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7 Schauspieler, die eine Rolle als Marvel-Held ablehnten

Der Cast von Marvels "Avengers" hätte durchaus ein wenig anders aussehen können – zum Beispiel, wenn Emily Blunt zugesagt hätte!
Der Cast von Marvels "Avengers" hätte durchaus ein wenig anders aussehen können – zum Beispiel, wenn Emily Blunt zugesagt hätte! (©Disney 2015)

Mega-Publikum, gigantische Einnahmen, Kritikerlob ohne Ende: Jeder Darsteller, der eine Rolle in Marvels erfolgreichen Superhelden-Filmen angeboten bekommt, müsste sie doch eigentlich mit Kusshand nehmen, oder? Von wegen! Diese sieben Schauspieler und Schauspielerinnen hatten Besseres vor, als im Marvel Cinematic Universe den Helden zu spielen.

1. Matthew McConaughey

Für eine Rolle als Quoten-Promi war sich Matthew McConaughey zu schade.
Für eine Rolle als Quoten-Promi war sich Matthew McConaughey zu schade. (© 2016 picture alliance/AP/Invision)

Matthew McConaughey hätte mit Marvel in intergalaktische Weiten abheben können – wenn er nur gewollt hätte. Regisseur James Gunn bot ihm eine Rolle als Bösewicht in "Guardians of the Galaxy 2" an. Doch der US-Schauspieler zierte sich: "Ich mag 'Guardians of the Galaxy', aber was ich sah, war: 'Es ist erfolgreich und jetzt haben wir Platz, eine neue, farbenfrohe Rolle für einen anderen berühmten Schauspieler zu kreieren'. Ich hätte mich wie ein Zusatz gefühlt", so McConaughey in einem Interview mit dem Magazin Playboy. Außerdem gab es Terminkonflikte mit der Stephen-King-Verfilmung "Der dunkle Turm" – und auf die hatte der Darsteller einfach mehr Lust.

2. Jason Momoa

Bitte nicht schon wieder nackt! Jason Momoa hatte zeitweise keinen Bedarf an Muskelmann-Rollen – und deshalb kein Interesse an Marvels Angebot.
Bitte nicht schon wieder nackt! Jason Momoa hatte zeitweise keinen Bedarf an Muskelmann-Rollen – und deshalb kein Interesse an Marvels Angebot. (© 2017 picture alliance / Photoshot)

Auch Jason Momoa, bekannt dank seiner Rolle als Reitervolk-König Khal Drogo in "Game of Thrones", bekam einst ein Angebot für "Guardians of the Galaxy": Er sollte den tätowierten außerirdischen Muskelprotz Drax the Destroyer verkörpern. Momoa fühlte sich zu dieser Zeit allerdings in eine Schublade gesteckt und lehnte ab: "Ich habe so viele Rollen gespielt, in denen ich nicht viel sage, angemalt bin und mit freiem Oberkörper herumlaufe", begründete er seine Entscheidung in einem Interview mit Screenertv.com. "Ich habe bewusst einige Action-Rollen abgelehnt, um bei 'Road to Paloma' Regie zu führen und dem Publikum auch einmal diese Seite von mir zu zeigen. Es ist nicht so, dass es keine gute Rolle gewesen wäre, es war damals nur nicht die richtige für mich." Mittlerweile ist Momoa im Superhelden-Universum von Konkurrent DC untergekommen – als notorisch oberkörperfreier Aquaman.

3. Olivia Munn

Bei "Deadpool" wollte sie nicht, bei X-Men" schon: Olivia Munn als Mutantin Psylocke.
Bei "Deadpool" wollte sie nicht, bei X-Men" schon: Olivia Munn als Mutantin Psylocke. (© 2017 picture alliance/ZUMA Press)

Gleich für zwei Marvel-Filme wollte das Filmstudio 20th Century Fox Olivia Munn an Bord haben. Bevor die Schauspielerin in "X-Men: Apocalypse" die Rolle von Mutantin Psylocke übernahm, war sie als Vanessa Carlysle in "Deadpool" im Gespräch, lehnte hier aber ab. Vor dem Hintergrund des größeren Erfolgs von "Deadpool" wäre letzterer Film wohl die lukrativere Wahl gewesen, doch Munn hatte ihre Gründe: Sie wollte nicht bloß die Freundin des Hauptcharakters spielen, sondern einige amtliche Action-Szenen haben – und da hatte "X-Men: Apocalypse" einfach mehr zu bieten. Wie sie dem American Way Magazine in einem Interview erzählte, sagte sie für die Psylocke-Rolle nur unter einer Bedingung zu: "Sie darf nicht nur was fürs Auge sein. Sie hat sehr mächtige Fähigkeiten!"

