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6 Serien- und Filmfiguren, die eigentlich sterben sollten

Sollte zumindest nach dem Wunsch von Darsteller Harrison Ford sterben: "Star Wars"-Held Han Solo.
Sollte zumindest nach dem Wunsch von Darsteller Harrison Ford sterben: "Star Wars"-Held Han Solo. (©Youtube/Dror Nahum 2016)

Totgesagte leben länger: Wir stellen 6 Serien- und Filmhelden vor, die ursprünglich das Zeitliche hätten segnen sollen. Doch entweder verhinderten die Zuschauer oder die Studiobosse das vorzeitige Ableben der Figuren. In der Liste mit dabei: Weltraum-Schmuggler, eine Ikone des Alien-Universums und ein Vampir-Detektiv.

1. Daryl Dixon – "The Walking Dead"

 Daryl kommt in der Comics von "The Walking Dead" gar nicht vor. fullscreen
Daryl kommt in der Comics von "The Walking Dead" gar nicht vor. (©Gene Page/AMC 2016)

Wäre es nach dem Willen der Comic-Enthusiasten gegangen, hätte die Serienfigur des charismatischen Bikers Daryl Dixon kein Anrecht auf eine Rolle in "The Walking Dead" gehabt. In den Comics, welche die Basis für die Kult-Zombieserie darstellen, kommt der Gute nämlich gar nicht vor. Schauspieler Norman Reedus ("Blade II") bewarb sich ursprünglich für die Rolle von Merle Dixon. Wie die meisten wissen, ging diese Rolle an Michael Rooker ("Guardians of the Galaxy 2"). Allerdings waren die Produzenten so angetan von Norman Reedus' Leistung beim Casting, dass sie spontan einen Bruder für Merle namens Daryl erfanden. Dieser ist nach wie vor ein fester Bestandteil der Show – im Gegensatz zu seinem Bruder, der in Staffel 3 das Zeitliche segnete.

2. Jesse Pinkman – "Breaking Bad"

 Aaron Paul sollte ursprünglich nicht länger als eine Staffel von "Breaking Bad" mitspielen. fullscreen
Aaron Paul sollte ursprünglich nicht länger als eine Staffel von "Breaking Bad" mitspielen. (©Wikimedia Commons 2017)

"Breaking Bad" ist eine der wohl am meisten prämierten Serien: Unter anderem gab es zwei Golden Globes, vier Television Critics Association Awards und insgesamt 16 Emmys. Allein drei Emmys davon kassierte Aaron Paul für seine Rolle als Jesse Pinkman. Wäre es nach dem Willen von "Breaking Bad"-Schöpfer Vince Gilligan gegangen, hätte die Serienfigur von Aaron Paul die erste Staffel nicht überlebt: Nach dem ursprünglichen Script wird der Ex-Schüler von Walter White nämlich von einem Drogendealer umgebracht. Die Fans können von Glück reden, dass sich die Produzenten noch einmal umentschieden haben: Pinkman stellte sich als tragender Charakter der Erfolgsserie heraus.

3. Angel – "Buffy – Im Bann der Dämonen"

 David Boreanaz hatte Glück: Eigentlich hätte seine Figur Angel nur zwei Staffeln erleben sollen. fullscreen
David Boreanaz hatte Glück: Eigentlich hätte seine Figur Angel nur zwei Staffeln erleben sollen. (©picture-alliance / Mary Evans Picture Library 2017)

David Boreanaz spielte in "Buffy – Im Bann der Dämonen" den unsterblichen Vampir Angel. Wäre es nach Serienschöpfer Joss Whedon gegangen, hätte die Serienfigur allerdings noch nicht mal das Ende der zweiten Staffel erlebt. Der Charakter kam aber bei den Fans so gut an, dass an eine Angel-lose Serie nicht mehr zu denken war. Daher ließ sich Whedon einen Kniff einfallen, um den Vampir wieder in die Serie zurückzubringen. In Staffel drei kehrte Angel zu seiner geliebten Buffy Summers (Sarah Michelle Gellar) zurück, und hat nun eine Seele. Am Ende der dritten Season allerdings verließ Angel die Serie – und Buffy – endgültig: Er zog aus dem Örtchen Sunnydale weg und nach Los Angeles, wo er eine Detektivagentur gründete. Für Fans war der Weggang dennoch verschmerzbar: Im Anschluss an die Geschehnisse aus "Buffy" gab es eine eigene Serie um Angel mit dem Titel "Angel – Jäger der Finsternis", die fünf Staffeln lang lief.

