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7 Musiker, die krasse Filmdesaster ablieferten

Auch Bob Dylan leistete sich einen Fehltritt ins Filmgeschäft.
Auch Bob Dylan leistete sich einen Fehltritt ins Filmgeschäft. (©Youtube/Hisjean SEPT 2016)

Wenn sich Musiker ins Filmgeschäft wagen, ist Vorsicht geboten: Nur, weil jemand auf der Bühne das Publikum unterhalten kann, heißt das noch lange nicht, dass das auch vor der Kamera klappt. Diese sieben Leinwandausflüge gingen jedenfalls spektakulär in die Hose.

1. Vanilla Ice ("Cool as Ice")

Was Rapper Vanilla Ice im Jahr 1991 mit "Cool as Ice" auf die Leinwand brachte, gilt als offizieller Endpunkt seiner zunächst einigermaßen vielversprechenden Musikkarriere. Katastrophale Dialoge und Sprüche ("Drop that zero and get with the hero!"), ein völlig absurder Plot und Vanilla Ices schauspielerische Nicht-Leistung lassen den Status von "Cool as Ice" als einer der miesesten Filme aller Zeiten absolut gerechtfertigt erscheinen.

2. Kiss ("Attack of the Phantoms")

Die Hardrocker von Kiss sind Meister der Selbstvermarktung und haben von T-Shirts über Comics bis hin zu Särgen (!) bereits auf so ziemlich alles ihr Logo gepappt. Kein Wunder, dass das Quartett auch einen eigenen Film brauchte! Ihr Versuch, eine Art Superhelden-Rockmusical auf die Beine zu stellen, kann aber nur als in jeder Hinsicht hundserbärmlich bezeichnet werden. Noch Jahre nach der Erstausstrahlung verboten die Bandmitglieder allen, die mit ihnen zu tun hatten, den Film in ihrer Gegenwart zu erwähnen.

3. Madonna ("Shanghai Surprise")

Madonna hat sich im Laufe ihrer Karriere immer wieder als Schauspielerin versucht und scheiterte regelmäßig an schlechten Drehbüchern und ihrem eigenen, weitgehend fehlenden Schauspieltalent. Besonders bitter lief es mit "Shanghai Surprise". Madonna und ihr Damals-Ehemann Sean Penn spielten in der Abenteuer-Klamotte eine Krankenschwester und einen Krawattenverkäufer, die in Shanghai Opium schmuggeln und immer tiefer in einen völlig verstrickten Plot hineingezogen werden. Die Kritiken waren desaströs, die Einnahmen auch. Madonna gewann die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin.

4. Die Ärzte ("Richy Guitar")

Ärzte-Sänger Farin Urlaub bescherte "Richy Guitar" als Hauptdarsteller Mitte der 1980er-Jahre zwar Popularität, aber nicht gerade Qualität. "Die Geschichte ist hanebüchen (und geklaut), meine 'schauspielerische Leistung' ist grauenhaft, die Dialoge tun meinem Hirn weh", sagte er selbst noch Jahre später über den Streifen. Kleiner Trost: Er war nicht der einzige Musiker, der sich hier mit Unruhm bekleckerte. Seine Bandkollegen Bela und Sahnie sowie Nena haben ebenfalls fragwürdige Auftritte.

5. Prince ("Under the Cherry Moon")

Nachdem er 1984 mit "Purple Rain" ein halbautobiographisches Filmepos mit einem fantastischen Soundtrack ins Kino gebracht hatte, wollte Prince es 1986 mit "Under the Cherry Moon" noch einmal wissen. Diesmal spielte der kontrollsüchtige Musiker nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie – ein kapitaler Fehler. Der Schwarz-Weiß-Film um zwei Heiratsschwindler floppte total und strich obendrein noch einige Goldene Himbeeren ein. Immerhin: Der Soundtrack war wieder ganz in Ordnung.

6. Bob Dylan ("Hearts of Fire")

Mittlerweile ist Bob Dylan Nobelpreisträger und quasi-unantastbarer Grandseigneur des Folk. 1987 war er noch nicht ganz so weit und ließ sich mit "Hearts of Fire" auf einen Seitensprung als Schauspieler ein, der gehörig in die Hose ging. Als Rockstar im Ruhestand spielt sich Dylan im Prinzip selbst und soll in dieser Rolle einer jungen Sängerin zum Durchbruch verhelfen. Leider interessierte sich das Publikum kaum für den Film, der bis heute noch nicht einmal auf DVD erhältlich ist. Besonders tragisch: Regisseur Richard Marquand, der zuvor unter anderem "Star Wars: Die Rückkehr der Jedi Ritter" gedreht hatte, starb im Jahr der Veröffentlichung an einem Herzinfarkt. "Hearts of Fire" ist daher auch als "der Film, der Richard Marquand umbrachte" bekannt. Keine schöne Ehre.

7. Rihanna ("Battleship")

Am schlimmsten ist es, wenn eine gute Filmidee von schlechten Schauspielern zersägt wird. Die Grundlage von "Battleship" – eine filmische Umsetzung des Spiels "Schiffe versenken" – ist bereits so dämlich, dass auch Rihannas zutiefst hölzerne Performance als Waffenexpertin dem Actionspektakel nicht mehr viel anhaben konnte. Das ist aber auch schon alles Positive, was sich über ihr Schauspieldebüt berichten lässt.

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