4. Giancarlo Esposito

Bitte nur Großformat! Giancarlo Esposito schlug eine TV-Rolle im MCU aus, um sich die Chancen auf eine Kinorolle nicht zu verbauen.
Bitte nur Großformat! Giancarlo Esposito schlug eine TV-Rolle im MCU aus, um sich die Chancen auf eine andere Kinorolle nicht zu verbauen. (© 2017 picture alliance / AP Images)

Als Drogenbaron und Imbisschef Gustavo Fring in "Breaking Bad" landete Giancarlo Esposito auf dem Radar von Serienfans weltweit. Dass der Schauspieler bisher noch kein Teil des Marvel Cinematic Universe ist, hängt auch damit zusammen, dass Esposito für den Comicverlag nicht bloß im Fernsehen auftreten wollte. Das Angebot, einen Charakter in einer Marvel-TV-Serie zu spielen, schlug er aus, wie er in einem Interview mit Comicbook.com erklärte. Der Grund: Er will lieber auf die große Leinwand! "Mir wurde klar, dass ich den Charakter nicht in einem Kinofilm spielen könnte, wenn ich ihn im Fernsehen verkörpere", so Esposito.

5. Mel Gibson

Göttervater? Nein danke. Mel Gibson wollte nicht als Odin im MCU auftreten.
Göttervater? Nein, danke. Mel Gibson wollte nicht als Odin im MCU auftreten. (© 2017 picture alliance / AP Images)

Was genau Mel Gibson dazu bewogen hat, die Rolle als Thors Vater Odin im Marvel Cinematic Universe abzulehnen, werden wir wohl nie erfahren. Gegenüber dem Guardian konnte sich der Schauspieler als Begründung nur ein knappes "Ich hab's nicht gemacht" abringen. Um ehrlich zu sein, passt Schauspiel-Altmeister Anthony Hopkins ("Das Schweigen der Lämmer") aber sowieso besser in die Rolle des asgardischen Herrschers.

6. Emily Blunt

Ärgerlich: Bei Emily Blunt passt eine Rolle in Marvels Universum einfach nicht in den Terminkalender.
Ärgerlich: Bei Emily Blunt passte eine Rolle in Marvels Universum einfach nicht in den Terminkalender. (© 2017 picture alliance / AP Photo)

Emily Blunt ("Sicario") und das Marvel Cinematic Universe kamen gleich mehrmals nicht zusammen. Für "Iron Man 2" bekam die Britin das Angebot, Natasha Romanov alias Black Widow zu spielen. Weil sie mit dem Dreh zu Jack Blacks Komödie "Gullivers Reisen" beschäftigt war, musste sie aber ablehnen und Scarlett Johansson ("Lucy") bekam die Rolle der Superagentin, die mittlerweile eine der wichtigsten und populärsten Figuren in Marvels "Avengers"-Filmen ist. Für "Captain America: The First Avenger" fragten die Produzenten erneut bei Blunt nach, boten ihr die Rolle der Peggy Carter an und wieder musste sie aus Termingründen passen. Hayley Atwell bekam den Zuschlag und spielte die Agentin nicht nur fürs Kino, sondern auch in der kurzlebigen TV-Serie "Agent Carter".

7. Matt Damon

Ben Affleck (r.) ging 2003 mit "Daredevil" baden. Kumpel Matt Damon (l.) hatte die Rolle zuvor abgelehnt.
Ben Affleck (r.) ging 2003 mit "Daredevil" baden. Kumpel Matt Damon (l.) hatte die Rolle zuvor abgelehnt. (© 2017 picture alliance / newscom)

"Daredevil" mit Ben Affleck ("Batman v Superman") in der Hauptrolle fiel bei Kritikern im Jahr 2003 komplett durch und gilt gemeinhin als einer der schlechtesten Marvel-Filme überhaupt. Die zweifelhafte Ehre, den blinden Superhelden zu spielen, wäre dabei beinahe Afflecks gutem Freund Matt Damon ("Jason Bourne") zuteilgeworden. Doch während Damon zwar Fan des Comichelden ist, war er vom Skript und der Arbeit des Regisseurs Mark Steven Johnson ("Ghost Rider") nicht sonderlich angetan und lehnte ab. Ben Affleck hingegen sagte zu und bereut diese Entscheidung offenbar bis heute: "Ich hasse 'Daredevil' so sehr", gab er zuletzt 2016 zu Protokoll.

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