geb ich einen Scheiß drauf", wäre wohl die zeitgemäße Übersetzung. Stilvoller kann man jemandem nicht den verbalen Mittelfinger zeigen.

3. Rick Blaine sucht Augenkontakt in "Casablanca" (1942)

"Spiel's noch einmal, Sam", "Verhaftet die üblichen Verdächtigen", "Uns bleibt immer Paris", "Ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft", "Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber bald und dann für den Rest deines Lebens" – kaum ein Film in der Geschichte hat so viele denkwürdige Filmzitate hervorgebracht wie "Casablanca". Die wohl ikonischste Zeile lautet aber:

"Ich seh' dir in die Augen, Kleines!"
Rick Blaine

In der ersten Synchronfassung lautete der legendäre Satz von Rick Blaine (Humphrey Bogart) noch folgendermaßen:

"Schau mir in die Augen, Kleines!"
Rick Blaine

Viermal fällt dieser Spruch insgesamt während des ganzen Films, die meisten werden ihn aber sicherlich von der Finalszene auf dem Flughafen kennen. Im englischen Original klingt er sogar noch cooler:

"Here’s looking at you, kid."
Rick Blaine

Leider ist der Spruch mittlerweile so abgenutzt, dass man ihn eigentlich nur noch mit einem Augenzwinkern benutzen kann, aber um zum Beispiel eine allzu dramatische Abschiedsszene zu vermeiden, kann man ihn immer noch auspacken.

4. Don Vito Corleone und sein "Angebot" in "Der Pate" (1972)

"Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann."
Don Vito Corleone

Mit seinem Mafia-Epos über die Familie Corleone hat Francis Ford Coppola Filmgeschichte geschrieben. Neben dem Oscar für den besten Film gab es auch einen für Marlon Brando und seine Darstellung von Don Vito Corleone. Ironischerweise lehnte der aber dieses Angebot ab: Aus Protest gegen die schlechte Behandlung der amerikanischen Ureinwohner ließ er die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather bei der Oscar-Verleihung eine Solidaritätserklärung vorlesen.

Das berühmte Zitat des Dons ist jedenfalls fest in unseren Sprachgebrauch übergegangen. Wann immer Du klarmachen möchtest, dass Du eindeutig in der besseren Verhandlungsposition bist, ist dieser Spruch Deine Wahl.

5. Ein respektvoller Abschied in "Der Club der toten Dichter" (1989)

"O Captain! Mein Captain!"
Schüler der Welton Acadamy

Die beeindruckende Respektbezeugung der Schüler der Welton Acadamy gegenüber ihrem Lehrer John Keating (Robin Williams) in "Der Club der toten Dichter" wurde durch die traurige Realität noch übertroffen. Als Robin Williams sich 2014 das Leben nahm, machte "Tagesthemen"-Moderatorin Caren Miosga etwas noch nie Dagewesenes und ehrte den Schauspieler, indem sie seinen Nachruf auf dem Tisch stehend ankündigte. In dieser Pose hatten auch Keatings Schüler im Film vor ihm salutiert.

Es gibt wohl kaum eine schönere Art, um respektvoll Lebewohl zu sagen.

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