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6 entspannte Slacker-Filme zum Chillen und Abhängen

"The Big Lebowski" darf in unserer Liste der entspanntesten Slacker-Filme natürlich nicht fehlen.
"The Big Lebowski" darf in unserer Liste der entspanntesten Slacker-Filme natürlich nicht fehlen. (©picture alliance/United Archives 2017)

Nichts entspannt so sehr, wie verpeilten Nichtstuern – echten "Slackern" eben – dabei zuzuschauen, wie sie durch skurrile Filme stolpern. Die sechs Werke in dieser Liste eignen sich deshalb hervorragend dazu, ein Wochenende auf der Couch zu verbringen, es den Helden gleichzutun und einfach mal gar nichts – also wirklich absolut gar nichts – Produktives zu machen.

1. "Rumtreiber" (1991)

Im englischen Original heißt der 1991 veröffentlichte Film "Rumtreiber" tatsächlich "Slacker" und bringt das Lebensgefühl des kultivierten Rumhängens auf den Punkt: In maximal unaufgeregten Bildern und ohne irgendeine Form von Handlung folgt Regisseur Richard Linklater (der auch eine Rolle übernimmt) einer Gruppe von Mittzwanzigern, die alle nicht so richtig Plan vom Leben haben, aber dem Ganzen weitgehend entspannt entgegensehen. Wenn Du akzeptiert hast, dass es in diesem Film nicht darum geht, alles zu verstehen, bist Du im richtigen Slacker-Geisteszustand angekommen.

Kurzfassung für ganz Faule: Verpeilte Twens reden über dies und das und jenes.

2. "Wayne's World" (1992)

Zwei Heavy-Metal-Nerds, die mit einer selbst produzierten Nonsens-Fernsehsendung ganz groß rauskommen, stehen im Zentrum dieser Komödie, mit der Regisseur und Hauptdarsteller Mike Myers sich einen Platz in der Ruhmeshalle des Chiller-Films gesichert hat. Wayne und sein Kumpel Garth (Dana Carvey) sind zwar nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte. Dafür haben sie das Herz am rechten Fleck und deshalb nicht nur die Lacher, sondern auch die Sympathien stets auf ihrer Seite. Kultig: die "Bohemian Rhapsody"-Karaoke im voll besetzten Kleinwagen.

Kurzfassung für ganz Faule: Mike Myers albert sich durch einen musikalischen Kultfilm voller Schenkelklopfer.

3. "Clerks – Die Ladenhüter" (1994)

Mit seinem Debütfilm "Clerks" setzte Regisseur Kevin Smith ("Dogma") all denen ein Denkmal, die hinter den Tresen von Kiosken und Videotheken für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen sorgen. Aber schon das Filmplakat verspricht: "Nur weil sie Dich bedienen, bedeutet das nicht, dass sie Dich mögen." Entsprechend deftig ziehen die Charaktere, allen voran der 22-jährige Dante Hicks, über die Kunden her. Tiefgründige, überbordende Diskussionen zu den wirklich wichtigen Themen (das Leben, die Liebe und "Star Wars") stehen aber ebenfalls auf dem Tagesplan – sonst passiert ja auch nicht allzu viel. Mit den Charakteren Jay und Silent Bob (gespielt von Jason Mewes und Kevin Smith selbst) stellte der Film übrigens eines der bekanntesten Slacker-Duos der Filmgeschichte erstmals vor, das später unter anderem zwei eigene Filme bekam und auch in "Dogma", "Chasing Amy" sowie der "Clerks"-Fortsetzung auftrat.

Kurzfassung für ganz Faule: Verpeilte Twens reden über dies und das und jenes – Teil 2.

4. "Ferris macht Blau" (1986)

Ferris Bueller (Matthew Broderick) lebt den Highschool-Traum: Wenn er keine Lust auf Unterricht hat (was durchaus öfter vorkommt) bleibt er einfach zu Hause und windet sich mit cleveren Entschuldigungen raus. Seinen größten Coup landet er, als er mit zwei Freunden zu einem Trip durch Chicago in einem geborgten Ferrari aufbricht. Die Lust an der totalen persönlichen Freiheit zelebriert "Ferris macht Blau" dabei wie kaum ein anderer Film – und dazu gehört eben auch die Freiheit, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Kurzfassung für ganz Faule: Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ferris Bueller genießt das Leben. Genießen wir mit.

5. "Shaun of the Dead" (2004)

Stell Dir vor, Du bist gerade voll auf Nichtstun eingestellt, und dann kommt die Zombieapokalypse dazwischen: So lässt sich die Ausgangssituation von "Shaun of the Dead" ungefähr zusammenfassen. Simon Pegg und Nick Frost spielen das schluffige Duo Shaun und Ed, das eines Tages aus seinem überschaubaren Tagesablauf gerissen wird und sich plötzlich mit Untoten herumschlagen muss. Um in den vermeintlich sicheren Hafen – die Stammkneipe "Winchester" – zu gelangen, müssen sie allen Heldenmut zusammennehmen und sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Die Pointe des Films: In ihrem entschleunigten Lebensstil unterscheiden sich die Slacker gar nicht so sehr von den schlurfenden Zombies. Sie sind nur nicht ganz so blutdurstig.

Kurzfassung für ganz Faule: So könnte "The Walking Dead" aussehen, wenn sich alle mal ein bisschen locker machen würden.

6. "The Big Lebowski" (1998)

Jeffrey "Der Dude" Lebowski (Jeff Bridges) wäre wohl der König der Slacker und Rumhänger, wenn es nicht so anstrengend wäre, sich die Krone aufs Haupt zu hieven. In "The Big Lebowski" aus der Feder der Coen-Brüder wird der entspannte Sandalen-Hippie mit Vorliebe für Walgesänge, Bowling und White Russians zum Opfer einer folgenschweren Verwechslung: Erst ruinieren zwei Handlanger eines zwielichtigen Pornoproduzenten seinen Teppich, dann steckt er plötzlich mittendrin in einer haarsträubenden Räuberpistole, die erst nach mehrmaligem Anschauen des Films einigermaßen Sinn ergibt. Macht aber nichts: Ihm dabei zuzusehen, wie er von einer seltsamen Situation in die nächste schlurft, wäre auch ganz ohne Story amüsant.

Kurzfassung für ganz Faule: Der Dude will eigentlich nur seinen Teppich zurück. Dass das Ganze so in Arbeit ausartet, konnte ja niemand ahnen.

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