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7 miese Sequels, die das Ende ihrer Filmreihe besiegelten

Bis hierher und nicht weiter! Nach "Batman & Robin" war bei dem Fledermausmann 1997 erst mal die Luft raus.
Bis hierher und nicht weiter! Nach "Batman & Robin" war bei dem Fledermausmann 1997 erst mal die Luft raus. (©picture alliance 1997)

Wenn ein Film die Kinokassen klingeln lässt, setzen Filmstudios nur zu gern noch einen drauf. Das geht nicht immer gut: Diese sieben kläglichen Sequel-Versuche sorgten dafür, dass im Anschluss erst einmal niemand mehr an Fortsetzungen dachte.

1. "Speed 2: Cruise Control"

"Speed" mischte das Actiongenre 1994 mit einer simplen aber cleveren Grundidee auf: Ein mit Sprengstoff beladener Linienbus darf nicht zu langsam werden oder stehen bleiben, sonst explodiert er. Mit "Speed 2" versuchten die Verantwortlichen es dann gleich noch mal mit demselben Trick – nur, dass der Bus diesmal ein Kreuzfahrtschiff war. Blöde Idee: Schiff und Film gingen derart spektakulär baden, dass seitdem von weiteren Experimenten mit explosivem Personennah- und Fernverkehr abgesehen wurde.

2. "Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil"

Mit "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" inszenierte Regisseur Robert Zemeckis 1984 ein leichtfüßiges Actionabenteuer auf den Spuren von "Indiana Jones". Der große kommerzielle Erfolg schrie natürlich nach einem Sequel, das ein Jahr später mit "Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil" in die Kinos kam. Rein monetär gesehen konnten sich die Produzenten nicht beklagen, doch Filmkritiker sahen in dem Sequel vor allem einen lauen Aufguss des charmanten Originals, der vor unlogischen Wendungen nur so strotzte. Ein eigentlich geplanter dritter Teil kam deshalb nie über die Entwurfsphase hinaus.

3. "xXx 2 – The Next Level"

Der Extremsport-Actionknüller "xXx – Triple X" aus dem Jahr 2002 lebte von seinem coolen Hauptdarsteller Vin Diesel. Dass ein Sequel ohne den charismatischen Glatzkopf nicht klappen würde, hätte man sich denken können. Das Filmstudio Columbia Pictures versuchte es 2005 mit "xXx 2 – The Next Level" trotzdem, und weil Diesel anderweitig beschäftigt war, holte man als Ersatz Rapper Ice Cube an Bord. Kommerziell und qualitativ war das Ganze ein solcher Reinfall, dass die Pläne für einen dritten Film jahrelang auf Eis lagen. Erst 2017 wird es mit "xXx: Return of Xander Cage" einen nächsten Teil geben – diesmal wieder mit Vin Diesel und wahrscheinlich deutlich mehr Erfolg.

4. "Batman & Robin"

Ende der 1980er- bis Mitte der 1990er-Jahre hatte Batman einen Lauf: Der Fledermausmann zog in drei Filmen von Tim Burton und Joel Schumacher Horden von Zuschauern in die Kinos. Dann kam 1997 "Batman & Robin" und versetzte dem vielversprechenden Franchise den Todesstoß: Die schrille, knallbunte Camp-Ästhetik kam bei Kritikern schlecht an, außerdem war der Film überhastet fertiggestellt worden und sah auch so aus. Bis Christopher Nolan den dunklen Ritter Mitte der 2000er-Jahre mit seiner "Dark Knight"-Trilogie aus der Versenkung holte, lag Batman im Schockkoma.

5. "Sin City 2: A Dame to Kill For"

Neun lange Jahre ließ sich Robert Rodriguez Zeit für den Nachfolger seiner stylishen Comicverfilmung "Sin City" aus dem Jahr 2005. Als das Sequel "A Dame to Kill For" 2014 endlich in die Kinos kam, beeindruckte der düstere Noir-Comic-Stil leider kaum noch jemanden. Kritiker fanden den Film öde, das Publikum zuckte die Schultern und blieb zu Hause. Noch vor dem Kinostart des zweiten Teils hatte Rodriguez schon von seinen Plänen für "Sin City 3" geschwärmt. In letzter Zeit ist davon nicht mehr viel zu hören.

6. "Grease 2"

"Grease" aus dem Jahr 1978 mit John Travolta und Olivia Newton-John ist einer der ganz großen Musicalfilme Hollywoods – mit einem Soundtrack, der Kultstatus erreicht hat. "Grease 2" war der vier Jahre später unternommene Versuch, aus der gleichen Story mit einem fast komplett anderen Cast und mittelmäßigen Songs noch einmal ein paar Kröten herauszupressen. "Grease 3" ist uns dank des Misserfolgs dieses Unterfangens bis heute erspart geblieben.

7. "Star Trek: Nemesis"

Von 1979 bis Anfang der 2000er-Jahre konnten sich Trekkies darauf verlassen, dass alle zwei bis drei Jahre ein abendfüllendes Abenteuer ihrer Helden auf der großen Leinwand auftauchen würde. Das "Star Trek"-Universum brachte es so auf beeindruckende neun Filme in knapp 20 Jahren, doch als im Jahr 2002 Film Nummer zehn ins Kino kam, war die Luft raus: "Star Trek: Nemesis" ließ überdeutlich durchblicken, dass die Reihe unter ausgeprägter Franchise-Müdigkeit und fortgeschrittener Ideenlosigkeit litt. Ein bereits geplantes Sequel wurde flugs wieder eingestampft und erst 2009 nahm sich mit J. J. Abrams wieder ein Regisseur der Sternenflotte an.

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