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7 Schauspieler, die ein erfolgreiches Debüt als Regisseur feierten

George Clooney stand zuletzt unter anderem für "Suburbicon" hinter der Kamera.
George Clooney stand zuletzt unter anderem für "Suburbicon" hinter der Kamera. (©picture alliance / Everett Collection 2018)

Bäcker, bleib bei deinen Brötchen – oder vielleicht doch nicht? Zahlreiche Schauspieler wagten bereits einen Ausflug hinter die Kamera. Nicht immer waren solche Abstecher von Erfolg gekrönt. Der eine oder andere bewies allerdings echtes Talent: Sieben Filmstars, deren Regiedebüts sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen können, findest Du im Folgenden.

1. Sofia Coppola

Als Schauspielerin war Sofia Coppola vor allem für die Rolle der Mary Corleone im Film ihres Vaters ("Der Pate III") bekannt. 1999 trat sie jedoch als Regisseurin aus seinem Schatten – und wie! Mit "The Virgin Suicides", einer Leinwand-Adaption von Jeffrey Eugenides' gleichnamigem Roman, schuf Copolla eine beinahe verstörende Studie des kleinstädtischen Lebens in den 1970er-Jahren. In deren Zentrum stehen fünf Schwestern, von denen eine gleich zu Beginn Selbstmord begeht.

Nachdem ihr Regiedebüt bereits mit viel Lob und positiven Kritiken bedacht wurde, legte Sofia Coppola 2003 mit "Lost in Translation - Zwischen den Welten" nach – und wurde mit dem Oscar für das "Beste Originaldrehbuch" belohnt.

  • Regiedebüt mit: "The Virgin Suicides" (1999)
  • Als Schauspielerin zu sehen in (Auswahl): "Der Pate III" (1990), "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" (1999)

2. Ben Affleck

Schon als Kind übernahm Ben Affleck immer wieder kleinere Rollen im TV. Nachdem er gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Matt Damon einen Oscar für das "Beste Drehbuch" für "Good Will Hunting" erhielt, gelang es ihm dann, sich auch als Filmstar endgültig zu etablieren.

Erst 2007 sollte sein Debüt als Regisseur folgen. In dem Krimi-Drama "Gone Baby Gone" ermitteln zwei Privatdetektive, die auch privat liiert sind, im Fall eines entführten Mädchens, der sich schnell zur Zerreißprobe entwickelt. Afflecks Film wurde von den Kritikern hochgelobt und sollte der Anfang einer erfolgreichen Regie-Karriere sein: Knapp fünf Jahre später inszenierte der Hollywoodstar den Thriller "Argo", der bei den Oscars 2013 mit gleich drei Goldjungen ausgezeichnet wurde.

  • Regiedebüt mit: "Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel" (2007)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "Die Hollywood-Verschwörung" (2006), "Justice League" (2017)

3. George Clooney

Wenn der Name George Clooney fällt, denken in der Regel erst einmal alle an die diversen Filme mit dem Hollywood-Beau. Doch auch hinter der Kamera bewies der Schauspieler bereits mehrfach sein Können. "Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind" legte den Grundstein für dieses zweite Standbein. Der schräge Thriller adaptiert die Memoiren des Game-Show-Schöpfers Chuck Barris, der in seiner Geschichte von der CIA angeworben und zum Killer ausgebildet wird.

Nach "Confessions" landete Clooney als Regisseur mit "Good Night, and Good Luck." einen noch größeren Coup. Über Fehlgriffe wie das eher mittelprächtige "Suburbicon" können wir da geflissentlich hinwegsehen.

  • Regiedebüt mit: "Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind" (2002)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "Ocean's Eleven" (2001), "Syriana" (2005)

4. Robert Redford

Robert Redford stieg mit seinem Regiedebüt gleich in den Olymp der Filmemacher auf. Für das Drama "Eine ganz normale Familie", in dem eine wohlhabende Bilderbuch-Familie an einem schweren Schicksalsschlag zerbricht, erhielt Redford sowohl den Oscar für den "Besten Film" als auch für den "Besten Regisseur" – mehr geht nicht.

Künftig will sich Robert Redford einer weiteren Leidenschaft widmen: der Malerei. Der kommende Film "The Old Man and the Gun" soll der (vorerst) letzte mit dem 82-Jährigen als Schauspieler werden. Als Regisseur und Produzent bleibe er dem Filmgeschäft jedoch erhalten, erklärte Redford unter anderem im Interview mit der Welt.

  • Regiedebüt mit: "Eine ganz normale Familie" (1980)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "Der Pferdeflüsterer" (1998), "The Old Man & the Gun" (2018)

5. Gary Oldman

Als der immer währende Filmbösewicht machte sich Gary Oldman in Hollywood einen Namen. So war er unter anderem als Schurke in "Das fünfte Element" und "Air Force One" zu sehen. Den Oscar aber bekam er erst 2018 für eine Darbietung der ganz anderen Art: In "Die dunkelste Stunde" gab er überzeugend den Winston Churchill.

Das Regiedebüt des Schauspielers war derweil ein sehr persönliches Anliegen. Sein Drama "Nil by Mouth" basierte teilweise auf Oldmans eigenen Erfahrungen als Jugendlicher. Darin zeichnet er ein gnadenloses Bild des harten, teils von Drogen und Alkoholsucht geprägten Lebens einer britischen Arbeiterfamilie.

  • Regiedebüt mit: "Nil by Mouth" (1997)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "Léon – Der Profi" (1994), "Die dunkelste Stunde" (2017)

6. Tom McCarthy

Als Schauspieler war Tom McCarthy lange nur in kleinen Gast- und Nebenrollen zu sehen. Als Indie-Regisseur hingegen stand er prompt im Mittelpunkt. Sein Erstling, "Station Agent", bedeutete nicht nur für ihn den Durchbruch als Filmemacher, die Dramedy ebnete auch den Weg für die Karriere von "Game of Thrones"-Star Peter Dinklage.

Dinklages Charakter verschlägt es in "Station Agent" auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit ins ländliche New Jersey. Dort machen ihm allerdings ein geselliger Hot-Dog-Verkäufer und eine Bibliotheksangestellte einen Strich durch die Rechnung – zum Glück, wie sich schnell herausstellt.

  • Regiedebüt mit: "Station Agent" (2003)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "In meinem Himmel" (2009), "Pixels" (2015)

7. Sarah Polley

Die kanadische Schauspielerin Sarah Polley wagte den Wechsel hinter die Kamera schon früh. Mit gerade einmal 28 Jahren feierte die "Dawn of the Dead"-Darstellerin ihr Debüt als Regisseurin. Ihr Regie-Erstling basierte auf der Kurzgeschichte "The Bear Came Over the Mountain" von Alice Munro. Das poetische Drama beleuchtet auf herzzerreißende und dennoch niemals kitschige Weise den Kampf eines Ehepaars mit der Alzheimer-Erkrankung der Frau.

Polley führte jedoch nicht nur Regie, die junge Filmemacherin lieferte auch das Drehbuch zum Film – und wurde prompt für einen Oscar nominiert.

  • Regiedebüt mit: "An ihrer Seite" (2006)
  • Als Schauspieler zu sehen in (Auswahl): "Dawn of the Dead" (2004), "Mr. Nobody" (2009)
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