Topliste

6 Schauspieler, die ihre Rollen in "Star Wars" gehasst haben

Trotz gigantischem Erfolg: Die Teilnahme bei "Star Wars" hat nicht jedem Schauspieler gefallen.
Trotz gigantischem Erfolg: Die Teilnahme bei "Star Wars" hat nicht jedem Schauspieler gefallen. (©YouTube/Star Wars 2015)

Die Zusammenarbeit mit "Star Wars"-Regisseur George Lucas scheint wahrlich kein Zuckerschlecken gewesen zu sein. Denn nicht nur die Fans des Science-Fiction-Klassikers waren maßlos von "Episode I" enttäuscht – auch die Schauspieler lassen kein gutes Haar an dem Film, den Dreharbeiten und vor allem dem Regisseur.

1. Ewan McGregor

In "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" schlüpfte Ewan McGregor in die Rolle des jungen Obi-Wan Kenobi. Er bereitete sich akribisch auf seinen Part vor, indem er sich jede Menge Filme mit Alec Guinness ansah. Der Brite hatte bekanntlich zuvor den älteren Obi-Wan verkörpert. Sonderlich viel Spaß scheint McGregor bei den eigentlichen Dreharbeiten allerdings nicht gehabt zu haben. Er habe den Film nur ein einziges Mal gesehen, und zwar bei der Premiere – dann nie wieder. Und auch heute noch pöbelt er Fans an, die ihn bitten, Andenken an den jungen Obi-Wan Kenobi zu signieren. Es scheint, als hätte er mehr als nur die Rolle von seinem Vorgänger übernommen…

 "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" zählt offenbar nicht zu Ewan McGregors liebsten Projekten. fullscreen
"Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" zählt offenbar nicht zu Ewan McGregors liebsten Projekten. (©picture alliance/kpa 2016)

2. Alec Guinness

Denn auch der im Jahr 2000 verstorbene Sir Alec Guinness war nie sonderlich gut auf seinen Part in "Star Wars" zu sprechen. "Müll" nannte er das Werk von Regisseur "Paul Lucas", dessen richtigen Namen er offenbar ebenso wenig leiden konnte. Wenn er Fan-Post bekam, warf er sie sofort ungeöffnet in den nächsten Papierkorb. Doch seine Rolle als Obi-Wan Kenobi hatte am Ende auch etwas Gutes: Denn zumindest finanziell stand der geadelte Brite bis an sein Lebensende dank "Star Wars" ziemlich gut da. Berechnungen zufolge soll er bis zu seinem Tod mehr als 64 Millionen Euro an der Filmreihe verdient haben.

 Dank "Star Wars" war das Portemonnaie von Sir Alec Guinness immer gut gefüllt. fullscreen
Dank "Star Wars" war das Portemonnaie von Sir Alec Guinness immer gut gefüllt. (©picture alliance/kpa 2016)

3. David Prowse

Lange Zeit steckte er im Darth-Vader-Kostüm – und wurde ständig ersetzt. In Kampfszenen schlüpfte ein professioneller Schwertkämpfer in die schwarze Uniform, seine Stimme wurde im Original mit der von Schauspielkollege James Earl Jones überschrieben, und als Darth Vader seinen Helm dann endlich einmal beiseitelegte, übernahm Sebastian Shaw die Rolle des Sith Lords. Da kann man es fast verstehen, dass David Prowse nicht sonderlich gut auf seine "Star Wars"-Zeit zu sprechen ist. Aber rechtfertigt das wirklich seinen angeblichen "Rachezug" gegen Lucasfilm? Nicht nur soll Prowse schon 1978 das Geheimnis verraten haben, wer hier eigentlich wessen Vater ist – er tauchte auch "zufällig" in der 2010 veröffentlichen kritischen Dokumentation "The People vs. George Lucas" auf. Angeblich hatte Prowse keine Ahnung, wofür das Interview eigentlich gedacht war, das später in der Doku auftauchte.

