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6 miese Prequels, auf die wir gerne verzichtet hätten

Aller Anfang war schwer – auch für den heutigen Superstar Dwayne Johnson, der mit "The Scorpion King" wahrlich keinen Volltreffer hinlegte.
Aller Anfang war schwer – auch für den heutigen Superstar Dwayne Johnson, der mit "The Scorpion King" wahrlich keinen Volltreffer hinlegte. (©picture alliance / Everett Collection 2018)

"Solo: A Star Wars Story" ist für Disney und Lucasfilm ein Flop und der erste Film der Sternensaga-Reihe, mit dem die Studiobosse rote Zahlen schreiben. Dabei ist die Vorgeschichte von Han Solo und Chewbacca nicht einmal eines der schlechtesten Prequels der Filmgeschichte. Auf welche sechs cineastischen Vorgeschichten zu kultigen Originalen wir gut und gerne hätten verzichten können, erfährst Du hier.

1. "Die fantastische Welt von Oz"

James Franco, Mila Kunis, Michelle Williams ... Das Prequel zu "Der Zauberer von Oz" strotzt nur so von Hollywood-Hochkarätern. Retten konnten die das Fantasy-Abenteuer von "Spider-Man"-Regisseur Sam Raimi allerdings ebenso wenig wie die visuellen, kunterbunten Parallelen zur Klassiker-Verfilmung von 1939. Denn: Raimis "Oz" wirkt leider nur klischeehaft und, obwohl es eine Fantasiewelt ist, auffällig einfallslos. Dass Franco als Oscar "Oz" Diggs eher einen unsympathischen, hübschen Frauenhelden spielt als einen exzentrischen Trickser, macht die Sache auch nicht besser.

  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Prequel zu: "Der Zauberer von Oz" (1939)

2. "X-Men Origins: Wolverine"

Wenn die Filmemacher eine glorreiche Vorlage haben, kann doch eigentlich nicht mehr schief gehen oder? Falsch gedacht, denn obwohl die "Wolverine: Origin"-Comic-Miniserie von Paul Jenkins weithin gefeiert wird, ist die Leinwandadaption mit Hugh Jackman eindeutig misslungen. Die Umsetzung des Charakters Deadpool ist sogar so schlecht, dass Darsteller Ryan Reynolds lange darum kämpfen musste, die Figur in einem Solofilm neu in Szene setzen zu dürfen. In "Deadpool 2" rächt sich der Söldner deshalb auf seine Weise an der "X-Men Origins"-Version ... – und seine irrwitzige Aktion ist so gut, dass sich das Ansehen des "X-Men"-Prequels zuvor vielleicht allein deshalb gelohnt hat.

  • Erscheinungsjahr: 2009
  • Prequel zu: der "X-Men"-Saga (2000 - 2006)

3. "Pan"

Nicht nur Peter Pan will nicht erwachsen werden, auch das Prequel "Pan" scheint irgendwie nicht ganz ausgereift. Und mit nicht ganz meinen wir: so gar nicht ausgereift. Hugh Jackman stakst als völlig irrer Blackbeard durch die Gegend und die "Peter Pan"-Story wird zugunsten der krachenden CGI-Action vollkommen über Bord geworfen. Einzig der Soundtrack hat offenbar etwas Feenstaub abbekommen, denn der kann sich durchaus hören lassen.

  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Prequel zu: J. M. Barries Theaterstück "Peter Pan"

4. "Dracula Untold"

Der Film mit Luke Evans erzählt die Origin-Story von Vlad Dracul, dem "Pfähler", und trug den legendären Vampirfürsten dabei wahrlich zu Grabe. Zwar spielte das Prequel laut Box Office Mojo mit einem Budget von gerade mal 70 Millionen Dollar weltweit rund 217 Millionen Dollar ein und ist damit alles andere als ein Flop. Warum das so ist, ist uns allerdings ein Rätsel. Mit seiner PG13-Altersfreigabe ist der Blutsauger-Film nämlich ausgerechnet eines: vollkommen unblutig und irgendwie viel zu harmlos.

  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Prequel zu: Bram Stokers Roman "Dracula"

5. Alle "The Scorpion King"-Teile

Ja, richtig gelesen, als Vorgeschichte zu "Die Mumie" bekamen wir nicht nur ein Prequel mit Dwayne Johnson als Scorpion King, sondern gleich vier Ableger rund um die Vergangenheit der Figur aus "Die Mumie kehrt zurück". Und jedes einzelne der Prequels würden wir gerne in die Wüste schicken. Nicht umsonst beschrieb Cinema schon den ersten "Scorpion King"-Film als "die handlungsfreie Filmversion einer Wrestling-Show im Sandkasten".

  • Erscheinungsjahr: 2002 - 2015
  • Prequel zu: "Die Mumie" (1999) und "Die Mumie kehrt zurück" (2001)

6. "Exorzist: Der Anfang"

Der reine Psychoschocker "Der Exorzist" erntete 1974 noch zwei Oscars. Das Prequel mit Stellan Skarsgård in der Hauptrolle wurde hingegen Jahrzehnte später gleich doppelt für Hollywoods Spottpreis, die Goldene Himbeere, nominiert. Allein diese Entwicklung spricht eigentlich schon Bände.

Mit Schuld daran ist wohl die geradezu verfluchte Produktionsgeschichte, bei der man beinahe glauben könnte, dass wahrlich böse Mächte am Werk waren. Denn: Eigentlich hatte Regisseur Paul Schrader seine Version des Films schon im Kasten, als das Studio ihn zum Teufel schickte. Filmemacher Renny Harlin drehte alles noch einmal von Vorne – mit mehr sinnloser Action und weniger Stimmung.

  • Erscheinungsjahr: 2004
  • Prequel zu: "Exorzist"-Trilogie (1973 - 1990)
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