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6 Liebesfilm-Klischees, die im wahren Leben keinen Sinn machen

Küsse im Regen sind nur in Liebesfilmen romantisch.
Küsse im Regen sind nur in Liebesfilmen romantisch. (©picture alliance/Everett Collection 2017)

Schon mal das Bedürfnis gehabt, bei strömendem Regen für einen innigen Kuss vor die Tür zu gehen? Wir auch nicht. Hier sind sechs klassische Liebesfilm-Stereotypen, die in der echten Welt einfach nicht funktionieren würden.

1. Der Sprint in letzter Sekunde

Der romantische Höhepunkt vieler Schnulzen ist in dem Moment erreicht, in dem der Protagonist seiner großen Liebe nachläuft – wohin ist dabei erst mal egal. Klar ist nur: Wenn er oder sie schnell genug läuft, werden sie glücklich bis an ihr Lebensende.

Das Problem: Am Flughafen einfach ohne Ticket an den Sicherheitskontrollen vorbeirennen? In Zeiten von durchsichtigen Plastikbeuteln und Bombenspürhunden definitiv keine gute Idee.

Gesehen in: "Tatsächlich… Liebe", "Eine Hochzeit zum Verlieben", "Der Dummschwätzer", "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück", "Harry und Sally", "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen", "Fever Pitch"

2. Der Regen-Kuss

Auf den Sprint in letzter Sekunde folgt im Rom-Com-Universum in der Regel ein romantischer Kuss – gern in strömendem Regen. Wenn unsere Protagonisten sich vom Wetter nicht stören lassen, wissen wir: Das muss wahre Liebe sein.

Das Problem: Ryan Gosling, Amy Adams und Co. kann nicht einmal ein Wolkenbruch entstellen. Der Durchschnittsmensch sieht mit angeklatschtem Shirt, strähnigem Haar und verschmiertem Make-up aber selten zum Küssen aus. Außerdem ist Regen einfach verdammt nass und kalt.

Gesehen in: "The Amazing Spider-Man", "Wie ein einziger Tag", "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Frühstück bei Tiffany", "Australia", Match Point"

3. Der Stalker

Hat der Protagonist seine große Liebe gefunden, hält er es keine Sekunde mehr ohne sie aus. Er beobachtet sie und bringt alles über sie in Erfahrung. In Liebesfilmen ist es ganz normal, dass Typen dem Objekt ihrer Begierde nachstellen und damit auch noch gut ankommen.

Das Problem: Müssen wir das wirklich noch erklären? Ein hundert Jahre alter Vampir sieht einer Highschool-Schülerin nachts beim Schlafen zu, ein Kleinkrimineller filmt seinen Crush beim Umziehen im eigenen Schlafzimmer und der Milliardär aus "Fifty Shades of Grey" lässt seine Leute gleich eine ganze Akte über die Studentin anlegen, die mit ihm einfach nur ein Interview führen wollte. Diese Stalker wären im wahren Leben nicht niedlich, sondern ein Fall für die Kripo.

Gesehen in: "Twilight", "Frühstück bei Tiffany", "American Beauty", "Fifty Shades of Grey", "50 erste Dates"

4. Das Make-over

Weg mit dem Haargummi und der Brille und schon wird aus der grauen Maus die Königin des Abschlussballs, die sich vor Verehrern nicht retten kann. Ein einfaches Make-over kann in der Welt der romantischen Komödien einfach alles ändern.

Das Problem: Die Botschaft, die hier vermittelt wird, könnte schlimmer nicht sein: Verabschiede dich von deiner eigenen Persönlichkeit, pass dich der Masse an und schon findest du deinen Traummann.

Gesehen in: "Clueless", "Eine wie keine", "Mean Girls", "House Bunny", "Jawbreaker", "My Big Fat Greek Wedding", "Miss Undercover", "Pretty Woman"

5. Die Täuschung

Dieses Szenario ist seit Shakespeares "Widerspenstiger Zähmung" nicht totzukriegen: Einer der Protagonisten nimmt eine falsche Identität an oder hat eine Wette am Laufen, sein Konterpart deckt das Lügengebilde auf und sucht das Weite. In der Zwischenzeit hat Protagonist 1 wahre Gefühle entwickelt und tut alles, um seine große Liebe zurückzugewinnen – mit Erfolg.

Das Problem: Augen auf bei der Partnerwahl! Wer sich so tief in Lügen verstrickt, hat ein ernsthaftes Problem.

Gesehen in: "10 Dinge, die ich an dir hasse", "Manhattan Love Story", "Ungeküsst", "Eine wie keine", "Die Hochzeits-Crasher", "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen"

6. Die große Geste

Regel Nummer 6 im Rom-Com-Universum: Eine große Geste bringt alles wieder in Ordnung. Nach dem Motto "mehr ist mehr" sind in diesem Geiste denkwürdige Szenen entstanden: von der  Kletterpartie des Höhenangst geplagten Edward (Richard Gere) in "Pretty Woman" über den Nacktauftritt beim Abschlussball in "Eine wie keine" bis zum klassischen "Teen Lover"-Szenario mit dem Ghettoblaster vorm Fenster der Angebeteten.

Das Problem: Wie oft hast Du schon jemanden gesehen, der eine ganze Marschkapelle klarmacht, um ein spontanes Ständchen auf der Sporttribüne zu singen? Richtig – niemals.

Gesehen in: "Pretty Woman", "10 Dinge, die ich an dir hasse", "Eine wie keine", "Teen Lover", "Tatsächlich… Liebe", "Freunde mit gewissen Vorzügen"

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