4. John Rambo – "Rambo"

 Wäre es nach Stallone gegangen, hätte John Rambo am Ende des ersten Films Selbstmord begangen. fullscreen
Wäre es nach Stallone gegangen, hätte John Rambo am Ende des ersten Films Selbstmord begangen. (©dpa 2016)

Die Filmreihe über den titelgebenden Kriegsveteranen John Rambo zählt wohl zu den bekanntesten Streifen von Hauptdarsteller Sylvester Stallone. Der erste Film basiert auf dem Roman "First Blood" von David Morrell – und nach der Vorlage hätte John Rambo das Ende nicht überlebt. Im Buch wird er von seinem Widersacher Colonel Samuel Trautman erschossen, der ursprünglich von Kirk Douglas gespielt werden sollte. Dieser sagte jedoch seine Teilnahme ab, als Stallone dafür plädierte, die Filmfigur John Rambo durch Selbstmord sterben zu lassen. Die Erschießung durch einen anderen Charakter würde das Publikum nicht akzeptieren – so Stallones Argument für sein präferiertes Ende. Allerdings zeigte sich bei Testvorführungen, dass auch der Selbstmord von John Rambo nicht gut bei den Zuschauern ankam. Daher entschieden sich die Studiobosse dafür, die Figur überleben zu lassen, und die Zuschauer konnten Stallone als Rambo in vier weiteren Filmen bewundern.

Fun-Fact: Stallone bewies noch öfter ein glückliches Händchen bei der Rollenwahl: Stallones Figur des Boxers "Rocky Balboa" etwa sollte ursprünglich im fünften Teil der Filmreihe von seinem Erzrivalen Tommy Gunn erschossen werden. Allerdings riefen laut Mentalfloss die Studiobosse bei Regisseur John Avildsen an und teilten ihm mit, dass Rocky einfach nicht sterben dürfe. Die Begründung: "Batman, Superman, James Bond ... solche Charaktere dürfen einfach nicht sterben. Also auch nicht Rocky." Chapeau, nur die wenigsten hätten wohl den charismatischen Boxer in direktem Zusammenhang mit diesen Legenden gesehen.

5. Ellen Ripley – "Alien"

 Sigourney Weaver alias Ripley: Fast hätte der Charakter den ersten Teil nicht überlebt. fullscreen
Sigourney Weaver alias Ripley: Fast hätte der Charakter den ersten Teil nicht überlebt. (©Facebook/Alienanthology 2016)

Mit der Darstellung der Ellen Ripley erschuf Ridley Scott den Prototypen der toughen Actionheldin. Doch wäre es nach ihm gegangen, hätte die von Sigourney Weaver gespielte Filmfigur noch nicht mal Teil eins von "Alien" überlebt. Scott sah als Ende vor, dass ein Xenomorph-Alien der Protagonistin den Kopf abbeißt. Anschließend hätte es den Körper von Ripley als Kommunikationsmittel benutzt, um eine Sprachnachricht mit ihrer Stimme im Logbuch ihres Raumschiffs aufzunehmen. Für Filmstudio 20th Century Fox war das allerdings zu düster: Sie plädierten auf ein Ende, bei dem Ripley die Oberhand behält. Im Nachhinein kann man nur sagen: Gute Entscheidung!

6. Han Solo – "Star Wars"

 Harrison Ford mochte seine Rolle als Han Solo nicht so wirklich gerne. fullscreen
Harrison Ford mochte seine Rolle als Han Solo nicht so wirklich gerne. (©Youtube/Dror Nahum 2016)

Der wohl bekannteste Schmuggler des "Star Wars"-Universums hatte einen großen Feind: Paradoxerweise hatte ausgerechnet Harrison Ford, der den smarten Ganoven in den "Star Wars"-Filmen verkörperte, herzlich wenig übrig für seine Filmfigur. Daher bat er, wie er in einem Interview verriet, George Lucas darum seine Figur sterben zu lassen. Dieser Wunsch spiegelt sich auch im Film wieder: Am Ende von "Das Imperium schlägt zurück" ist Solo in einer Carbonplatte eingeschlossen. Der Grund dafür: Keiner der Verantwortlichen war sicher, ob Ford für einen weiteren "Star-Wars"-Film zur Verfügung stehen würde. Allerdings konnte Lucas den Schauspieler überzeugen: Wie Harrison Ford gegenüber dem Sender ABC scherzhaft in einem Interview sagte, sei laut Meinung von "Star Wars"-Erfinder George Lucas kein großer Reibach mit "Spielfiguren eines toten Han Solos" zu machen.

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