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7 Bandnamen und Musiker, die wir ständig falsch aussprechen

Zahlendreher: Wie spricht man eigentlich Deadmau5 richtig aus?
Zahlendreher: Wie spricht man eigentlich Deadmau5 richtig aus? (©(c) dpa 2017)

Den Text Deiner Lieblingslieder kannst Du fehlerfrei mitsingen, aber wie sieht es eigentlich mit den Bandnamen und Musikern hinter den Hits aus? Hier sind sieben Künstler, die selbst bei Fans regelmäßig für Ratlosigkeit und falsche Aussprache sorgen.

1.Gotye: Wo ist Walter?

Der belgisch-australische Singer-Songwriter Gotye, der mit "Somebody that I Used to Know" im Jahr 2011 einen Welthit landete, heißt eigentlich Wouter Andre De Backer. Sein Vorname Wouter ist die belgische Fassung des Namens Walter, von der er sich für seinen Künstlernamen inspirieren ließ. Die französische Form von Walter ist nämlich Gaultier ("goh-tje") und Gotye nichts weiter als eine englische Umschreibung. Er wird also weder "Goti-je" noch "Go-Taih" ausgesprochen, sondern im Grunde so, wie man ihn auch liest: Goh-tje!

2. Bon Iver: Winter in Frankreich

Wenn Justin Vernon auf der Bühne steht und seinen melancholischen Singer-Songwriter-Folk spielt, nennt er sich Bon Iver. Auch, wenn Vernon US-Amerikaner ist: Der Name seines Projekts leitet sich vom französischen "bon hiver" ab, was so viel wie "guter Winter" bedeutet. Die korrekte Aussprache orientiert sich ebenfalls daran: Richtig ist nicht, wie man vermuten sollte, die englische Aussprache "Bon Ei-ver", sondern tatsächlich das französische "Bon I-vér" mit i-Laut und Betonung auf der letzten Silbe.

3. !!!: Satzzeichen im Rudel

Fairerweise muss man sagen: Dass diese US-amerikanischen Indierocker mit den abenteuerlichsten Aussprachevarianten bedacht werden, haben sie sich ganz allein selbst zuzuschreiben. Wer drei Satzzeichen als Bandnamen wählt, hat es schließlich auch nicht anders verdient! Eine "richtige", oder zumindest von der Band autorisierte Aussprache der drei Ausrufezeichen gibt es trotzdem: "chk-chk-chk", also drei klickende Laute hintereinander. Die Idee zu dem ungewöhnlichen Bandnamen bekamen die Musiker übrigens durch den Film "Die Götter müssen verrückt sein", in der die Klicklaute einer Sprache von Eingeborenen mit Ausrufezeichen übersetzt werden.

4.Josh Homme: Kein Franzose!

Nein, der Frontmann der US-amerikanische Alternative-Rocker Queens of the Stone Age hat keine Vorfahren oder Verwandten in Frankreich – auch, wenn sein Nachname aussieht wie das französische Wort für "Mann" ("homme", sprich: "omm"). Tatsächlich liegen die Wurzeln seiner Familie sogar in Norwegen. Sein Name wird deshalb auch nicht französisch ausgesprochen, sondern mit einem i-Laut am Schluss: "Josh Hommie". Das sollten sich übrigens auch die Indierocker Kraftklub merken, die Homme in der zweiten Strophe ihres Songs "Songs für Liam" erwähnen – natürlich falsch ausgesprochen.

5.Deadmau5: Zahl-lose Aussprache

Der House-DJ mit der lustigen Mickey-Mouse-Maske sorgt mit einem einzigen "Buchstaben" seines Namens für Verwirrung bei Fans: Am Ende des Künstlernamens von Joel Thomas Zimmerman steht eine Fünf. Dabei ist es so einfach: Die Zahl steht einfach nur für den ähnlich aussehenden Buchstaben "S" und wird auch als solcher ausgesprochen: Deadmaus, beziehungsweise in Lautschrift: "Dädd-maus". Nicht "Dädd-mau". Und erst recht nicht "Dädd-mau-Fünf" oder "Dädd-mau-Five".

6.Chvrches: Google zuliebe

Es sollte sich eigentlich von selbst verstehen, dass der Name dieses schottischen Elektropop-Trios nicht wirklich mit einem "V"-Laut ausgesprochen wird – "Tschwrtsches" wäre schließlich ein ganz schöner Zungenbrecher. Der Vollständigkeit halber sei trotzdem noch einmal an die richtige Aussprache erinnert: "Churches", beziehungsweise auf Deutsch: "Tschörtsches". Also exakt wie das englische Wort für "Kirchen", nach dem sich das Trio auch benannt hat. Das "V" ist nur drin, damit die Band bei Google nicht zwischen alten Gemäuern verschwindet.

7.Motley Crüe: Eine künterbünte Trüppe

Die Glam-Legenden Motley Crüe mögen den Umlaut "Ü" im Namen tragen, ausgesprochen wird er aber nicht: Er ist, wie bei vielen anderen Heavy-Metal-Bands auch, nur Verzierung. Tatsächlich ist "crüe" nur eine andere Schreibweise von "crew" und der englische Ausdruck "motley crew" bezeichnet einen bunt zusammengewürfelten Haufen Leute – was ganz gut zum schrillen Auftreten der Band passt. Aus diesem Grund ist die Aussprache von Motley Crüe nicht "Motley Krüh", sondern eben "Motley Kruh".

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