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5 Filmfiguren, die von vielen Schauspielern verkörpert wurden

Mads Mikkelsen schafft es, in die großen Fußstapfen von Sir Anthony Hopkins zu treten und als Hannibal Lecter zu beeindrucken.
Mads Mikkelsen schafft es, in die großen Fußstapfen von Sir Anthony Hopkins zu treten und als Hannibal Lecter zu beeindrucken. (©Facebook/NBCHanniba 2016)

Es gibt Rollen, zu denen sagt man als Schauspieler einfach nicht "Nein". Fünf dieser legendären Figuren und von welchen Stars sie im Laufe der Zeit gespielt wurden, findest Du in dieser Liste:

1. Batman

 Christian Bale verlieh Batman eine ganz eigene, sehr düstere Note und etablierte den "Dark Knight". fullscreen
Christian Bale verlieh Batman eine ganz eigene, sehr düstere Note und etablierte den "Dark Knight". (©picture alliance/United Archives 2016)

Von der cartoonartigen TV-Serie der 1960er mit Einblendungen wie "Bam!", "Crash!" und "Kapow!" bis zu Christopher Nolans Dark Knight war es ein langer Weg. Während der 60er-Jahre-Batman (Adam West, 1966 bis 1968) seine Unterhose noch vorzugsweise über dem Kostüm trug und eher in der Kategorie "Slapstick" einzuordnen war, ist der moderne Dunkle Ritter eine wandelnde Hightech-Kampfmaschine mit ambivalenter Persönlichkeit. Insbesondere die Batman-Darstellung Christian Bales ("The Dark Knight"-Trilogie, 2005 bis 2012) war wegweisend für das ganze Superheldengenre, an dem sich auch der aktuelle Batman Ben Affleck ("Batman v Superman: Dawn of Justice", 2016) messen lassen muss. Weitere Schauspieler, die den Namen Bruce Wayne auf ihre Filmvisitenkarte schreiben durften, waren: Michael Keaton ("Batman" und "Batman Returns", 1989 und 1992), Val Kilmer ("Batman Forever", 1995) sowie George Clooney ("Batman & Robin", 1997).

2. Sherlock Holmes

 Benedict Cumberbatch (l.) beeindruckt als etwas anderer Detektiv in der BBC-Serie "Sherlock". fullscreen
Benedict Cumberbatch (l.) beeindruckt als etwas anderer Detektiv in der BBC-Serie "Sherlock". (©dpa 2016)

Der wohl berühmteste Detektiv aller Zeiten wurde von Sir Arthur Conan Doyle bereits vor 130 Jahren erdacht. Und bis heute ist Sherlock Holmes eine Figur, die Publikum und Kreative gleichermaßen fasziniert. Spätestens seit den Kinofilmen mit Robert Downey Jr. ("Sherlock Holmes", 2009 und "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", 2011) oder der BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch ("Sherlock", seit 2010) schätzen Millionen Fans weltweit die explosive Mischung aus Genie und Wahnsinn, die den Meisterdetektiv so einzigartig macht. Dabei ist die dunkle Seite des ansonsten so rationalen Kriminalgenies keine moderne Erfindung der Film- und TV-Industrie. Bereits in den Romanen und Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle war der Mann aus der Baker Street 221b künstlich erzeugten Rauschzuständen und radikalen Ermittlungsmethoden nicht abgeneigt. Weitere erwähnenswerte Besetzungen: Johnny Lee Miller in der CBS-Produktion "Elementary" (seit 2012), Ian McKellan in "Mr. Holmes" (2015) sowie Christopher Plummer ("Silberstern", 1977 und "Sherlock Holmes – Mord an der Themse", 1978).

