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6 Film-Fortsetzungen, die ganz anders sind als das Original

Dass es Marty und Doc in "Zurück in die Zukunft III" in den Wilden Westen verschlägt, hätte niemand erwartet.
Dass es Marty und Doc in "Zurück in die Zukunft III" in den Wilden Westen verschlägt, hätte niemand erwartet. (©picture alliance/Everett Collection 2017)

Ist ein Film erfolgreich, lässt das Sequel nicht lange auf sich warten. Die Fortsetzungen stehen jedoch vor einer großen Herausforderung: Sie sollten die Vorzüge des Originals wiederaufleben lassen, ohne sich jedoch komplett zu wiederholen. Manchmal entfernen sie sich dabei jedoch so weit von ihrem Vorgänger, dass sie kaum als Sequel wiederzuerkennen sind. Diese acht Film-Fortsetzungen sind teilweise ganz neue Wege gegangen.

1. "Mad Max II – Der Vollstrecker"

Original: In "Max Max" steht der blutige Rachefeldzug der Titelfigur in einem von Anarchie geprägten Australien der Zukunft im Mittelpunkt. Das Endzeitsetting ist vom andauernden Kampf zwischen marodierenden Rockerbanden und der Polizei erschüttert. Als die Familie des Ordnungshüters Max Rockatansky (Mel Gibson) auf offener Straße ermordet wird, wird er zum Rächer.

Sequel: Während im ersten Teil die menschliche Zivilisation zwar am Rande des Zusammenbruchs steht, aber noch intakt ist, rückt in "Mad Max II – Der Vollstrecker" das Ödland der Postapokalypse in den Mittelpunkt. Anders als beim Vorgänger ist der Ex-Cop Max Rockatansky nur noch auf der Suche nach der nächsten Tankfüllung. Mit waghalsigen Stunts und brutaler Gewalt mauserte sich der zweite Teil noch mehr als der Erstling zum Klassiker.

2. "Zurück in die Zukunft III"

Original: Der Teenager Marty McFly (Michael J. Fox) reist in "Zurück in die Zukunft" durch widrige Umstände mit der Zeitmaschine des verpeilten Dr. Brown zwanzig Jahre in die Vergangenheit, genauer in das Jahr 1955 zurück.  Hier lernt er seine Eltern kennen, bevor sie sich verlieben. Er versucht nicht nur verzweifelt mithilfe eines jüngeren Doc Brown zurück in seine Zeit zu gelangen, sondern muss auch den Avancen seiner Mutter entkommen.

Sequel: Während das erste Sequel die Zukunft seiner Charaktere im Jahre 2015 auslotet, geht der Abschluss der Trilogie einen ganz neuen Weg. Auch wenn in "Zurück in die Zukunft III" wieder eine Zeitreise im Mittelpunkt steht, entwickelt sich der Rest der Story zu einem Western. Marty und Doc landen nämlich im Jahr 1885. Die Abenteuer im Wilden Westen wollen so gar nicht zu den vorherigen Teilen passen, sind aber immerhin nachvollziehbarer und unterhaltsamer als die ständigen Zeitsprünge in "Zurück in die Zukunft II".

3. "Tron: Legacy"

Original: Die Idee hinter "Tron" war deutlich seiner Zeit voraus. In dem Science-Fiction-Film befinden sich die Programme eines Hauptcomputers als humanoide Wesen in einer virtuellen Welt. Als der Programmierer Flynn (Jeff Bridges) in den Computer eingesogen wird, findet er sich als digitale Version seiner selbst wieder und muss in verschiedenen Spielen um sein Überleben kämpfen. Bild und Design von "Tron" sind bis heute einzigartig. Auch wenn er einer der ersten Filme mit computergenerierten Spezialeffekten war, wurden sie nur spärlich eingesetzt.

