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7 Horrorfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen

Jeffrey Dean Morgan muss sich in "Possession – Das Dunkle in Dir" mit einer verfluchten Holzkiste herumschlagen. Das Gruseligste: Die Box gibt es wirklich!
Jeffrey Dean Morgan muss sich in "Possession – Das Dunkle in Dir" mit einer verfluchten Holzkiste herumschlagen. Das Gruseligste: Die Box gibt es wirklich! (©Diyah Pera/Lions Gate 2017)

Nicht nur die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Auch die schauerlichsten, gruseligsten und haarsträubendsten Horrorfilme können auf wahren Begebenheiten beruhen. Hier sind sieben Beispiele, die für reichlich unruhigen Schlaf sorgen.

1. "Der Exorzismus von Emily Rose"

Die 19-jährige Emily Rose, die in diesem Horrorfilm aus dem Jahr 2005 an den Folgen einer Teufelsaustreibung stirbt, gab es nie. Allerdings gab es Anneliese Michel, eine deutsche Frau, deren epileptische Anfälle und psychische Störungen mit einem Exorzismus kuriert werden sollten. Im Jahr 1976 starb sie im Alter von nur 23 Jahren an extremer Unterernährung, die durch das Ritual bedingt war. Die beteiligten Priester wurden wegen fahrlässiger Tötung durch unterlassene Hilfeleistung angeklagt, der Gerichtsprozess steht als zugrunde liegende wahre Begebenheit in "Der Exorzismus der Emily Rose" im Mittelpunkt. Anneliese Michels Schicksal bildete unter anderem auch die Grundlage für den Film "Requiem".

2. "The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen"

Im 15. Jahrhundert soll in Schottland ein Mann namens Alexander "Sawney" Bean mit seiner Familie sein Unwesen getrieben haben. Zusammen mit seiner Frau, ihren 46 Kindern und deren Kindern soll die Sippe mehr als 1000 Menschen getötet und teilweise gegessen haben. Das Geschehen um den mörderischen Kannibalen-Klan gilt heute als Mythos, der möglicherweise einen wahren Kern in vereinzelten Vorkommnissen von Kannibalismus während der schottischen Hungersnot im 15. Jahrhundert hat. Der Horrorfilm "The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen" aus dem Jahr 1977 und sein Remake aus dem Jahr 2006 nahmen sich die gruselige halb-wahre Begebenheit aber zum Vorbild und übertrugen sie in die Gegenwart – mithilfe jeder Menge Gesichtsprothesen, die die degenerierte Mutanten-Familie möglichst grotesk erscheinen lassen sollten.

3. "The Conjuring – Die Heimsuchung"

Grundlage für "The Conjuring – Die Heimsuchung" sind die Erlebnisse von Ed und Lorraine Warren – ein Ehepaar, das sich Mitte des 20. Jahrhunderts einen Namen als Geisterjäger-Duo machte. Ob ihre Schilderungen über Begegnungen mit Poltergeistern, Dämonen, Werwölfen und Co. tatsächlich als wahre Begebenheiten durchgehen, darf man natürlich infrage stellen. "The Conjuring" bescherte dem Filmstudio Warner Bros. 2017 aber einen äußerst kuriosen Rechtsstreit mit dem Autor Gerald Brittle: Der schrieb 1980 ein Buch über die Warrens und behauptet, die Exklusivrechte an ihren Geschichten zu halten. Warner habe sie daher nicht verfilmen dürfen. Das Filmstudio antwortete, der Horrorfilm basiere nicht auf Brittles Buch, sondern auf historischen Fakten. Clever, denn die dürfen einfach verfilmt werden. Weniger clever: Jetzt muss Warner streng genommen nachweisen, dass es Geister wirklich gibt – oder laut The Hollywood Reporter 900 Millionen Dollar zahlen.

4. "The Texas Chainsaw Massacre"

In diesem Klassiker des Slasher-Horrorfilms muss eine Gruppe von Teenagern den Fängen einer Kannibalen-Familie entkommen. Dabei hat vor allem "Leatherface", ein Hüne mit Kettensäge und einer Maske aus Menschenhaut, Kultstatus erreicht. Eine wichtige Inspirationsquelle für den Film waren die Taten von Ed Gein, der in den 1950er-Jahren Leichen stahl, Gräber schändete und mindestens einen Mord beging. In seinem Haus fand man unter anderem Schädel, die als Schüsseln benutzt wurden, Sammlungen von Leichenteilen und – genau – Masken aus Menschenhaut. Schaurig!

5. "Jack Ketchum's Evil"

Horrorautor Stephen King bezeichnete diesen Horrorfilm aus dem Jahr 2007 einmal als schockierendsten amerikanischen Film der letzten 20 Jahre – und er muss es ja wissen. Die Story sorgt tatsächlich schon beim Lesen für Magenschmerzen: Eine 14-Jährige wird im Keller ihrer Tante gefangen gehalten, gedemütigt, gefoltert und schließlich ermordet. Noch schlimmer: Ihre Tortur wird zum Event, an dem die Kinder der Nachbarschaft teilnehmen. Und am Allerschlimmsten: In den 1960er-Jahren gab es im US-Bundesstaat Indiana tatsächlich einen realen Fall, bei dem ein Mädchen namens Sylvia Likens im Keller einer Bekannten zu Tode gefoltert wurde. Damit gehört "Jack Ketchum' Evil" eindeutig zu den beklemmendsten Horrorfilmen nach einer wahren Begebenheit. Eine realitätsgetreuere Aufarbeitung des Falles gibt es übrigens im Film "An American Crime", der ebenfalls 2007 erschien.

6. "Die Fährte des Grauens"

In diesem eher trashigen Monster-Horror aus dem Jahr 2007 macht ein gigantisches Krokodil namens Gustave die Seen und Sümpfe des afrikanischen Staates Burundi unsicher. Die erzählte Story ist zwar fiktiv, das Krokodil aber gibt es wirklich! Es lebt tatsächlich in Burundi, heißt tatsächlich Gustave, ist tatsächlich knapp sechs Meter lang und soll tatsächlich bereits um die 300 Menschen in seinem knapp 65-jährigen Leben verschlungen haben. Wie viele Tode das Reptil davon wirklich zu verantworten hat und wie viele ins Reich der Mythen und Legenden gehören, ist strittig. Vorsichtshalber sollte man ihm aber wohl aus dem Weg gehen, damit die wahren Begebenheiten, auf denen "Die Fährte des Grauens" beruht, nicht noch ein bisschen realer werden.

7. "Possession – Das Dunkle in Dir"

Ein Dämon, der in einer Holzkiste eingesperrt ist und von einem Mädchen Besitz ergreift? Das soll ein Plot aus einem Horrorfilm sein, der auf wahren Begebenheiten beruht? Aber ja! Für "Possession – Das Dunkle in Dir" stand das Rätsel um eine hölzerne Weinkiste Pate, die 2004 von einem Antiquitätenhändler bei Ebay versteigert wurde. In einem beigefügten Text berichtete der Verkäufer von seltsamen Vorkommnissen, Albträumen und unerklärlichen Phänomenen, die scheinbar mit der Box in Verbindung standen. Alles erfunden, um einen guten Preis für die olle Kiste herauszuschlagen? Oder treibt der "Dibbuk" genannte Dämon tatsächlich sein Unwesen?

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