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6 Hollywoodstars, denen vor ihrem Durchbruch eine große Rolle entging

Eine Absage für eine Rolle? Das vermiest Jake Gyllenhaal nicht die Laune.
Eine Absage für eine Rolle? Das vermiest Jake Gyllenhaal nicht die Laune. (©Twentieth Century Fox Home Entertainment 2017)

Die meisten inzwischen erfolgreichen Schauspieler hatten einen holprigen Weg zum Ruhm. Von Casting zu Casting rennend, gingen vielen jetzigen Hollywoodstars auch prestigeträchtige Rollen durch die Lappen. Doch halb so schlimm, denn diese sechs Darsteller bekamen hinterher ihre Chance zu glänzen.

1. Meryl Streep für Dwan in "King Kong"

Als 1976 "King Kong" die Kinocharts erklomm, war Mery Streep im Business noch eine Unbekannte. Doch da der Sohn des Produzenten Dino De Laurentiis die inzwischen mehrfache Oscar-Preisträgerin in einem Theaterstück sah, bekam sie die Chance, für die weibliche Hauptrolle vorzusprechen. Das verlief allerdings alles andere als gut für die angehende Schauspielerin: Als sie eintrat, sagte De Laurentiis auf Italienisch zu seinem Sohn "Wieso bringst Du mir dieses hässliche Ding?" Dumm nur, dass Streep alles verstand, wie sie in der Graham Norton Show verriet.

Die Rolle ging an: Jessica Lange

Doch das war für Streep natürlich kein Verlust. Schon bald darauf fuhr sie für ihre Rolle in "Die durch die Hölle gehen" ihre erste Oscarnominierung ein – and the rest ist history!

2. Jake Gyllenhaal für Frodo in "Herr der Ringe"

Anfang der 2000er-Jahre wagte sich Peter Jackson an die Verfilmung der bis dato als unverfilmbar geltenden "Herr der Ringe"-Trilogie. Dafür war er auf der Suche nach seinem Frodo. Auch Jake Gyllenhaal sprach für den Hobbit-Part vor, hängte sich jedoch rückblickend nicht so in die Rolle rein, wie er es hätte tun sollen. Nicht nur, dass er nicht mit einem britischen Akzent sprach. Da es nur Regieanweisungen und keinen Text gab, verstand er nicht wirklich, was er machen sollte. Hinterher sagte Jackson zu ihm, dass er der schlechteste Schauspieler sei, den er je gesehen habe, verriet Gyllenhaal in der Tonight Show.

Die Rolle ging an: Elijah Wood

Doch der Schmerz darüber währte nicht lang, denn Jake Gyllenhaal feierte im selben Jahr als "Die Gefährten" erschien im Sci-Fi- und Mystery-Movie "Donnie Darko" seinen Durchbruch. Auch wenn der Film an den Kinokassen floppte, ebnete er ihm den Weg zu Erfolgen wie "Brokeback Mountain", für den er 2006 sogar für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert wurde.

3. Millie Bobby Brown  für X-23 in "Logan" 

Mit ihren jungen Jahren hat es Millie Bobby Brown schon weit im Filmbusiness gebracht. Als mysteriöse Eleven in "Stranger Things" möchten wir die junge Britin nicht mehr missen. Doch natürlich hat sie auch schon erfolglose Castings erlebt. So sprach Brown für die Rolle der Mutantin X-23 in "Logan" vor. Sie war Feuer und Flamme und las das Script intensiv in ihrem Zimmer, wie sie im Rahmen des Variety Studio erzählte. Auch wenn es mit der Rolle letztlich nicht geklappt hat, gehört die Erfahrung zu ihren besten beim Vorsprechen.

Die Rolle ging an: Dafne Keen

Millie Bobby Browns Karriere schadete das bislang nicht. Neben ihrer andauernden Hauptrolle in "Stranger Things" ist die Jungschauspielerin bald in "Godzilla: King of the Monsters" zu sehen. 

4. Robert De Niro für Sonny Corleone in "Der Pate"

Auch eine regelrechte Filmlegende wie Robert De Niro hatte zu Beginn seiner Karriere mit Ablehnung zu kämpfen. So sprach der Charakterdarsteller zwar für den Part des Sonny Corleone in "Der Pate" vor, konnte ihn jedoch nicht landen.

Die Rolle ging an: James Caan

Das lag aber bestimmt nicht an fehlendem Talent. Denn schon zwei Jahre nach dem ersten Teil wurde er als junger Vito Corleone besetzt. Ein echter Glücksfall, denn De Niro war als Jungmafiosi so überzeugend, dass er 1975 den Oscar als bester Nebendarsteller bekam. Das gab seiner Karriere Auftrieb. Es folgten Auftritte in Klassikern wie "Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier" und "Casino".

5. Eddie Redmayne für Bilbo in "Der Hobbit"

Fast jeder britische Schauspieler soll für einen Part in "Der Hobbit"-Trilogie vorgesprochen haben. So versuchte auch Eddie Redmayne sein Glück und ging zum Casting für die Rolle des Bilbo. Da er sich besonders gründlich vorbereiten wollte, suchte er auf YouTube Clips von Ian Holm, der Bilbo in "Der Herr der Ringe" spielte und versuchte, seine Mimik und Gestik zu kopieren. Das kam jedoch beim Casting-Direktor weniger gut an, wie er in der "Graham Norton Show" einräumen musste.

Die Rolle ging an: Martin Freeman

Eddie Redmayne erinnert sich jedoch ohne Bitterkeit an diese Erfahrung zurück. Schon zwei Jahre nach dem Start der Trilogie machte er in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ein großes Publikum auf sich aufmerksam und gewann für die Darstellung von Stephen Hawking sowohl den Oscar als auch den Golden Globe als bester Hauptdarsteller. Und mit "Phantastische Tierwesen" ist Redmayne inzwischen selbst Teil eines großen Franchise.

6. Scarlett Johansson für "Jumanji"

Dass Scarlett Johansson einmal zu den größten Stars von Hollywood gehören würde, konnte Mitte der 1990er-Jahre niemand erahnen. Damals versuchte sie sich als Jungschauspielerin und sprach auch für den Robin-Williams-Klassiker "Jumanji" vor. Das Video vom Vorsprechen zeigt auf jeden Fall, dass Talent und Selbstbewusstsein damals schon vorhanden waren, auch wenn der Part letztlich an eine andere Darstellerin ging.

Die Rolle ging an: Kirsten Dunst

Doch Johansson bekam schon bald die Möglichkeit zu zeigen, was sie drauf hat. In "Der Pferdeflüsterer" wurde ein größeres Publikum auf das Talent der Kinderdarstellerin aufmerksam und mit "Lost in Translation" schaffte Johansson den Sprung von der Kinder- zur Erwachsenendarstellerin – und wurde schließlich zur Marvel-Heldin Black Widow. Doch trotz Starstatus war sie auch in "Jumanji: Willkommen im Dschungel" nicht mit von der Partie ...

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