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7 brisante Songtexte, die für Ärger sorgten

Roben Thicke eroberte mit "Blurred Lines" die Charts im Sturm.
Roben Thicke eroberte mit "Blurred Lines" die Charts im Sturm. (©picture alliance/AP Images 2016)

Von "Blurred Lines" über Kanye Wests "Famous" bis hin zu… so ziemlich jedem Werk von Miley Cyrus: Bei manchen Songs hätten die Schöpfer besser einmal mehr darüber nachdenken sollen, was sie da veröffentlichen. Dann wäre ihnen vielleicht eine Menge negative Publicity erspart geblieben.

1. "Blurred Lines" – Robin Thicke feat. T.I. & Pharrell

Robin Thickes Chart-Stürmer "Blurred Lines" wurde kontrovers diskutiert – und zwar gleich aus zwei Gründen. Aber eins nach dem anderen. Zunächst war es der Songtext des eingängigen Pop-Gedudels, der an den Pranger gestellt wurde. Die Zeilen "I hate those blurred lines / I know you want it" propagieren angeblich nicht einvernehmlichen Sex. Robin Thicke erklärte die Textstelle so: "Ich habe das für meine Frau [Paula Patton] geschrieben. Sie ist mein 'Good Girl' und ich weiß, dass sie es will, weil wir seit 20 Jahren zusammen sind." Komisch: Ein Jahr nach diesem Statement trennten sich die beiden.

Außerdem mussten Robin Thicke und Pharrell Williams übrigens knapp sieben Millionen Euro an die Familie von Marvin Gaye abdrücken, weil die behauptet hatte, "Blurred Lines" sei von Gayes Song "Got To Give It Up" abgekupfert.

2. "We Can't Stop" – Miley Cyrus

Dass Miley Cyrus mit ihren Auftritten, Outfits, Instagram-Bildern, Songs, Texten und Gott-weiß-was-noch provoziert, ist in der Tat nichts Neues. Aber bei ihrem Titel "We Can't Stop" wurden dann doch ein paar mehr Leute als sonst hellhörig. Konkret ging es um zwei Songzeilen: "Trying to get a line in the bathroom" klingt tatsächlich ziemlich offensichtlich nach Drogenkonsum, während man bei "Dancing with Molly" schon etwas mehr Hintergrundwissen mitbringen muss, um auch hier eine Verherrlichung von Suchtmitteln ausfindig zu machen: Molly ist ein Slang-Ausdruck für Ecstasy.

3. "Famous" – Kanye West

Der Song "Famous" von Kanye West ist auf so vielen Leveln skandalös, dass es sich fast gar nicht zusammenfassen lässt. Es gibt aber konkret eine Textstelle, die vor allem einer Dame aus dem Musikgeschäft übel aufstieß: "I feel like me and Taylor might still have sex / Why? I made that bitch famous", rappt Kanye. Gemeint ist Taylor Swift, die sich mit der Bezeichnung "that bitch" natürlich alles andere als geschmeichelt fühlt. Angeblich wusste das Pop-Sternchen schon vorher von Kanyes Song, kannte anscheinend sogar die besagte Textstelle – mit Ausnahme von "that bitch". Was folgte, war eine Social-Media-Schlammschlacht, die sich gewaschen hatte. Einen Gewinner gibt es bis heute nicht.

 Mit seinem Song "Famous" hat sich Kanye West nicht nur Freunde gemacht. fullscreen
Mit seinem Song "Famous" hat sich Kanye West nicht nur Freunde gemacht. (©picture alliance/AP/Invision 2016)

4. "Sorry" – Beyoncé

Genau genommen sorgte Beyoncés Titel "Sorry" nicht für Ärger, aber auf jeden Fall für eine Menge Verwirrung und Spekulationen. Denn alle Welt ging davon aus, dass die R&B-Sängerin auf dem zugehörigen Album "Lemonade" die Eheprobleme mit ihrem Mann Jay Z verarbeiten würde. Da sticht eine Textstelle wie diese natürlich besonders ins Auge: "He only want me when I'm not there / He better call Becky with the good hair". Mit welcher Becky geht Jay Z denn hier nur fremd? Das hielt Beyoncés Fans ganz schön auf Trab – eine Antwort gibt es bis jetzt noch nicht.

5. "She" – Tyler, The Creator

Eigentlich steht "She" stellvertretend für alle Songs vom Album "Goblin", das Tyler, The Creator 2011 auf den Markt brachte. So gut wie alle Songtexte auf dem Longplayer sind gewaltverherrlichend, sexistisch oder rassistisch. Auf Details verzichten wir an dieser Stelle im Sinne des guten Geschmacks. Hier kann sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen. Und wo bleibt der Ärger? Aufgrund seiner krassen Songtexte bekam Tyler, The Creator angeblich Post vom britischen Innenminister: Ihm wurde verboten, nach Großbritannien einzureisen.

6. "Ding-Dong! The Witch Is Dead" – Der Zauberer von Oz

Dass dieser Song für Kontroversen sorgte, lag ausnahmsweise weder am Schöpfer noch am Interpreten des Titels, sondern vielmehr an den Menschen, die den Titel missbrauchen wollten. Gegner der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher schmiedeten 2013 einen perfiden Plan: Kurz, nachdem die Politikerin verstorben war, wollten sie das Lied "Ding-Dong! The Witch Is Dead" in den UK-Charts auf Platz eins prügeln – geschmackloser geht es wohl kaum. Tatsächlich landete der Titel auf Platz zwei. Doch dank der BBC wurde er nicht gespielt – stattdessen gab es erklärende Worte des Radiomoderators.

7. "Jodeci (Freestyle)" – J. Cole feat. Drake

Mit einer ganz bestimmten Zeile aus "Jodeci (Freestyle)" haben sich die Kollegen J. Cole und Drake ganz schön in die Nesseln gesetzt. Konkret hieß es: "Go check the numbers dummy, that's just me getting' started / I’m artistic, you niggers is autistic, retarded". Dafür, dass die beiden Rapper die Worte "autistisch" und "behindert" so abwertend benutzten, hagelte es von allen Seiten Kritik. In einer groß angelegten Petition wurden die Musiker dazu aufgerufen, sich zu entschuldigen und die betreffenden Textzeilen zu streichen. Die Kritiker hatten Erfolg: Sowohl Drake als auch J. Cole entschuldigten sich in aller Öffentlichkeit und entfernten die brisante Textzeile aus ihrem gemeinsamen Song.

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