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7 Lieblingsfilme aus Teenager-Zeiten, die uns heute peinlich sind

Als Teenager hatten wir einen durchaus fragwürdigen Filmgeschmack.
Als Teenager hatten wir einen durchaus fragwürdigen Filmgeschmack. (©dpa 2017)

Als Teenager spielen die Hormone tatsächlich verrückt. Wir zogen uns verrückt an, sangen uns zu Boybands die Seele aus dem Leib und von den Filmen, die wir damals in Endlosschleife gucken konnten, wollen wir gar nicht erst anfangen. Oder doch? Achtung, Fremdscham! Diese sieben Filme sind im Rückblick kaum zu ertragen.

1. "Eine wie Keine"

Die Geschichte vom hässlichen Entlein, das zum schönen Schwan wird, kommt wohl niemals aus der Mode. In der Highschoolkomödie "Eine wie Keine" von 1999 wettet Zach (verkörpert vom damaligen Mädchenschwarm Freddie Prinze Jr.), dass er jedes Mädchen in die Ballkönigin verwandeln kann – selbst die obernerdige Laney (Rachael Leigh Cook).

  • Super: Der beliebteste Typ der Schule bandelt mit der Außenseiterin an – das war der Stoff für Teenieträume
  • Peinlich: Allerdings kommt die Romanze nur nach einer optischen Komplettüberholung von Laney zustande, was eine ziemlich fragwürdige Message sendet. Auch die zotigen Witze des Teeniefilms zünden heute nicht mehr.

2. "Dirty Dancing"

"I've had the time of my life!" – und Millionen Teenies jauchzten mit, als Johnny (Patrick Swayze) mit Baby (Jennifer Grey) in "Dirty Dancing" tanzend die Bühne rockte. Die scheinbar unmögliche Liebe zwischen einem mittellosen Tanzlehrer und einem siebzehnjährigen, wohlhabenden Mädchen hat inzwischen Kultstatus.

  • Super: "Dirty Dancing" begeisterte als Zeitreise in die 1960er-Jahre, hatte tolle Tanzszenen und hielt ein unerwartetes Happy End für das ungleiche Paar bereit.
  • Peinlich sind vor allem die im Rückblick hölzernen Dialoge der eindimensionalen Charaktere. Da ist Fremdschämen angesagt!

3. "American Pie"

Die Teenieklamotte "American Pie" befasste sich mit Themen, die Heranwachsende tatsächlich beschäftigen: Sex, Liebe, Sex, Freundschaft und noch mal Sex. Von Letzterem haben die vier Freunde Jim, Oz, Kevin und Finch zwar bislang nur gehört, doch bis zum Highschool-Abschlussball wollen sie ihre Jungfräulichkeit endlich verlieren. Das geht natürlich nicht ohne Komplikationen vonstatten.

  • Super: Damals war die respekt- und geschmacklose Komödie einfach nur zum Brüllen komisch – gerade weil alle Gags unter die Gürtellinie gingen.
  • Peinlich: Aus denselben Gründen macht "American Pie" heutzutage keinen Spaß mehr: Der aufgewärmte Apfelkuchen ist derb, platt und eklig und gehört endlich in die Biotonne.

4. "High School Musical"

Als einziger Fernsehfilm hat es "High School Musical" in unsere Liste geschafft. Ganz überraschend mauserte sich das Filmmusical aus dem Hause Disney 2006 zum Hit. Die Story ist schnell erzählt: Basketballer Troy (Zac Efron) und Mathegenie Gabriella (Vanessa Hudgens) entdecken ihre Liebe zum Singen und natürlich füreinander – also quasi "Grease" reloaded.

  • Super: Die beschwingt erzählte Geschichte mit knallbunten Sets und aufwendig durchchoreografierten Sing- und Tanzszenen blendete uns damals schon durch ihren Farbrausch.
  • Peinlich: Leider ist die Story auch schmalzig und voller Klischees. Spätestens als Twen ist man dem Disneyfilm entwachsen.

5. "Twilight – Biss zum Morgengrauen"

Die Liebe zwischen dem Vampir Edward und der Sterblichen Bella hatte die 2000er-Jahre fest im Griff. Zunächst als Buch und später als Film verzauberte "Twilight" Mädchen-, Frauen- und ein paar Männerherzen weltweit und verhalf Robert Pattinson und Kristen Stewart quasi über Nacht zu Starruhm.

  • Super: Die durchgestylte Buchverfilmung hatte charismatische Hauptdarsteller und einen ungewohnt coolen Soundtrack für das Genre.
  • Peinlich: "Twilight" ist bei genauer Betrachtung ein keuscher Mädchentraum, dem der nötige Biss fehlt. Bisweilen ist die Schmonzette zudem unfreiwillig komisch.

6. "Natürlich blond"

Ach, was war das für ein Spaß, als die rosa gewandete Elle Woods 2001 in "Natürlich Blond" in unser Leben stöckelte. So wie die unterschätzte Blondine in Harvard durchstartete, katapultierte die Rolle Reese Witherspoon endgültig in die A-Liga von Hollywood. Ein zweiter Teil mit dem einleuchtenden Titel "Natürlich blond 2" sollte schon bald folgen.

  • Super: Allein mit anzusehen, wie die naive Elle von ihrem Umfeld immer wieder unterschätzt wird, ist ein großer Spaß. Außerdem ist die Besetzung von Reese Witherspoon als Hauptfigur ein echter Volltreffer.
  • Peinlich: Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Story extrem vorhersehbar ist und die Moral der Geschichte – Frauen schaffen alles! – einem quasi mit dem Knüppel serviert wird.

7. "Save the Last Dance"

Wir hatten Teeniekomödien, Musicals und Vampire, da ist doch bestimmt noch Platz für einen weiteren Tanzfilm, oder? In "Save the Last Dance" steht die angehende Tänzerin Sara (Julia Stiles) im Mittelpunkt, die nach einem schweren Schicksalsschlag ihre Ballettschuhe wortwörtlich an den Nagel hängt. Erst durch die Liebe zu ihrem Mitschüler, dem früheren Bandenmitglied Derek, nähert sie sich wieder dem Tanz an.

  • Super: "Save the Last Dance" ist eine Liebeserklärung an die Welt des Hip-Hop mit einer schönen Message.
  • Peinlich: Anders als die Hauptfigur ist Julia Stiles leider keine begnadete Tänzerin. Nicht einmal die aufgesetzte Dramatik des Films kann das kaschieren.
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