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13 Hundefilme mit tierisch viel Herz und noch mehr Wuff

Bailey Dennis Quaid
Die Seele überdauert den Tod – das zeigt Bailey in dem gleichnamigen Hundefilm.

"Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos." Diese weisen Worte soll Heinz Rühmann einmal gesagt haben. Auch Hollywood hat längst erkannt, dass Hunde ganz besondere Helden sind, weshalb nicht umsonst der Welthundetag ins Leben gerufen wurde. Passend dazu haben wir eine Sammlung mit elf Hundefilmen in einer Liste zusammengestellt, die nicht nur für Liebhaber der treuen Vierbeiner bestimmt ist.

Von Christin Ehlers und Marvin Mügge

"101 Dalmatiner" (1961)

Ein wahrer Klassiker unter den Hundefilmen ist der Disney-Zeichentrickfilm "101 Dalmatiner". Wegen des großen Erfolgs wurde er insgesamt vier Mal wiederveröffentlicht und kam 1980 auch unter dem Namen "Pongo und Perdi – Abenteuer einer Hundefamilie" in die deutschen Kinos. Die wunderschön animierte Liebesgeschichte von Dalmatiner-Rüde Pongo und Dalmatiner-Dame Perdita setzt auf die klassischen Disney-Tugenden: Humor, Abenteuer und Gefühl.

1996 kam noch eine Realverfilmung mit Glenn Close in der Rolle der Bösewichtin Cruella De Vil hinzu, aber echte Fans geben sich das Original und genießen die unvergleichliche Zeichentrick-Kunst von Regisseur Wolfgang Reitherman, der auch "Das Dschungelbuch" (1967) für Disney umsetzte.

"Benji – Sein größtes Abenteuer" (1987)

Die Selbstlosigkeit von Hunden ist legendär. Sie stellen sich immer in den Dienst des Rudels. Und der König der Selbstlosigkeit ist ohne Zweifel Mischlingshund Benji: In "Benji – Sein größtes Abenteuer" zeigt der kleine Held, wie Zusammenhalt geht. Als er während eines Bootsausflugs mit seinem Herrchen über Bord geht, strandet er auf einer einsamen Insel. Dort wird er zur Ersatzmama für vier kleine Puma-Jungen, deren Mutter von einem Großwildjäger erschossen wurde.

Und als wäre das noch nicht genug Ärger, ist da auch noch dieser gefräßige Wolf, der kleine Pumas auf seinem Speisezettel hat. Weil sein Herrchen ihn mit einem Helikopter suchen lässt, hat Benji mehrfach die Gelegenheit, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Doch das kommt für Benji nicht infrage: Er rettet sich erst, als er sein kleines Raubkatzen-Rudel in Sicherheit gebracht hat.

"Wolfsblut" (1991)

Alle heute lebenden Hunderassen stammen vom Wolf ab. Da darf ein Wolfsfilm in der Liste der schönsten Hundefilme aller Zeiten natürlich nicht fehlen. In "Wolfsblut", der Realverfilmung des gleichnamigen Romans von Jack London, spielt Ethan Hawke den Goldgräber Jack Conroy, der Ende des 19. Jahrhunderts mehrere schicksalhafte Begegnungen mit einem Wolfs-Hund-Mischling hat. Die beiden retten sich wortwörtlich gegenseitig das Leben. Ein wunderbares Abenteuer vor historischer Kulisse, das mit seinem Tiefgang auch für Nicht-Hundebesitzer absolutes Pflichtprogramm ist.

"Ein Hund namens Beethoven" (1992)

Manchmal suchen sich Hunde ihre Besitzer aus. In der Familienkomödie "Ein Hund namens Beethoven" passiert genau das: Bernhardiner-Welpe Beethoven entkommt Hundefängern, die für den fiesen Tierarzt Dr. Varnick Welpen aus Tierhandlungen klauen, damit der an ihnen Tierversuche durchführen kann. Das schlaue Hündchen schleicht sich in das Haus der Familie Newton und findet dort ein neues Zuhause. Es kommt, wie es kommen muss: Aus dem süßen Welpen wird ein tollpatschiger 90-Kilo-Koloss. Und am Ende bekommt der tierquälende Fiesling seine gerechte Strafe. Harmlose, aber kurzweilige Familienunterhaltung mit Slapstick-Faktor!

