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5 TV-Serien, die Du echt nicht zu Ende schauen solltest

Bei "Sons of Anarchy" ist es kein großer Verlust, vor dem Ende der Serie auszusteigen.
Bei "Sons of Anarchy" ist es kein großer Verlust, vor dem Ende der Serie auszusteigen. (©Facebook/SonsofAnarchy 2016)

In Zeiten, in denen die US-Networks quasi jede Woche eine neue Serie auf den Markt werfen und Bingewatching zum Leistungssport geworden ist, musst Du Dir Deine Fernsehzeit gut einteilen. Wir verraten Dir fünf Serien, die Du guten Gewissens nicht bis zum bitteren Ende ansehen musst.

1. "House of Cards"

Die erste Staffel der Politthrillerserie mit Kevin Spacey war brillant. Die zweite Staffel herausragend, mit einem spektakulären Anfang und einem epischen Ende. Aber sind wir mal ehrlich: Eigentlich war die Geschichte an dem Punkt zu Ende erzählt, als Frank Underwood Präsident wurde. Die folgenden Staffeln mit dem Putin-Abklatsch Petrov, Franks politischer Agenda "America Works", Claire als scheiternder UN-Botschafterin, der Trennung, dem Attentat, dem Wahlkampf – all das macht die Story nicht besser oder fügt irgendetwas von Bedeutung hinzu. Groteskerweise ist die politische Realität in den USA zurzeit weitaus spannender. Natürlich ist die Netflixproduktion immer noch besser als viele andere Serien. Seinen Zenit hat "House of Cards" aber leider längst überschritten.

2. "Fear the Walking Dead" (und "The Walking Dead")

Ein Spin-off von einer Serie zu produzieren, die noch gar nicht beendet ist, ist selten eine gute Idee. Viele Fans fragen sich zu Recht, was sie mit einem Ableger des Originals sollen, wenn es noch frisches Material vom Original gibt. Bis auf die Regel bestätigende Ausnahmen wie "Better Call Saul" gibt es außerdem nur sehr wenige Spin-offs, die an die Mutterserie auch nur ansatzweise heranreichen. Auch, wenn "Fear The Walking Dead" für einige Zuschauer zunächst eine willkommene Erweiterung war, wurde doch schnell klar, dass es eben nicht so gut wie "The Walking Dead" ist. Beziehungsweise: früher mal war. Denn auch das Original hat spätestens seit dem fiesen Negan-Cliffhanger am Ende der sechsten Staffel und der auf Unverständnis gestoßenen Auflösung zu Beginn der siebten Season ein Problem mit wachsender Kritik.

3. "True Detective"

Mit Matthew McConaughey als Detective Rust Cohle und Woody Harrelson als Detective Martin Hart ist Autor Nic Pizzolatto ein modernes Meisterwerk des Noir-Genres gelungen. Die erste Staffel "True Detective" begeisterte Kritiker und Zuschauer mit wortgewaltigen, intelligenten Dialogen, einer düsteren Grundstimmung, fantastischen Landschaftsaufnahmen, vielschichtigen Figuren und einer stimmigen Story. Insbesondere Letzteres lag daran, dass "True Detective" eigentlich als abgeschlossene Mini-Serie konzipiert wurde. Für die zweite Staffel mussten also neue Figuren, neue Schauspieler und neue menschliche Abgründe her. Und das, wie so oft im TV-Business, so schnell wie möglich. Dementsprechend enttäuschend fiel auch das Ergebnis aus. Selbst die Starbesetzung mit Colin Farrell, Vince Vaughn, Rachel McAdams und Taylor Kitsch konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier lieblos eine billige Kopie des Originals zusammengezimmert wurde.

4. "Sons of Anarchy"

Das Familienepos um den Motorradclub "Sons of Anarchy" hat – nicht nur unter Bikern – zu Recht Kultstatus erlangt. Authentische Figuren, komplexe Konflikte und spektakuläre Staffelfinale sorgten dafür, dass Jax (Charlie Hunnam), Gemma (Katey Sagal) und Clay (Ron Perlman) sich einer treuen Fanbasis sicher sein konnten. Aber auch die besten Charaktere garantieren nicht, dass ihr Zusammenspiel auf ewig funktioniert. Spätestens in der vierten Staffel wirken die immer gleichen Probleme der Figuren so zäh, dass es richtig anstrengend wird, bei ihren Reibereien zuzusehen. Als dann auch noch die über die komplette Serie aufgebaute, finale Konfrontation zwischen Jax und Clay erneut nicht aufgelöst wird, ist klar: Hier soll die Kuh so lange gemolken werden, bis auch der letzte Tropfen Milch versiegt ist.

5. "Lost"

Wenn es einen Preis für das schlechteste, unlogischste und enttäuschendste Serienfinale ever gäbe – "Lost" hätte ihn verdient. Es ist sogar ziemlich unwahrscheinlich, dass es jemals wieder eine Serie geben wird, die ihre Fans am Ende mehr zum Narren hält, als es "Lost" getan hat. So grandios und unglaublich spannend die ersten Staffeln der Geschichte um die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes war, so abgrundtief mies und an den Haaren herbeigezogen war das Ende. Die Twitter-Kurzbiografie von Damon Lindelof, einem der Autoren, lautet: "Yeah, I'm one of the idiots behind LOST. And no, I don't understand it either." ("Ja, ich bin einer der Idioten hinter LOST. Und nein, ich verstehe es auch nicht.") Trotz allem ist die Serie ein Meilenstein der Fernsehunterhaltung. Aber behaupte nicht, wir hätten Dich nicht vor dem Ende gewarnt!

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