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5 Filmhelden, die eigentlich gar nicht so heldenhaft sind

Das Biest ist auch im Remake nicht wirklich Heldenmaterial.
Das Biest ist auch im Remake nicht wirklich Heldenmaterial. (©null 2017)

Aktuell sind Superhelden auf der Leinwand total angesagt. Was aber, wenn die Filmhelden gar nicht so "super" sind, wie sie den Zuschauer glauben machen möchten? Einige dieser vermeintlich "Guten", die von Fans in Scharen bejubelt werden, entpuppen sich zumindest für uns auf den zweiten Blick als ziemlich fragwürdige Charaktere ...

Spoiler: Gleich zwei dieser Filmhelden, die viel mehr Wölfe im Schafspelz sind, gehören zur sogenannten "Gerechtigkeitsliga" alias DCs "Justice League". Das ist irgendwie ... - naja, ungerecht.

Achtung, Spoiler!
Da wir im Folgenden auf die Taten der einzelnen Figuren eingehen, sind Spoiler unvermeidlich. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

1. Superman

Allen voran der sogenannte "Superman", der seinem Namen bei genauerem Hinsehen nicht 100-prozentig gerecht werden kann. So trägt der Kryptonier seine Kämpfe auffällig oft in den bevölkerungsreichsten Metropolen aus – Kollateralschäden nimmt er gedankenlos in Kauf. Und dann wären da ja noch Clarks Problem, seine Wut und Kraft im Zaum zu halten, wenn er provoziert wird. In "Justice League" jagte er bei dem Versuch, seine Mitstreiter zu treffen, sogar ein Polizeiauto mit seinem Laserblick in die Luft. Der zugehörige Gesetzeshüter konnte sich gerade noch mit einem beherzten Sprung in Sicherheit bringen. Kein Wunder, dass Bruce Wayne alias Batman vorsichtshalber einen Vorrat an Kryptonit hortet.

2. Batman

Apropos Batman: Gothams dunkler Ritter ist ebenfalls kein Sonnenschein. Mal ganz abgesehen von der offensichtlich labilen Psyche des selbst ernannten Rächers, sind seine Methoden ebenfalls oft widersprüchlich. So jagt er Verbrecher, weil sie morden – und tötetet sie dann selbst. Das ganze nur als unterlassene Hilfeleistung zu verkaufen (siehe: die "Nicht-Rettung" von Ra's Al Ghul in "Batman Begins"), macht das Ganze irgendwie auch nicht besser.

3. Albus Dumbledore

Ja richtig gelesen. Auch der sympathische Schulleiter von Hogwarts ist nicht unbedingt ein Mensch, dem wir unsere Kinder anvertrauen würden. Nur zur Erinnerung: Dumbledore wusste die ganze Zeit, dass Harry sterben muss, damit Voldemort gestürzt werden kann – und hat keinen Ton gesagt, um Harry auf diesen Schock vorzubereiten.

Ganz zu Schweigen davon, dass er kaum protestiert hat, als Harry am Trimagischen Turnier teilnehmen musste, obwohl ein Unbekannter den Namen des viel zu jungen Schülers in den Lostopf geworfen hatte ... Und den Elderstab, der bekanntermaßen Unglück anzieht, vernichtete Dumbledore ebenfalls nicht, als er die Chance dazu hatte. Stattdessen behielt er den machtvollsten aller Zauberstäbe für sich – nicht gerade ein selbstloser Schachzug.

4. Peter Pan

Mal ehrlich: Der Junge, der nie erwachsen werden möchte, tut so einige Dinge, die ein waschechter Held einfach nicht tun sollte. So entführt er in der Disney-Version Wendy und ihre Brüder aus ihrem Kinderzimmer, schickt die verlorenen Jungen in einen Kampf auf Leben und Tod mit blutrünstigen Piraten und verfüttert die Hand eines Mannes an ein Krokodil – nur um sich später ständig darüber lustig zu machen.

In der Romanvorlage von J. M. Barrie heißt es sogar, Peter Pan würde die verlorenen Jungen "ausdünnen", wenn manche von ihnen langsam zu Erwachsenen werden. Solche Details lassen uns erahnen, dass wir das Nimmerland nie und nimmer betreten wollen.

5. Das Biest

Kaum eine Szene dürfte Kinogänger 2017 so sehr gefreut haben, wie der Absturz von Gaston in der Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest". Dabei ist nicht nur der arrogante Krieger ein echter Schurke, auch das Biest entpuppt sich bei genauerem Hinsehen nicht wirklich als Märchenprinz – Fluch hin oder her.

Rekapitulieren wir die Handlung doch noch einmal: Zu Beginn ist da dieser Mann, der sich einfach gemein, selbstverliebt und vollkommen egoistisch verhält. Als Strafe wird er in ein Biest verwandelt. Später sperrt er einen alten Mann ein und zwingt anschließend seine Tochter, im Austausch für dessen Leben seine Gefangenen zu sein. Dann bringt er sie dazu, dass sie Gefühle für ihn entwickelt, mit dem einzigen Ziel, den Fluch zu brechen. Für uns ist das nicht gerade der Stoff, aus dem Märchen sind.

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