 Darth Vader kennt jeder – die Person dahinter hingegen kaum. fullscreen
Darth Vader kennt jeder – die Person dahinter hingegen kaum. (©dpa 2016)

4. Terence Stamp

Terence Stamp übernahm in "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" den Part des Obersten Kanzlers der Galaktischen Republik. Und auch er hat keine allzu positiven Erinnerungen an die Dreharbeiten des Films: George Lucas beschreibt er in einem kritischen Interview als einen Regisseur, der sich mehr für Spezialeffekte und andere Produktionsdetails interessiert als für seine Schauspieler. Sein einziger Lichtblick am Set: Natalie Portman. Mit der Schauspielerin, die er in Luc Bessons "Léon – Der Profi" unglaublich beeindruckend fand, wollte er unbedingt zusammenarbeiten. Doch als es dann endlich so weit war, wurde Stamp mit einer Pappfigur von Natalie Portman abgespeist – nicht gerade das, was er sich vorgestellt hatte. Und George Lucas setzte noch einen drauf: Er schenkte Terence Stamp als Dank für seinen Auftritt in "Episode I" ein "Star Wars"-Schablonenset.

 Terence Stamp hatte sich so sehr auf den Dreh mit Natalie Portman gefreut – und wurde bitter enttäuscht. fullscreen
Terence Stamp hatte sich so sehr auf den Dreh mit Natalie Portman gefreut – und wurde bitter enttäuscht. (©picture alliance/AP Photo 2016)

5. Peter Serafinowicz

Als eingefleischter "Star Wars"-Fan war es für Peter Serafinowicz ein wahrgewordener Traum, Darth Maul zu synchronisieren – zumindest zu Beginn der Dreharbeiten. George Lucas setzte sich zu ihm in die Sprecherkabine und Serafinowicz konnte seine Aufregung und seine Erwartungen gar nicht in Worte fassen – nur, um Sekunden später zu tiefst enttäuscht zu werden. Die einzige Anweisung, die Peter Serafinowicz angeblich von Lucas bekam, war: "Mach, dass er sich böse anhört!" Doch der Brite hängte sich trotzdem rein und gab alles. Als er dann den ersten Trailer zu "Episode I" sah, war er absolut begeistert: Das würde der beste Science-Fiction-Film aller Zeiten werden. Nur deshalb gab er mehr als 1.000 US-Dollar für ein Premierenticket aus – denn eingeladen wurde er nicht. Dass er sich das Ticket leisten konnte, hat er übrigens nicht seiner üppigen "Star Wars"-Gage zu verdanken. Das sei nämlich der am schlechtesten bezahlte Job gewesen, den er je angenommen habe, erklärte Serafinowicz später. Die Premiere von "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" hinterließ dann eine so tiefe Enttäuschung bei dem Schauspieler, dass er den Film als "eine einzige große Spielzeugreklame" beschrieb. Auch das Wort "langweilig" kam mehr als einmal in seiner persönlichen Rezension vor.

6. Harrison Ford

Auch, wenn Harrison Ford sich mit seiner Rolle als Han Solo überhaupt erst einen Namen gemacht hat – ein großer Freund der Filmreihe ist er ganz offensichtlich nicht. In einem Interview aus dem Jahr 2010 nannte er seinen Charakter zum Beispiel abfällig "Ham Yoyo". Und auch Ford scheint kein Freund von George Lucas' Regiearbeit zu sein. "Man kann den Mist zwar so schreiben, aber man kann ihn keinesfalls so sagen", soll der heute über 70-Jährige über das damals erste Drehbuch gesagt haben. In "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" wollte er dann am liebsten seinen Filmtod sterben – was George Lucas ihm jedoch verwehrte. Immerhin das sollte Ford aber noch zugutekommen, denn wäre er damals aus der Filmreihe ausgestiegen, hätte er für seinen Auftritt im jüngsten "Star Wars: Das Erwachen der Macht" nicht satte 17 Millionen Euro absahnen können.

 Eigentlich wollte Harrison Ford am liebsten schon in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" den Filmtod sterben. fullscreen
Eigentlich wollte Harrison Ford am liebsten schon in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" den Filmtod sterben. (©dpa/Fotoreport 2016)

Neueste Artikel bei TURN ON Primetime

close
Bitte Suchbegriff eingeben