3. Dracula

 Im Klassiker "Bram Stoker's Dracula" verkörperte Gary Oldman (r.) den Fürsten der Finsternis. fullscreen
Im Klassiker "Bram Stoker's Dracula" verkörperte Gary Oldman (r.) den Fürsten der Finsternis. (©picture-alliance / KPA 2016)

Als Bram Stoker seinen Roman "Dracula" 1897 veröffentlichte, ahnte er wahrscheinlich selbst nicht, was für einen Mythos er damit begründen würde. Schauergeschichten mit Vampiren und anderen Ungeheuern waren im 19. Jahrhundert ein beliebtes literarisches Thema. Doch erst mit Dracula bekam die Welt der untoten Blutsauger einen Prototyp, der bis heute die Darstellung von Vampiren in Film und Fernsehen beeinflusst. Unvergessene Darstellungen des Fürsten der Finsternis gaben unter anderem Bela Lugosi ("Dracula", 1931), Christopher Lee ("Dracula", 1958), Klaus Kinski ("Nosferatu – Phantom der Nacht", 1979) sowie Gary Oldman ("Bram Stoker's Dracula", 1992). Mit insgesamt 25 Verfilmungen ist Dracula eine der am häufigsten wiederkehrenden Figuren der Popkultur.

4. Hulk

 Edward Norton fiel als Hulk bei den meisten Zuschauern durch. fullscreen
Edward Norton fiel als Hulk bei den meisten Zuschauern durch. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

Wie so viele ikonische Superhelden aus dem Marvel-Universum wurde "Hulk" von den Comiclegenden Stan Lee und Jack Kirby erfunden. Der Wissenschaftler Bruce Banner und sein wütendes Alter Ego sind eine moderne Version von Dr. Jekyll und Mr. Hyde, die von ihren Fans vor allem wegen ihrer Unberechenbarkeit geschätzt wird. Diese für Superhelden so untypische Eigenschaft macht Hulk trotz seiner enormen Größe und Kraft zu einer zutiefst menschlichen, mit Fehlern behafteten Figur. Die Fernsehserie "Der unglaubliche Hulk" (1978 bis 1982) mit Lou Ferrigno als Hulk und Bill Bixby als Bruce Banner genießt bis heute Kultstatus. In der Version von Regisseur Ang Lee ("Hulk", 2003) übernahm Eric Bana die Titelrolle. Wie wichtig Hulk im Kosmos der Superhelden ist, sieht man daran, dass Marvel sich dazu entschied, den grünen Koloss als zweite Figur nach "Iron Man" in sein Cinematic Universe einzuführen ("Der unglaubliche Hulk", 2008). Leider konnte Edward Norton in der Rolle nicht überzeugen, sodass Mark Ruffalo die Auftritte in den beiden Avengers-Filmen übernahm ("Marvel's The Avengers", 2012 und "Avengers: Age of Ultron", 2015). Ruffalos Bruce Banner gilt für viele als die überzeugendste Hulk-Darstellung überhaupt.

5. Hannibal Lecter

 Anthony Hopkins (r.) alias Hannibal Lecter lehrte das Kinopublikum in "Das Schweigen der Lämmer" das Fürchten. fullscreen
Anthony Hopkins (r.) alias Hannibal Lecter lehrte das Kinopublikum in "Das Schweigen der Lämmer" das Fürchten. (©picture alliance/Mary Evans Picture Library 2016)

Ein Kannibale an sich ist schon Furcht einflößend. Sir Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter jedoch hat in "Das Schweigen der Lämmer" (1991) die Horrorvorstellung eines menschenfressenden Massenmörders so überzeugend verkörpert, dass er bei vielen Zuschauern damit für schlaflose Nächte sorgte. Die Fortsetzung "Hannibal" (2001) und das Prequel "Roter Drache" (2002) konnten zwar nicht mehr an den Erfolg von "Das Schweigen der Lämmer" anknüpfen, aber auch hier überzeugte Hopkins mit seiner unvergleichlichen Darstellung des wahnsinnigen Genies. In "Hannibal Rising – Wie alles begann" (2007), dem vierten Teil der Reihe, übernahm dann der französische Schauspieler Gaspard Ulliel, der im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger allerdings nur verlieren konnte. Erst mit der NBC-Serie "Hannibal" (2013 bis 2015) hatte man mit Mads Mikkelsen ("Doctor Strange") einen würdigen Nachfolger für den distinguierten Psychopathen gefunden.

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