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7 Schauspieler, die endlich einen Oscar verdient hätten

Gönnen wir Robert Downey Jr. nicht alle langsam mal einen Oscar?
Gönnen wir Robert Downey Jr. nicht alle langsam mal einen Oscar? (©picture alliance/AP/Invision 2016)

Leonardo DiCaprio hat 2016 endlich seinen ersten Oscar bekommen ("The Revenant"). Doch es gibt noch viele andere Stars, die längst einen Academy Award verdient hätten.

1. Johnny Depp

Als Captain Jack Sparrow hat er sich zwar in die Liga der bestbezahlten Schauspieler hochgearbeitet, aber ein Oscar wurde Johnny Depp bisher verwehrt. Für den ersten Teil der Piratensaga erhielt er immerhin eine Nominierung ("Fluch der Karibik", 2003), weitere folgten für "Wenn Träume fliegen lernen" (2004) und "Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" (2007). Mit Filmen wie "Fear and Loathing in Las Vegas" (1998) oder "The Rum Diary" (2011) hat er außerdem längst bewiesen, dass er auch in außergewöhnlichen Rollen abseits des Blockbuster-Mainstreams brilliert. Johnny Depp ist einfach einzigartig. Kaum jemand kann einer Figur nur durch sein Minenspiel so viel Leben einhauchen wie er. Gebt dem Mann einen Oscar!

2. Robert Downey Jr.

Einst pflegte Robert Downey Jr. sein Image als Bad Boy, heute pflegt er vor allem sein großes Ego. Der Schauspieler ist berühmt für seine hohe Meinung von sich selbst, die er gerne mit der gebotenen Prise Selbstironie zur Schau stellt. Aber, hey – wenn man als Tony Stark aka Iron Man ständig die Welt rettet, ist das durchaus angebracht. Mit seiner Rolle als Kirk Lazarus in der Kriegsfilmparodie "Tropic Thunder" (2008) hat er das Kunststück vollbracht, für eine Komödienrolle als bester Nebendarsteller nominiert zu werden. Für das Biopic "Chaplin" (1998) stand er sogar als bester Hauptdarsteller zur Wahl. Wenn Robert Downey Jr. endlich einen Oscar bekommen würde, wäre eines auf jeden Fall sicher: eine spektakuläre Dankesrede.

3. Amy Adams

"Junikäfer" (2005), "Glaubensfrage" (2008), "The Fighter" (2010), "The Master" (2012) und "American Hustle" (2013) – wenn man wie Amy Adams bereits fünfmal für den Oscar nominiert war und kein einziges Mal die Trophäe mit nach Hause nehmen durfte, hätte man das Recht, ein wenig frustriert zu sein. Nicht aber Amy Adams. Sie macht einfach unbeirrt weiter. Mit ihrer Performance als Alien-Dolmetscherin Dr. Louise Banks in "Arrival" (seit dem 24.11.2016 im Kino) hat sie bereits die nächste Oscar-reife Vorstellung abgeliefert (unsere Kritik zu dem überragenden Sci-Fi-Drama kannst Du hier nachlesen. Keine Frage: Wenn jemand einen Oscar verdient hat, dann Amy!

4. Edward Norton

Allein für seinen Auftritt in "American History X" (1998) hätte die Academy Edward Norton einen Oscar geben müssen. Da sind andere großartige Filme wie "Zwielicht" (1996), "Fight Club" (1999), "Moonrise Kingdom" (2012) und "Birdman" (2014) noch gar nicht mit eingerechnet. Edward Norton ist extrem vielseitig: Ob Drama, Komödie, Held, Bösewicht, Blockbuster oder Arthouse – es gibt nichts, was dieser Schauspieler nicht kann. Trotzdem konnte er bisher keine seiner drei Nominierungen ("Zwielicht", "American History X" und "Birdman") vergolden. Ziemlich fragwürdig, wenn man bedenkt, dass er gleich für seine erste Rolle überhaupt eine Nominierung erhielt ("Zwielicht").

5. Glenn Close

In den 1980ern war Glenn Close mit Filmen wie "Eine verhängnisvolle Affäre" (1987) und "Gefährliche Liebschaften" (1988) gleich fünfmal für einen Oscar nominiert. Dazu kommt 2011 eine Nominierung für "Albert Nobbs". Damit führt Close die tragische Liste der Schauspieler mit den meisten Oscar-Nominierungen ohne Auszeichnung an. Wer eine so lange, erfolgreiche Karriere wie Glenn Close vorweisen kann, sollte nicht auf den Ehren-Oscar für das Lebenswerk warten müssen.

6. Gary Oldman

In einer Online-Umfrage können Filmfans seit dem Jahr 2015 darüber abstimmen, wer für sie der großartigste Schauspieler ohne Academy Award ist. Seit 2015 auf Platz 1: Gary Oldman. Der britische Schauspieler erfreut seine Fanbase seit Jahren mit exzellent dargebotenen Nebenrollen in großen Franchises wie "The Dark Knight" oder "Harry Potter". Für seinen großartigen Auftritt als George Smiley in der John-le-Carré-Adaption "Dame, König, Ass, Spion" (2011) erhielt er wenigstens eine Nominierung. Es wird Zeit, dass dem Willen der Fans genüge getan wird!

7. Bill Murray

Gäbe es einen Oscar für erlangten Kultstatus, Bill Murray würde ihn wahrscheinlich jedes Jahr gewinnen. Bereits vor seinem Kinodurchbruch mit "Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!" (1981) und "Ghostbusters" (1984) war er von 1977 bis 1980 festes Ensemblemitglied von "Saturday Night Live", wofür er immerhin mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Für die Hauptrolle in Sofia Coppolas Meisterwerk "Lost in Translation" (2003) wurde er zu Recht für einen Oscar nominiert, ging allerdings leer aus. Aber selbst, wenn Bill Murray wider Erwarten nie den Oscar gewinnen sollte – eines kann ihm keiner nehmen: die Liebe seiner Fans.

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