Sequel: Fast 30 Jahre nach dem Original wagte sich Disney 2010 an die Fortsetzung "Tron: Legacy". Hier macht sich Flynns Sohn auf die Suche nach seinem seit zwanzig Jahren vermissten Vater – und findet ihn schließlich in der virtuellen Computer-Welt Tron, wo er gefangen gehalten wird. Die Geschichte des Originals wird zwar wieder aufgenommen, die glatte Cyberästhetik täuscht jedoch nicht über Story- und Charakterschwächen hinweg. Der Charme und die Stimmung des Originals bleiben unerreicht.

4. "Aliens – Die Rückkehr"

Original: "Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" gehört inzwischen zu den Klassikern des Science-Fiction-Genres. In ihm findet sich die Besatzung des Weltraumfrachters Nostromo rund um Ellen Ripley (Sigourney Weaver) aufgrund eines vermeintlichen Notrufs auf einem unwirtlichen Planeten wieder. Hier besiegt die Besatzung zwar ein Alien, muss aber in der Klaustrophobie seines Raumschiffs entdecken, dass es eine nahezu unbesiegbare Bestie mit an Bord genommen hat.

Sequel: Löste im Original gerade der reduzierte Personenkreis und Schauplatz Beklemmungen aus, hatte es Ripley im Sequel "Aliens – Die Rückkehr", wie es die Mehrzahl im Titel schon andeutet, mit einem ganzen Arsenal von Xenomorphs in einer Menschenkolonie zu tun. Statt Kammerspiel ist die Fortsetzung daher eher ein Kriegsfilm, der mit viel Waffen und Munition auffährt. Gruselig ist das Ganze dennoch.

5. "Terminator – Die Erlösung"

Original: Die Zukunftsaussichten für die Menschheit sind düster in "Terminator". Die Maschinen beherrschen die Welt. Damit auch der verbliebene Widerstand der Menschen ausgemerzt wird, schicken die Maschinen einen Cyborg namens Terminator (Arnold Schwarzenegger) in die Vergangenheit, um die Mutter des späteren Anführers der Rebellen John Connor noch vor seiner Geburt umzubringen. Umprogrammiert beschützt der Terminator in den zwei Folgeteilen "Terminator 2 – Tag der Abrechnung" und "Terminator 3 – Rebellion der Maschinen" sein ehemaliges Ziel.

Sequel: "Terminator – Die Erlösung", der vierte Teil der Reihe, unterscheidet sich von seinen Vorgängern allein schon durch den Umstand, dass Arnold Schwarzenegger als unbeugsamer Cyborg fehlte. Außerdem spielt die Story mit einem erwachsen gewordenen John Connor (Christian Bale) schon komplett in der postapokalyptischen Zukunft, die in den vorigen drei Teilen nur angedeutet, aber offenbar nicht abgewendet werden konnte. Gott sei Dank steht Arnie für die weiteren Filme wieder zur Verfügung.

6. "The Fast and the Furious: Tokyo Drift"

Original: Dass sich die "The Fast and the Furious"-Filme zu einer echten Goldgrube entwickeln würden, war beim Erstling aus dem Jahr 2001 nicht abzusehen. In diesem wie auch im Nachfolger "2 Fast 2 Furious" spielte Paul Walker die Hauptrolle als Undercover-Ermittler in der illegalen Straßenrennszene beziehungsweise dem Drogenhandel. Ihm zur Seite standen dabei Vin Diesel und Tyrese Gibson.

Sequel: Als es jedoch an die Planung eines dritten Filmes ging, hatten alle drei Darsteller kein Interesse mehr an dem Franchise und es kam zu einer Neuausrichtung der Reihe in "The Fast and the Furious: Tokyo Drift". Im Mittelpunkt steht der Teenager und Außenseiter Sean Boswell, der in Tokyo in das Milieu illegaler Autorennen gerät. Neben Schule geht es für den Jungen auch schnell um Leben und Tod. Nach dem zumindest bei Kritikern durchwachsenen Erfolg des Sequels besannen sich die Macher wieder auf die Stärken des Franchise und holten die Stars Walker und Diesel wieder mit ins Boot – oder besser gesagt Auto. Ein Ende der Reihe scheint noch in weiter Ferne.

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