"Zurück nach Hause – Die unglaubliche Reise" (1993)

Immer wieder liest man unglaubliche Geschichten von Hunden und Katzen, die von ihren menschlichen Familien getrennt wurden und enorme Strecken auf sich nehmen, um sie wiederzufinden. Der perfekte Stoff für einen Abenteuerfilm – und Vorlage für "Zurück nach Hause – Die unglaubliche Reise", in der die Amerikanische Bulldogge Chance, Golden Retriever Shadow und Perserkatze Sassy eine epische Reise unternehmen, um wieder mit ihren Menschen vereint zu sein. Besonderheit: die tierischen Hauptdarsteller wurden mit menschlichen Stimmen synchronisiert. Ein wilder Roadtrip mit Happy End!

1996 folgte mit "Ein tierisches Trio" eine Fortsetzung mit dem Dreiergespann, das allerdings nicht ganz so gut wie der Vorgänger ist.

"Marley & Ich" (2008)

Dass Hunde-Erziehung eine sehr anspruchsvolle Aufgabe sein kann, zeigt die Komödie "Marley & Ich". Die beiden Journalisten John (Owen Wilson) und Jenny Grogan (Jennifer Aniston) denken darüber nach, eine Familie zu gründen. Weil sie sich nicht sicher sind, ob sie bereit für die Elternrolle sind, beschließen sie, es erst einmal mit einem Labrador-Welpen auszuprobieren. Der nimmt seine Rolle als vierbeiniger Härtetest ernster als ihnen lieb ist und verbreitet Chaos bis zur Schmerzgrenze.

Was dem Zuschauer Bauchweh vor Lachen beschert, bringt die Grogans an den Rand der Verzweiflung. Doch spätestens, als der "richtige" Nachwuchs zu der Familie stößt, ist klar: Labrador Marley und seine Macken sind ein Teil der Familie. Und zwar auf Lebenszeit.

"Bolt – Ein Hund für alle Fälle" (2008)

2008 schickte Walt Disney Studios seinen ersten animierten Filmhund ins Rennen. Der kleine Vierbeiner spielt schon sein ganzes Leben den Helden in einer TV-Serie, weshalb er glaubt, dass seine Super-Fähigkeiten alle echt sind. Dass dies jedoch nicht der Fall ist, bekommt er schneller zu spüren, als es ihm lieb ist: Auf Umwege landet er plötzlich in New York City und muss sich seinen Weg zurück nach Hollywood bahnen. Dabei wird er von einer Straßenkatze namens Mittens sowie dem fernsehsüchtigen Hamster Dino begleitet.

Natürlich winkt am Ende das große Happy End – immerhin ist es ein Disneyfilm. Zugleich zeigt er aber auch, dass sich wahre Größe und Heldentum nicht unbedingt durch übernatürliche Fähigkeiten auszeichnet.

"Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft" (2009)

Einer der Gründe, warum Hundebesitzer so vernarrt in ihre Lieblinge sind, ist sicher auch ihre bedingungslose Treue. In "Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft" von Regisseur Lasse Hallström ("Lachsfischen im Jemen") spielt Richard Gere den Hochschulprofessor Parker Wilson, dem auf dem Weg nach Hause der Akita-Welpe Hachiko zuläuft. Die beiden werden schnell so unzertrennlich, dass Hachiko sein neues Herrchen jeden Morgen zum Bahnhof bringt und abends wieder dort abholt.

Eines Tages kommt Professor Wilson jedoch nicht zurück – er stirbt überraschend während einer Vorlesung an Herzversagen. Hachiko allerdings steht weiterhin jeden Tag zur selben Zeit am Bahnhof und wartet. Jahrelang! "Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft" ist eine herzzerreißende Story über Treue und Freundschaft, die auf einer wahren Begebenheit aus Japan beruht. Aber sei gewarnt: Für diesen Hundefilm mit Richard Gere solltest Du Dir genug Taschentücher bereitlegen.

