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5 Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen

Steven Spielbergs "Der weiße Hai" hatte eine historische Vorlage.
Steven Spielbergs "Der weiße Hai" hatte eine historische Vorlage. (©Facebook / JawsMovie 2016)

Die meisten Filme haben ihren Ursprung in der Fantasie von Drehbuchautoren und Regisseuren. Im Folgenden zeigen wir Dir jedoch fünf Beispiele, von denen kaum jemand glauben würde, dass ihre Handlung eben nicht ausgedacht ist, sondern tatsächlich so passiert ist.

1. "Der weiße Hai"

Steven Spielbergs Klassiker "Der weiße Hai" ist keinesfalls reine Fiktion. In dem Film wird das kleine Küstenstädchen Amity von einem menschenfressenden Hai angegriffen, der die Einwohnerzahl dezimiert und die Touristen vergrault. Das Meisterwerk basiert auf dem Roman "Jaws" des Autors Peter Bencheley, der darin die wahren Begebenheiten eines historischen Vorfall thematisiert.

Im Jahr 1916 wurden vier Menschen an der Küste von New Jersey bei den sogenannten "Jersey Shore Shark Attacks" getötet und einer verletzt. Daraufhin schloss sich die Bevölkerung zusammen und organisierte eine riesige Jagd auf den Hai, um den Tourismus in der Region zu schützen.

2. "Mike and Dave Need Wedding Dates"

"Mike and Dave Need Wedding Dates" sieht auf den ersten Blick aus, wie eine typische US-Teenie-Komödie. Hollywood-Beau Zac Efron und "Pitch Perfect"-Darsteller Adam DeVine sollen als Brüder Mike und Dave zur Hochzeit ihrer Schwester auf Hawaii endlich mal ein anständiges Mädchen als Begleitung mitbringen. Das Problem: Sie kennen zwar eine Menge Mädchen, aber keine anständigen. Also geben sie eine Kleinanzeige auf und finden auch prompt zwei Kandidatinnen, die sich nach der Landung auf Hawaii allerdings als noch chaotischer herausstellen, als es sich Mike und Dave in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Typisch amerikanische Coming-of-Age-Komödie nach Schema F – möchte man meinen.

Doch Mike und Dave gibt es wirklich und die ganze Filmgeschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Die beiden Brüder, die mit Nachnamen Strangle heißen, suchten tatsächlich per Kleinanzeige nach Dates für die Hochzeit ihrer Schwester. Die Anzeige wurde ein viraler Hit, die beiden wurden in Talkshows eingeladen und schrieben ein Buch über ihre Erlebnisse, das den gleichen Titel wie der Film hat und als Vorlage für diesen diente.

Zac Efron sagte im Interview mit US-Talker Jimmy Kimmel: "Wir haben die echten Mike und Dave getroffen und sie haben uns erzählt, dass 80 Prozent von dem, was im Film zu sehen ist, wahr sind. Es ist wirklich passiert!" Total crazy!

3. "Psycho"

Apropos crazy: Alfred Hitchcocks "Psycho“ ist ein filmgewordener Albtraum und nicht zuletzt für seine packend geschnittene Dusch-Mord-Szene als Klassiker des Horrorfilms bei Kennern beliebt. Die wenigsten wissen aber, dass der berühmteste Mörder der Filmgeschichte Norman Bates, gespielt von Anthony Perkins, ein reales Vorbild hat. Dieses war der 1957 verhaftete Ed Gein, der nach dem Tod seiner Mutter auf seiner einsamen Farm Körperteile wie Nippel und Nasen oder Masken aus Gesichtshäuten sammelte. Zwei Morde an Frauen konnten ihm nachgewiesen werden, die anderen Körperteile stammten von Leichen, die Gein von Friedhöfen klaute.

Neben "Psycho" inspirierte die wahren Begebenheiten um Ed Gein noch 15 weitere Filme, wie Jonathan Demmes "Das Schweigen der Lämmer" und Tobe Hoopers "The Texas Chainsaw Massacre".

4. "50 erste Dates"

Die Geschichte des Films "50 erste Dates" klingt so unglaubwürdig, dass sie eigentlich nur ausgedacht sein kann: Adam Sandler spielt Henry, einen charmanten Tierarzt auf Hawaii, der mit Lucy, gespielt von Drew Barrymore, die Frau seiner Träume trifft. Leider leidet Lucy unter Amnesie und vergisst jede Nacht, was am Tag zuvor passierte. Adam Sandler muss nun dafür sorgen, dass sich Lucy jeden Tag neu in ihn verliebt.

Das reale Vorbild für Lucy und den Film war die Britin Michelle Philpots, die nach zwei Autounfällen immer wieder ihre Erinnerung an den vorherigen Tag verliert, wenn sie schläft. Um sich überhaupt an etwas aus dem Vortag erinnern zu können, klebt Michelle Philpots unzählige Post-its mit Notizen an die Wände ihrer Wohnung. Der letzte Tag, an den sie sich erinnern kann, liegt im Jahr 1994. "Es ist, als würde ich immer wieder den gleichen Tag wieder und wieder erleben", sagte Philpots der Daily Mail.

5. "Rocky"

Sylvester Stallone spielte nicht nur die Hauptrolle in dem Boxerdrama "Rocky" von 1976, sondern schrieb auch das Drehbuch. Sein "Rocky" ist ein Underdog, ein Verlierer auf den schmutzigen Straßen von Philadelphia, der eines Tages die Chance bekommt, gegen den Weltmeister anzutreten.

Der Schwergewichts-Boxer Chuck Wepner traute seinen Augen nicht, als er "Rocky" sah, denn der Film kam ihm vor, wie die Geschichte seines Lebens. Nur ein Jahr vor Filmrelease und kurz bevor Stallone sich an die Arbeit an dem Drehbuch machte, trat Wepner im Ring gegen Weltmeister Muhammad Ali an. Obwohl Chuck Wepner verlor, brachte er den Weltmeister ganz schön ins Straucheln. Der Boxer verklagte Sylvester Stallone im Jahr 2003 für die ungefragte Verfilmung seines Lebens. Beide Seiten einigten sich auf einen Vergleich in unbekannter Höhe. Eigentlich wäre das schon wieder Stoff für einen weiteren Film, der auf wahren Begebenheiten beruht.

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