"Bailey – Ein Freund fürs Leben" (2017)

Was passiert mit unseren Hunden, wenn sie über die Regenbogenbrücke gehen? Im Film von Lasse Hallström werden sie in einem neuen Hundekörper wiedergeboren. Bailey beginnt sein Leben als Golden Retriever in der Montgomery-Familie. Engste Bezugsperson ist der junge Ethan. Als der nach einigen Jahren aufs College geht, stirbt Bailey an Nierenversagen. Sein Geist wird zunächst im Körper einer Deutschen Schäferhündin reinkarniert, anschließend in dem eines Welsh Corgi Pembroke. Dann wartet ein Hundeleben als Mischung aus Bernhardiner und Australian Shepherd auf ihn – und Bailey findet durch einen Zufall den inzwischen erwachsen gewordenen Ethan wieder. Der Hund setzt alles daran, seinen einstigen Besitzer davon zu überzeugen, dass er Bailey ist.

"Bailey – Ein Hund kehrt zurück" (2019)

Die Reise von Baileys Geist geht weiter: Nachdem er die übrige Zeit seines Lebens bei Ethan, dessen Frau und Nichte verbracht hat, kommt der Moment, in dem er erneut den Körper wechseln muss. Von seinem Herrchen bekommt er den Auftrag, sich um CJ zu kümmern, die nun wieder bei ihrer Mutter wohnt. Gesagt, getan! Als quirliger Beagle-Welpe kehrt Bailey auf die Erde zurück und macht sich auf die Suche nach CJ. Als er sie gefunden hat, weicht er nicht mehr von ihrer Seite.

"Royal Corgi – Der Liebling der Queen" (2019)

Die Queen und ihre Corgis sind ein unzertrennliches Team – so möchte man meinen. Wenn allerdings einer ihrer Vierbeiner die Glocken des US-Präsidenten klingeln lässt, versteht die Königin keinen Spaß mehr. Corgi Rex wird bestraft – und findet sich plötzlich im Tierheim wieder. Ein fieser Plan, den sein ärgster Konkurrent Charlie initiiert hat. Und die Queen? Die glaubt, dass ihr geliebter Rex im Hundehimmel ist.

Rex muss dringend etwas unternehmen. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden aus dem Tierheim macht er sich auf den Weg zurück in den Buckingham Palast. Er will Charlie zeigen, dass dessen Plan nach hinten losgegangen ist.

"Enzo und die wundersame Welt der Menschen" (2019)

Golden Retriever Enzo wäre am liebsten ein Mensch. So wie sein Herrchen Denny (Milo Ventimiglia), der ein erfolgreicher Rennfahrer ist. Auch Enzo liebt das Autofahren, viel PS und spektakuläre Rennen. Das Leben der beiden ändert sich, als Denny die bezaubernde Eve (Amanda Seyfried) kennenlernt. Denny und Eve heiraten und bekommen eine Tochter, Zoe. Fortan hat Enzo eine neue Aufgabe: für die kleine Maus ein verantwortungsvoller großer Bruder zu sein.

"Enzo und die wundersame Welt der Menschen" basiert auf dem Roman von Garth Stein ("Enzo oder die Kunst, ein Mensch zu sein") aus dem Jahr 2010.

"Susi und Strolch" (1955/2019)

Ein Hundefilm, der in dieser Liste keinesfalls fehlen darf, ist "Susi und Strolch". Die Zeichentrickversion der Liebesgeschichte zwischen dem chaotischen Streuner Strolch und der reizenden, wohlerzogenen Cockerspaniel-Dame Susi kam 1955 auf die Leinwand. Ende 2019 folgt das gleichnamige Remake als Realverfilmung für den neuen Streamingdienst Disney+. Der Haken: Die Neuverfilmung gibt es vorerst nur in den USA und Niederlanden zu sehen, wo Disney+ zuerst startet. Im Frühjahr 2020 sollen wir auch in Deutschland in den Genuss des neuen "Susi und Strolch"-Films kommen.

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